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Škoda Peaq Test: Größer als Kodiaq, mehr Luxus, neue Technik

Mit dem neuen Škoda Peaq bringt der Hersteller erstmals ein großes elektrisches SUV oberhalb des Enyaq. Das Modell positioniert sich deutlich näher an der Oberklasse und soll mit viel Platz, moderner Technik und neuen Komfortfeatures überzeugen. Wir konnten den Peaq bereits vor der offiziellen Premiere im Rahmen eines frühen Coverdrives erleben und zeigen erste Details.


Schon auf den ersten Blick wird klar: Der Peaq ist ein großes Fahrzeug. Er ist rund 11 Zentimeter länger als ein Škoda Kodiaq und sogar etwa zwei Zentimeter höher. Gleichzeitig wächst der Radstand um rund 16 Zentimeter. Trotz dieser Dimensionen wirkt das Fahrzeug durch die durchgehende Glasfläche und die neue Designsprache weniger wuchtig als erwartet.

  

Neue Designsprache mit Matrix-LED und versenkbaren Türgriffen

Optisch orientiert sich der Peaq stark an der aktuellen Škoda Designsprache, wie man sie bereits vom Epiq kennt. Besonders auffällig sind die schmalen Matrix-LED-Scheinwerfer mit T-Signatur und 18 einzelnen Segmenten. Insgesamt wirkt die Front moderner und hochwertiger als bei bisherigen SUV-Modellen der Marke.

Auch die Materialien hinterlassen einen hochwertigen Eindruck. Viele Bereiche sind lackiert statt mit Kunststoff verkleidet. Dadurch wirkt das Fahrzeug insgesamt deutlich edler.

Ein besonderes Detail sind die versenkbaren Türgriffe. Sie fahren elektrisch aus, bleiben dabei flexibel gelagert und sollen sogar bei Vereisung mithilfe einer sogenannten Hammerfunktion das Eis lösen können. Laut Škoda handelt es sich dabei allerdings eher um ein Designfeature als um einen aerodynamischen Vorteil.

Siebensitzer-Option und viel Platz im Innenraum

Der neue Peaq wird optional als Siebensitzer erhältlich sein. Die beiden hintersten Plätze sind als Kindernotsitze ausgelegt, bieten aber zusätzliche Flexibilität im Alltag.

Beim Ladevolumen zeigt sich der Größenunterschied zum Kodiaq deutlich. Bereits mit umgelegter dritter Sitzreihe stehen rund 935 Liter zur Verfügung. Beim Kodiaq sind es im Vergleich etwa 835 Liter. Sind alle Sitze aufgestellt, bleiben immer noch etwa 300 Liter Kofferraumvolumen übrig.

Auch im Fond bietet der Peaq sehr viel Platz. Selbst bei einer Körpergröße von 1,92 Metern bleibt ausreichend Bein- und Kopffreiheit vorhanden.

Großes Panoramadach und neue Komfortfeatures

Ein Highlight im Innenraum ist das große PDLC-Panoramadach mit zwei Segmenten. Ein solches Dach gab es bislang bei Škoda noch nicht. Es überspannt sogar die hinteren Sitzbereiche und sorgt damit für ein besonders luftiges Raumgefühl.

Dazu kommen neue Komfortdetails wie zusätzliche Klimazonen im Fond, elektronische Türöffnungen und hochwertige Materialien der Lodge-Ausstattungslinie.

Auch im Heck zeigt sich der neue Anspruch: Boarding-Spots in der Heckklappe, neue T-Rückleuchten und separate Rückfahrlichter links und rechts verbessern sowohl Optik als auch Funktionalität.

Neues Infotainment mit Android-Basis

Im Cockpit kommt ein komplett neues Bedienkonzept zum Einsatz. Das vertikal angeordnete Infotainmentdisplay misst etwa 13 Zoll und basiert erstmals auf einem Android-System. Bereits beim ersten Eindruck funktionierte es erstaunlich flüssig.

Trotz Digitalisierung bleibt Škoda seiner Linie treu und integriert weiterhin physische Bedienelemente für wichtige Funktionen wie Lautstärke oder Klimasteuerung.

Ergänzt wird das System durch ein 10,25-Zoll-Driver-Display sowie ein Augmented-Reality-Head-up-Display.

Weitere neue Features sind unter anderem:

  • Digital Key für Apple und Android
  • Chat Wiper mit integrierter Scheibenwaschfunktion
  • Transparent Bonnet Funktion beim Rangieren
  • Vehicle-to-Load Funktion

Große Batterie und über 600 Kilometer Reichweite

Der Peaq basiert auf einer großen MEB-Plattformvariante zwischen Enyaq und Audi Q6. Angeboten werden mehrere Batterieversionen.

Die Einstiegsversion nutzt eine 63-kWh-Batterie. Darüber positioniert sich die getestete Variante mit rund 91 kWh brutto beziehungsweise etwa 88 kWh netto.

Geladen werden soll mit bis zu 195 kW, laut Škoda sind sogar rund 200 kW möglich.

Die Leistungsstufen im Überblick:

  • 150 kW (ca. 210 PS)
  • 210 kW (ca. 285 PS)
  • 220 kW mit Allradantrieb

Die Variante mit 285 PS beschleunigt in rund 7,1 Sekunden auf 100 km/h. Mit Allrad sind es etwa 6,7 Sekunden.

Die beiden großen Batterieversionen sollen eine Reichweite von über 600 Kilometern ermöglichen.

Travel Assist 3.0 und neue Assistenzsysteme

Trotz früher Entwicklungsphase zeigt der Peaq bereits eine umfangreiche Assistenzpalette. Dazu gehören unter anderem:

  • Travel Assist 3.0
  • Emergency Assist 3.6
  • Fahrradfahrerwarnung
  • Ampelassistenz

Im ersten Eindruck arbeitet insbesondere der Travel Assist sehr ruhig und komfortabel.

Der Wendekreis liegt bei der Heckantriebsversion sogar unter zehn Metern und fällt damit für ein Fahrzeug dieser Größe überraschend kompakt aus.

Preis und Marktposition

Škoda plant den Einstiegspreis bei etwa 60.000 Euro. Damit positioniert sich der Peaq unter anderem gegenüber Konkurrenzmodellen wie Kia EV9 oder Hyundai Ioniq 9.

Zusätzliche Komfortfeatures wie Relax-Seats sollen später ebenfalls verfügbar sein.

Insgesamt zeigt sich bereits jetzt: Der Peaq wird das bislang technisch umfangreichste Elektro-SUV der Marke.

Dieser Text ist auf der Basis unseres YouTube Videos mit einer automatischen Transkription entstanden.

Über den Autor

Matthias Luft

Autor Matthias Luft faszinieren effiziente Motoren, moderne Designs und die neusten Fahrerassistenzsysteme.

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