Test: PACE – Bordcomputer & Fahrtenbuch per OBD Stecker

„Mach dein Auto zum Smartcar“ lautet der Verkaufsslogan der Firma Pace. Wir haben den Pace Link für momentan 119 € in den vergangen Wochen ausgiebig getestet.

Anzeige von Daten auch bei älteren Pkws ohne Bordcomputer
Pace Link ermöglicht es älteren PKW Modellen, welche noch nicht über Informationsanzeigen für zum Beispiel Restreichweite, Kühlwassertemperatur, Durchschnittsgeschwindigkeit oder auch den aktuellen Verbrauch verfügen, einfach per Smartphone App und Pace Dongle nachzurüsten. Einzige Voraussetzung für die Nutzung von Pace ist ein Kraftfahrzeug, welches über eine OPD2-Schnittstelle verfügt – das trifft auf fast alle Autos ab dem Baujahr 1996 zu – und ein Smartphone mit Android oder iOS Betriebssystem und Bluetoothfunktion.

Für alle Fahrzeuge mit OBD Schnittstelle
Die Installation von Pace erweist sich als sehr einfach und unkompliziert. Der gelieferte Dongle muss lediglich mit der OPD2-Schnittstelle verbunden – OPD2-Schnittstelle befindet sich meist im Fußraum auf der Fahrerseite – und die entsprechende kostenlose App aus dem Playstore für Android installiert werden. Natürlich ist die App auch für iOS verfügbar. Anschließend wird nur noch die Bluetoothfunktion des Smartphone aktiviert und der Motor des Autos gestartet. Beim ersten Start der Pace Anwendung dauert es ca. 1 Minute bis das Smartphone erkennt, dass es ein Bluetoothsignal verfügbar ist.

Einfache Installation & Anpassung auf den genauen Fahrzeugtyp
Vor Beginn der ersten Fahrt muss die App für das entsprechende Fahrzeugmodell konfiguriert werden. Hierfür bestehen die Möglichkeiten das Fahrzeug über die Fahrgestellnummer im Motorraum, per Herstellernummer und Typschlüssel aus dem Fahrzeugschein oder per Dropdown-Menü manuell zu identifizieren. Im letzten Schritt wird noch der Gesamtkilometerstand eingetragen und die Vorbereitungen sind abgeschlossen. Sollte der Dongle einmal entfernt werden, wird das Fahrzeug beim nächsten Motorstart automatisch wiedererkannt, lediglich der Kilometerstand muss erneut eingetragen werden.

Aktuelle Fahrdaten auf einen Blick (z.B. als Bordcomputer für ältere Modelle)
Sobald die Pace-App erkennt, dass das Auto gestartet ist, öffnet sich die Fahrtansicht. Hier werden verschiedene Echtzeitdaten wie Temperatur, Geschwindigkeit, Drehzahl, aktueller Verbrauch und je nach Fahrzeug weitere Daten angezeigt. Zusätzlich zeigt Pace im unteren Bereich einen Drehzahl- und Geschwindigkeitsmesser an, sowie den eingelegten Gang. Die aktuelle Geschwindigkeitsbeschränkung, wird per GPS-Signal aus einer Datenbank übernommen. Wird der Motor abgestellt, beendet Pace die Fahrt automatisch. Das ist bei Zwischenstopps nicht immer gewünscht, aber einzelne Fahrten können im Nachhinein problemlos manuell im Fahrtenbuch zusammenfügt werden.

Screenshots: Echtzeitdaten während der Fahrt, Gesamtdaten & Fahrtenbuch. Unser Test erfolgte über 1.300 Kilometer.

Test mit Audi A3 aus 2002 und Skoda Rapid aus 2017, korrekte Fehlerwarnungen
Wir haben Pace mit einem Audi A3 1.6 Attraction mit Baujahr 2002 und einem Skoda Rapid Spaceback 1.4 TDI Baujahr 2017 getestet. Da der Audi A3 aufgrund des älteren Baujahres über weniger Sensorik verfügt, wurden auch weniger Echtzeitdaten bereitgestellt. Bei Fahrten mit dem Skoda Rapid stimmten die dargestellten Daten mit den Daten des Boardcomputers überein. Während der Testphase traten beim Audi A3 Probleme mit der Lambda-Sonde auf, welche von Pace korrekt analysiert und interpretiert wurden. Auf Nachfrage im Audi-Zentrum wurde uns nochmals bestätigt, dass sowohl der Hinweis auf Probleme mit der Lambda-Sonde, als auch die Aussage das eine Weiterfahrt bis zur nächsten Werkstatt problemlos möglich sei, korrekt waren.

Fahrtenbuch-Funktion inklusive – nach Vorgaben des Finanzamts
Eines der größten Argumente für die Anschaffung von Pace ist, dass ein komplettes Protokoll der getätigten Fahrten geführt werden kann. Jede Fahrt wird aufgezeichnet und auf Wunsch in einer Übersicht als PDF-Fahrtenbuch exportiert, welches auch vom Finanzamt akzeptiert wird (wurde nicht getestet). Es kann zwischen privaten und geschäftlichen Fahrten unterschieden werden. Pace ist, wenn man es als Fahrtenbuch nutzen möchte, wesentlich günstiger als das 2015 von uns getestete Fahrtenbuch per OBD von Vimcar.

Optional: Smartphonehalterung für 29 €

Besonders sinnvoll zur Anzeige von Daten auch ohne Bordcomputer
Wer ein Auto ein älteres Auto mit einem spartanisch ausgestatteten Boardcomputer hat und sich für viele Daten und eine umfangreiche Dokumentation interessiert, der kann sich die Anschaffung von Pace durchaus überlegen. Jedoch muss berücksichtigt werden, dass Pace auch nur Daten wiedergeben kann, welche von den verbauten Sensoren über die OPD2-Schnittstelle zur Verfügung gestellt werden. Sehr positiv aufgefallen ist uns während der Testphase die schnelle und korrekte Fehlerdiagnose, sodass eine Weiterfahrt bis zur nächsten Werkstatt problemlos möglich war. Da das Fahrtenbuch laut Angaben von Pace konform mit den Anforderungen des Finanzamts ist, ist die Erleichterung der Steuererklärung ein weiter Pluspunkt. Da der Dongle über keinen internen Speicher verfügt, werden nur Fahrten gespeichert, wenn das Smartphone permanent per Bluetooth mit dem Pace verbunden ist. Andere Anbieter verfügen hier bereits über Lösungen mit Zwischenspeicher.

Pace kostet derzeit 119 € direkt im Shop von Pace, wobei im Gegensatz zum Fahrtenbuch von Vimcar keine laufenden kosten entstehen. Zudem gibt es ein 30-tägiges Rückgaberecht.

Fotos: PACE

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