Mit dem neuen Cupra Raval bringt Cupra ein besonders sportlich positioniertes Einstiegsmodell auf Basis der neuen MEB-Plus-Plattform an den Start. Technisch eng verwandt mit dem VW ID Polo und dem Skoda Epiq, setzt der Raval stärker auf Design, Fahrwerksabstimmung und zusätzliche Ausstattungsdetails. Wir konnten uns das Fahrzeug bereits ausführlich anschauen und zeigen, was ihn vom Plattform-Bruder unterscheidet.
Eigenständiges Design mit klarer Cupra-DNA
Schon auf den ersten Blick wird klar: Der Cupra Raval will sich optisch deutlich vom ID Polo unterscheiden. Statt einer eher runden Formensprache setzt Cupra auf kantige Linien, eine aggressive Frontgestaltung und eine besonders flache Scheinwerfergrafik. Trotz der markanten Optik soll der Raval laut Hersteller sogar den bislang besten cw-Wert eines Cupra-Modells erreichen.
In der gezeigten Extreme-Variante fallen statt kupferfarbener Details grüne Akzente auf. Grundsätzlich gilt jedoch: Die bekannten Kupfer-Elemente bleiben typisch für Cupra und werden je nach Ausstattung weiterhin verfügbar sein. Auch das beleuchtete Logo an Front und Heck ist möglich – allerdings voraussichtlich nur in Verbindung mit Matrix-Scheinwerfern.
Interessant: Der Raval ist rund zwei Zentimeter flacher und etwa drei Zentimeter schmaler als der ID Polo, bleibt in der Länge jedoch nahezu identisch. Zusätzlich sitzt das Fahrwerk serienmäßig rund 15 Millimeter tiefer als bei anderen Fahrzeugen auf derselben Plattform.

Praktischer Kofferraum trotz kompakter Maße
Beim Kofferraumvolumen liegt der Cupra Raval mit 430 Litern unter dem Wert des ID Polo, der auf 490 Liter kommt. Dennoch wirkt der Gepäckraum alltagstauglich dimensioniert.
Besonders interessant ist der zusätzliche Stauraum unter dem Ladeboden. Da sich im Heck kein Elektromotor befindet und dort auch keine Batterie verbaut ist, entsteht zusätzlicher Platz. Optional sitzt dort sogar ein Subwoofer des verfügbaren Sennheiser-Soundsystems.

Innenraum mit sportlicher Ausrichtung
Im Innenraum zeigt sich der Cupra Raval typisch markenorientiert. Serienmäßig gibt es Sportsitze, optional stehen besonders sportliche Cup-Bucket-Seats zur Verfügung. Diese wirken optisch hochwertig, schränken jedoch den Platz im Fond etwas ein.
Generell zeigt sich: Auf der Rückbank geht es eher kompakt zu. Für längere Reisen mit fünf Personen ist der Raval daher weniger gedacht, im Alltag eines Elektro-Kleinwagens bleibt das Platzangebot aber typisch für das Segment.
Positiv fällt das Cockpit auf. Hier setzt Cupra weiterhin auf ein klassisches Lenkrad ohne Touchflächen. Ergänzt wird das durch ein 10-Zoll-Infotainment-Display und eine übersichtliche Mittelkonsole mit echten Bedienelementen und praktischen Ablagen.
Ein Highlight ist die sogenannte Enhanced Interaction Light-Leiste im Armaturenbrett. Diese Lichtleiste unterstützt den Fahrer beispielsweise mit Warnhinweisen oder Informationen aus Assistenzsystemen und ergänzt das Ambientelicht im Innenraum.

Moderne Infotainment- und Streamingfunktionen
Das Infotainment basiert auf dem bekannten Konzernsystem, wurde jedoch optisch stärker an das Cupra-Design angepasst. Neu ist unter anderem die Möglichkeit zum Media-Streaming direkt über das Fahrzeugdisplay. So lassen sich beispielsweise Online-Inhalte wie YouTube in überraschend guter Qualität wiedergeben.
Auch das Sennheiser-Soundsystem mit insgesamt 13 Lautsprechern und Subwoofer ist optional erhältlich und passt gut zum sportlichen Anspruch des Fahrzeugs.
Viele Assistenzsysteme serienmäßig und optional verfügbar
Besonders interessant ist die umfangreiche Assistenztechnik. Der Cupra Raval dürfte innerhalb der Marke eines der Fahrzeuge mit der größten Anzahl moderner Fahrerassistenzsysteme werden.
Optional verfügbar sind unter anderem:
Travel Assist 3.0
Stoppschilderkennung
Ampelerkennung
Emergency Assist
Front Assist
Remote Parking
Damit übernimmt der Raval zahlreiche Funktionen aus größeren Konzernmodellen.

Motoren, Batterien und Reichweite
Beim Antrieb setzt Cupra vollständig auf bekannte Komponenten der MEB-Plus-Plattform. Angeboten werden mehrere Leistungsstufen:
116 PS
135 PS
211 PS
226 PS
Die kleineren Varianten nutzen eine 37-kWh-LFP-Batterie. Darüber positionieren sich Modelle mit größerem Akku und mehr Leistung.
Laut Hersteller erreicht die Version mit 226 PS rund 400 Kilometer Reichweite. Die Variante mit 211 PS soll sogar bis zu 450 Kilometer schaffen.
Geladen wird mit bis zu 90 beziehungsweise 130 kW DC sowie mit 11 kW AC zu Hause.
Vier Ausstattungslinien geplant
Geplant sind mehrere Varianten:
Raval
Raval Plus
Endurance
VZ
Die Topversion VZ bietet zusätzlich unter anderem optional adaptive DCC-Dämpfer und eine breitere Spur.
Preislich soll der Cupra Raval bei rund 26.000 Euro starten und wird im spanischen Werk Martorell produziert. Auch die Batterie stammt aus der Region Valencia.
Dieser Text ist auf der Basis unseres YouTube Videos mit einer automatischen Transkription entstanden.
