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VW Grand California 2026 Test: Camping im Regen zeigt Stärken des großen California

Der VW Grand California gehört zu den größten Campern im California-Portfolio und richtet sich an alle, die möglichst viel Komfort auf Reisen suchen. Wir haben das Modelljahr 2026 zwei Nächte lang beim Camping in Spanien getestet – bei Regen, niedrigen Temperaturen und echten Alltagsbedingungen.


Camping-Alltagstest bei schlechtem Wetter

Für unseren Test ging es nach Andalusien, wo wir bewusst zwei Nächte unter realistischen Campingbedingungen verbracht haben. Statt Sonnenschein erwarteten uns Temperaturen bis runter auf etwa 4 Grad in der Nacht sowie Regen. Genau diese Bedingungen sind aber interessant, um zu sehen, wie alltagstauglich der Grand California wirklich ist.

Unterwegs waren wir mit der 6-Meter-Version, also dem Grand California 600 mit Frontantrieb. Allrad wäre zwar möglich, würde aber das Gesamtgewicht über 3,5 Tonnen bringen. Damit wäre das Fahrzeug mit einem normalen Führerschein der Klasse B nicht mehr fahrbar.

Gerade dieses Gewichtslimit ist ein wichtiger Punkt bei der Konfiguration, denn zusätzliche Ausstattung kann schnell dazu führen, dass diese Grenze überschritten wird.

Kleine Updates im Modelljahr 2026

Beim Modelljahr 2026 gibt es nur kleinere Änderungen, die aber im Alltag durchaus sinnvoll sein können. Dazu gehört beispielsweise eine neue Befestigungsmöglichkeit für den Campingtisch, der jetzt unten verstaut werden kann. Dadurch muss er nicht mehr aufwendig im Bettbereich untergebracht werden.

Außerdem lässt sich der Tisch jetzt auch außen am Fahrzeug nutzen, wodurch sich der Wohnbereich bei gutem Wetter erweitern lässt.

Im Innenraum fallen kleine Detailverbesserungen auf. Dazu gehört ein neues Bambus-Dekor, das den Innenraum etwas wohnlicher wirken lassen soll. Auch der Boden wurde überarbeitet und einige Bedienelemente sind jetzt in Schwarz ausgeführt.

Praktisch ist auch, dass zusätzliche Netze in den Staufächern verbaut wurden. Dadurch fällt der Inhalt beim Öffnen nicht mehr so leicht heraus.

Mehr Platz durch neue Details im Innenraum

Eine sinnvolle Änderung ist auch die elektrische Handbremse, die Platz spart und das Durchgehen zwischen Fahrerbereich und Wohnraum erleichtert. Gleichzeitig lassen sich die drehbaren Vordersitze dadurch einfacher nutzen.

Da wir ohne das optionale Kinderbett unterwegs waren, ergab sich zusätzlicher Stauraum. Gerade für Reisen zu zweit ist das ein praktischer Vorteil.

Verbesserungen gibt es auch bei der Bedienung des Kühlschranks, der jetzt über die Camping Unit gesteuert wird. Ansonsten bleibt das bekannte Konzept mit Kühlfach und kleinem Gefrierfach erhalten.

Neu ist außerdem eine Startzeitvorwahl für die Heizung. Bei unserem Test haben wir bei Außentemperaturen von etwa 8 Grad den Innenraum auf etwa 20 Grad geheizt und nachts auf rund 18 bis 19 Grad abgesenkt. Die Dieselheizung arbeitete dabei angenehm leise.

App-Steuerung als praktisches Feature

Im Alltag als besonders praktisch erwies sich die California App. Sie ermöglicht die Steuerung vieler Funktionen direkt per Smartphone über Bluetooth, solange man sich in Fahrzeugnähe befindet.

So lassen sich beispielsweise Lichtstimmungen einstellen oder die Temperatur anpassen. Auch eine Wecklichtfunktion ist vorhanden. Besonders praktisch ist die Möglichkeit, vom Bett aus Licht und Heizung zu steuern.

Positiv ist außerdem, dass die Nutzung der App inzwischen kostenlos möglich ist.

Schlafkomfort und Alltagstauglichkeit

Der Schlafkomfort im Grand California überzeugte im Test. Die rund 140 Zentimeter breite Liegefläche bietet ausreichend Platz für zwei Personen. Selbst bei unserer Körpergröße war bequemes Liegen problemlos möglich.

Die Standheizung arbeitet nach dem bekannten Prinzip: Sie heizt etwas über die eingestellte Temperatur hinaus, schaltet sich dann ab und startet wieder, sobald die Temperatur etwas absinkt. Dabei ist sie nachts nur als leises Summen wahrnehmbar.

Auch das Warmwasser stand schnell zur Verfügung und blieb konstant warm. Die Nasszelle bietet grundsätzlich ausreichend Platz, auch wenn es bei der Nutzung naturgemäß etwas enger wird.

Assistenzsysteme und Fahreindruck

Auf längeren Autobahnfahrten konnten wir auch den aktuellen Travel Assist testen. Dieser hält zuverlässig die Spur, kann Tempolimits berücksichtigen und unterstützt bei Bedarf auch beim Abstandhalten.

Neu ist, dass sich verschiedene Modi auswählen lassen, also etwa nur Tempomat, ACC oder der komplette Travel Assist. Damit lässt sich das System individuell anpassen.

Als Antrieb kommt weiterhin der bekannte 2.0 TDI mit 163 PS und Achtgang-Automatik zum Einsatz. Die Leistung reicht für entspanntes Reisen aus, auch wenn der Fokus klar auf Komfort und nicht auf Sportlichkeit liegt.

Preis auf Premium-Niveau

Preislich bewegt sich der Grand California klar im oberen Segment. Unser Testfahrzeug kam auf rund 105.000 Euro. Je nach Ausstattung kann dieser Preis noch weiter steigen.

Wichtig ist dabei, genau zu überlegen, welche Optionen wirklich notwendig sind, da zusätzliche Ausstattung nicht nur den Preis, sondern auch das Fahrzeuggewicht erhöht.

Fazit nach zwei Tagen Camping

Nach zwei verregneten Tagen bleibt ein positives Fazit. Der Grand California bietet viel Komfort, eine durchdachte Ausstattung und eignet sich besonders für alle, die ein möglichst autarkes Camping-Erlebnis suchen.

Trotz seiner Größe muss man im Alltag allerdings mit Einschränkungen rechnen, etwa bei Parkhäusern oder engen Parkplätzen. Dafür bekommt man aber ein sehr komfortables Reisefahrzeug mit viel Platz und guter Ausstattung.

 

Dieser Text ist auf der Basis unseres YouTube Videos mit einer automatischen Transkription entstanden.

 

Über den Autor

Matthias Luft

Autor Matthias Luft faszinieren effiziente Motoren, moderne Designs und die neusten Fahrerassistenzsysteme.

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