Mit dem neuen Kia EV2 bringt der Hersteller ein kompaktes Elektro-SUV ins B-Segment, das überraschend viel Technik aus den größeren EV-Modellen übernimmt. Besonders interessant: Trotz City-Car-Abmessungen orientiert sich der EV2 bei Ausstattung und Bedienkonzept stark an Fahrzeugen wie EV6 oder EV9. Wir sind die Version mit kleinem Akku gefahren und schauen uns Technik, Verbrauch und Alltagstauglichkeit genauer an.
Schon beim ersten Eindruck wird klar: Der Kia EV2 will mehr sein als nur ein klassisches Stadtauto. Er kommt früher auf den Markt als vergleichbare Modelle wie etwa ein zukünftiger VW ID. Cross und bringt bereits serienmäßig viele Funktionen mit, die sonst erst in höheren Fahrzeugklassen zu finden sind.
Kompakte Maße mit überraschend viel Ausstattung
Optisch bleibt der EV2 typisch Kia. In der getesteten Ausstattung Earth S sind LED-Scheinwerfer inklusive Fernlichtassistent serienmäßig vorhanden. Matrix-LED gibt es allerdings nicht – was in dieser Fahrzeugklasse auch nicht ungewöhnlich ist.
Die optionalen 18-Zoll-Felgen sind Bestandteil eines Designpakets. Die GT-Line mit zusätzlicher Ausstattung folgt später.
Ein Highlight des EV2 ist die umfangreiche Serienausstattung. Viele Funktionen kennt man sonst eher aus dem deutlich größeren EV9. Dazu zählen unter anderem:
- Digital Key
- Remote-Parkfunktion per Schlüssel
- Connected Navigation System
- 360-Grad-Kamera
- Lenkradheizung
- Sitzheizung
- optional Sitzlüftung
Gerade für ein Fahrzeug im B-Segment ist dieses Technikniveau bemerkenswert.
Variabler Innenraum mit verschiebbarer Rückbank
Im Innenraum zeigt sich der EV2 überraschend flexibel. Besonders praktisch ist die verschiebbare Rückbank, die für rund 300 Euro erhältlich ist.
Je nach Sitzposition stehen unterschiedliche Ladevolumen zur Verfügung:
- 362 Liter bei hinterer Sitzposition
- 403 Liter bei vorgeschobener Rückbank
- über 1.200 Liter bei umgelegten Sitzen
Damit bleibt der EV2 zwar kein Raumwunder wie größere SUV-Modelle, bietet aber eine sehr flexible Nutzung im Alltag.
Die Anhängelast beträgt bis zu 750 Kilogramm.
In der Basisversion ist der EV2 zunächst als Viersitzer ausgelegt. Mit entsprechenden Optionen lässt sich die Sitzkonfiguration erweitern.

Bedienkonzept mit Technik aus EV6 und EV9
Beim Bedienkonzept orientiert sich der EV2 stark an größeren Kia-Modellen. Das neue Connected Navigation System bringt große Displays und moderne Konnektivitätsfunktionen erstmals auch in diese Fahrzeugklasse.
Ein Head-up-Display gibt es allerdings nicht – was im B-Segment nachvollziehbar ist.
Dafür bietet der EV2:
- Apple CarPlay
- 360-Grad-Kamera
- konfigurierbare Infotainmentstruktur
- klassische Tasten für wichtige Funktionen
- USB-C-Anschlüsse (bis zu 100 Watt in der GT-Line)
Besonders auffällig: Selbst Komfortfeatures wie Lenkradheizung oder Sitzlüftung sind verfügbar.

Kleiner Akku mit realistischem Verbrauch
Gefahren wurde die Version mit kleinem Akku und 108 kW Leistung beziehungsweise 146 PS sowie 250 Nm Drehmoment.
Die Batterie bietet:
- 42,2 kWh brutto
- rund 300 km Reichweite laut Hersteller
- etwa 256 km realistische Anzeige im Testbetrieb
- bis zu 350 km bei sehr effizienter Fahrweise möglich
Der gemessene Verbrauch lag zwischen:
- 16,4 kWh/100 km aktuell
- rund 18 kWh/100 km seit letzter Ladung
Damit bewegt sich der EV2 auf einem für diese Klasse sehr guten Niveau.
Geladen wird serienmäßig mit 11 kW AC, optional sind 22 kW möglich. DC-Schnellladen erfolgt mit bis zu 120 kW.
Mit größerem Akku sind später Reichweiten von bis zu 450 Kilometern möglich.

Assistenzsysteme bereits in der Basis umfangreich
Bereits die Basisversion bietet eine aktive Spurführung. Erweiterte Funktionen wie Tempolimitübernahme oder Spurwechselassistenz sind Bestandteil des Highway Assist 2.0 im Technologiepaket.
Verbessert wurde außerdem die Ablenkungswarnung, die jetzt weniger störend arbeitet als bisher.
Im Alltag fährt sich der EV2 angenehm ruhig. Gerade im Stadtverkehr passt die Leistung sehr gut zum Fahrzeugkonzept.
Preis und Marktposition
Der Kia EV2 startet bei etwa 26.000 Euro. Mit zusätzlichen Paketen steigt der Preis schnell auf über 35.000 Euro.
Dafür bietet das Fahrzeug bereits viele Komfort- und Technikfeatures, die sonst erst in höheren Klassen verfügbar sind.
Wie bei Kia üblich gibt es:
- 7 Jahre Fahrzeuggarantie
- 8 Jahre Batteriegarantie
Produziert wird der EV2 in der Slowakei gemeinsam mit dem EV4.
Damit positioniert sich der EV2 als technisch sehr umfangreich ausgestattetes Elektro-SUV im B-Segment und als interessante Alternative zu kommenden Modellen wie VW ID. Cross, Škoda Epiq oder Cupra Raval.
Dieser Text ist auf der Basis unseres YouTube Videos mit einer automatischen Transkription entstanden.
