Mit dem Haval H6 bringt Great Wall Motor ein neues Mittelklasse-SUV nach Deutschland, das als Vollhybrid mit rund 240 PS Systemleistung antritt. Besonders spannend ist dabei nicht nur der Antrieb, sondern vor allem das Bedienkonzept sowie die Frage, wie gut die Assistenzsysteme im Alltag funktionieren. Gleichzeitig setzt der Hersteller auf eine besonders einfache Konfigurationsstruktur mit umfangreicher Serienausstattung bereits ab Werk.
Zwei Ausstattungslinien statt komplizierter Optionsliste
Der Einstieg in den Haval H6 fällt ungewöhnlich unkompliziert aus. Statt umfangreicher Konfigurationsmöglichkeiten stehen lediglich zwei Ausstattungslinien zur Wahl: Premium und Luxury. Bereits die Basisversion bringt eine umfangreiche Serienausstattung mit, während die getestete Luxury-Version zusätzliche Komfortfeatures wie Sitzheizung hinten oder Sitzkühlung vorne ergänzt.
Optisch wirkt der Haval H6 bewusst zurückhaltend gestaltet. Das SUV bewegt sich etwa auf dem Niveau eines VW Tiguan und ist teilweise sogar etwas größer. In der getesteten Lackierung Moonlight White – der einzigen kostenfreien Außenfarbe – zeigt sich das Fahrzeug solide und sachlich, ohne besonders auffällig aufzutreten.
Viel Platz im Innenraum und großer Kofferraum
Beim Raumangebot überzeugt der Haval H6 mit großzügigen Platzverhältnissen. Besonders im Fond bietet das SUV mehr Raum als viele vergleichbare Fahrzeuge dieser Klasse. Auch zu fünft lässt sich der Innenraum problemlos nutzen.
Das Kofferraumvolumen liegt bei 560 Litern im Normalzustand und wächst bei umgelegter Rückbank auf bis zu 1.445 Liter an. Damit bleibt der H6 klar familientauglich und eignet sich auch für längere Reisen.
Zur Serienausstattung gehören unter anderem ein Panorama-Glasdach, Lüftungsdüsen im Fond sowie USB-Anschlüsse für die hinteren Sitzplätze. In der Luxury-Version ergänzt zusätzlich eine Sitzheizung im Fond den Komfort.

Innenraum deutlich strukturierter als frühere GWM-Modelle
Im Cockpit zeigt sich deutlich, wie stark sich die Modelle des Herstellers weiterentwickelt haben. Während frühere Fahrzeuge wie Wey Coffee oder Ora eher verspielt wirkten, präsentiert sich der Haval H6 deutlich strukturierter und übersichtlicher.
Serienmäßig sind ein digitales Fahrerdisplay, ein großes Infotainment-Display, Apple CarPlay sowie physische Klimabedienelemente an Bord. Die Bedienung wurde insgesamt spürbar vereinfacht, größere Buttons erleichtern die Nutzung im Alltag zusätzlich.
In der Luxury-Version kommen weitere Komfortdetails hinzu, darunter Sitzkühlung vorne, eine Frontscheibenheizung sowie eine gekühlte Ladeschale. Auch der Gangwahlhebel an der Lenksäule sorgt für zusätzlichen Platz in der Mittelkonsole.

360-Grad-Kamera mit Transparent-View-Funktion serienmäßig
Besonders positiv fällt die serienmäßige 360-Grad-Kamera auf. Sie bietet zusätzlich eine sogenannte Transparent-View-Funktion, bei der das Fahrzeug virtuell transparent dargestellt wird. Dadurch lassen sich Hindernisse unterhalb des Fahrzeugs sichtbar machen, was beim Rangieren im Alltag einen klaren Vorteil bietet.
Zusätzlich zeigt das System sehr präzise an, wie viel Abstand zu Hindernissen verbleibt.
Vollhybrid mit rund 240 PS Systemleistung
Angetrieben wird der Haval H6 ausschließlich von einem Vollhybridsystem, das einen 1,5-Liter-Vierzylinder-Benziner mit 150 PS mit einem Elektromotor kombiniert. Daraus ergibt sich eine Systemleistung von rund 240 PS bei etwa 350 Nm Drehmoment.
Das System arbeitet automatisch im Hintergrund und wechselt selbstständig zwischen rein elektrischem Betrieb, seriellem Hybridbetrieb und kombiniertem Betrieb. Für den Fahrer erfolgt dieser Wechsel unbemerkt.
Zusätzlich kommt ein Zweigang-Getriebe zum Einsatz, das zwischen Stadt- und Überlandbetrieb unterscheidet. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei rund 175 km/h.

Komfortorientiertes Fahrwerk mit alltagstauglicher Abstimmung
Das Fahrwerk ist klar auf Komfort ausgelegt. Adaptive Dämpfer sind nicht verfügbar, im Alltag passt die Abstimmung jedoch gut zum Fahrzeugcharakter. Die Lenkung arbeitet leichtgängig und sorgt zusammen mit der erhöhten Sitzposition für eine gute Übersicht, besonders im Stadtverkehr.
Die Hybridbatterie mit rund 2 kWh Kapazität lädt sich während der Fahrt automatisch wieder auf.
Umfangreiche Assistenzsysteme bereits serienmäßig
Bereits in der Premium-Version stehen zahlreiche Assistenzsysteme serienmäßig zur Verfügung. Dazu gehören unter anderem Adaptive Cruise Control, Verkehrszeichenerkennung sowie eine 360-Grad-Kamera.
Ein aktiver Spurhalteassistent mit Lenkeingriff scheint dagegen nicht vorhanden zu sein. Stattdessen erfolgt lediglich ein Eingriff beim Verlassen der Spur. Im Alltag fällt außerdem auf, dass Warnmeldungen teilweise relativ häufig erscheinen können.

Verbrauch im Alltag und attraktive Preispositionierung
Im Test lag der Verbrauch zwischen 7,6 und 8 Litern pro 100 Kilometer im Alltag. Bei dauerhaft hoher Geschwindigkeit steigt der Verbrauch auf rund 10 Liter. Mit einem Tankvolumen von über 60 Litern sind Reichweiten von rund 750 Kilometern möglich.
Preislich startet der Haval H6 bei rund 32.000 Euro. Bereits hier sind wichtige Assistenzsysteme und Komfortfeatures enthalten. Die Luxury-Version liegt bei etwa 34.600 Euro und bietet nahezu Vollausstattung. Damit positioniert sich der Haval H6 als komfortabler Vollhybrid-SUV mit umfangreicher Serienausstattung und besonders einfacher Konfigurationsstruktur.
Dieser Text ist auf der Basis unseres YouTube Videos mit einer automatischen Transkription entstanden.
