Fahrberichte Lada

1.000 km Testfahrt mit dem Lada Vesta SW

Unser Autor Chris ist zum ersten Mal Lada gefahren. Statt einer kurzen Runde um den Block ging es aber direkt rund 1.000 Kilometer von Nordbayern nach Innsbruck. Chris hat den Lada bis hoch ins Kühtai gescheucht, zahlreiche schöne Landstraßen mit ihm befahren und reichlich Kilometer auf der Autobahn zurückgelegt. Mitgebracht hat er von der Testfahrt seine top Gründe für und gegen den neuen Lada Vesta SW. Gefahren wurde übrigens ein Vesta SW in der Ausstattungsvariante “Luxus” mit manuellem 5-Gang Getriebe.


Das MuFu-Lenkrad lässt sich gut und intuitiv bedienen, das Navigationssystem leider nicht

Pro
Contra
+ großes Ladevolumen, problemloser Transport eines Fahrrads inkl. Zubehör und mehreren Reisetaschen und Rucksäcken- Fahrverhalten ab ca. 110 km/h: Starke Vibrationen im gesamten Fahrwerk und Übertragung der Vibrationen auf das Lenkrad, unangenehm auf längeren Fahrten
+ Bedienbarkeit des Tempomats über das Multifunktionslenkrad sehr einfach und intuitiv- Navigationssystem funktioniert nicht! Im Vergleich mit Google Maps und Garmin Navigation liefert das Lada-Navi immer Routen mit einer Abweichung von teilweise mehr als 45 Minuten. Hinweise & Audioausgabe sind schlecht übersetzt, Zahlen ab 21 werden nicht korrekt angesagt. Bedienung nicht intuitiv möglich, Touchscreen sehr reaktionsschwach
+ Lichtautomatik funktioniert problemlos, Tunnel werden sicher erkannt und Abblendlicht wird automatisch eingeschaltet- Lüftung sehr laut und Klimaautomatik funktioniert nur bedingt. Gefühlt kein Temperaturunterschied zwischen 21°C und 24°C. Lüftungsdüsen lassen sich nur bedingt regeln. Gebläse übertönt auf mittlerer Stufe im Stand den Motor deutlich.
+ Rückfahrkamera und Parksensoren funktionieren sehr gut. Spurführung und Abstand visuell gut dargestellt und vertraubar, Grafik schärfer und kontraststärker als bei vielen Mitbewerbern- Radioempfang sehr schlecht. Keine automatische Sendersuche nach Signalverlust. (Radio über Multifunktionslenkrad einstellbar, sowohl laut/leise als auch Sendersuche möglich). In vielen Menüs Anzeige der Frequenz statt des Namens - das fühlt sich an wie 1990.
+ Multifunktionslenkrad und Anordnung der Tasten, alle Tasten für Tempomat, Radio, Freisprecheinrichtung (bei bestehender Bluetooth Verbindung mit dem Smartphone) leicht zu erreichen, ohne die Hände vom Lenkrad nehmen zu müssen (anders als bei vielen Mitbewerbern wie etwa Citroën)- sehr hoher Verbrauch von 8,9 Litern pro 100 km trotz häufiger Verwendung des Tempomats und keinen extremen Fahrmanövern (Autobahn max. 140 km/h.)

Nur in der Ausstattung “Luxus”: Kühlergrill in Klavierlack-Optik

 

Lada Vesta SW (Kombi)

Leistung/Drehmoment 78 kW (106 PS) / 148 Nm
Getriebe5-Gang
AntriebFrontantrieb
0-100 km/h12,4 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit180 km/h
Leergewicht1.310 kg
Verbrauch angegeben (NEFZ)6,9 Liter / 100 Km
Kofferraumvolumen / umgeklappt480 L
Einstiegspreis (SW)12.990 €
Testwagenpreisca. 16.250 €

 

 

Über den Autor

Christoph Argauer

Autor Christoph Argauer studierte Automotive und Mechatronik an der Universität Bayreuth. Noch lieber als per Auto ist er in seiner Freizeit auf zwei Rädern unterwegs!

4 Kommentare

  • Hallo Herr Argauer. Ein guter Artikel über den Lader. Tolle Spritztour. Die Daten sind interessant weil ich mir stets für die Reichweiten interessiere.

  • Habe den Vesta im April als Limosine (Luxus) gekauft. Fahre im vergleich noch Fiat Tipo.
    Bisher 5000 KM gefahren. Verbrauch max.6.5l. Im Vergleich zum Fiat das bessere Auto.
    Einziges Manko das Navi. Würde den Vesta sofort wieder kaufen.

  • Hallo ersteinmal ! ich fahre den Vesta Cross jetzt 30 000 Km . Keine Probleme . Es ist kein Rennauto , wer soetwas für den Preis erwartet – na ja – jedem das seine . Es stimmt , das Navi ist mehr als gewöhnungsbedürftig – wenn man es einmal gefressen hat gehts so . Über Längen und Breitengrade zu navigieren ist aussichtslos . Am besten , im Kofferraum ist noch ein kleines Navi zur Hilfe . Das ist der einzige Minuspunkt . Es ist eben kein Oberklassewagen für den Preis zu haben . Als ,, Pempers – Bomber ,, für eine Familie aber sehr gut – Platzangebot super – warum muß die hintere Sitzbank verschoben werden ? – die Kofferklappe per Fuß geöffnet werden ? . Für mich nur Dinge , die viel Geld kosten und natürlich auch reparaturen – wenn ich ein Konzert hören möchte , dann doch nicht im Auto – da sollten die Augen doch wohl besser auf die Straßen gerichtet sein ,denke ich . Und die Bodenfreiheit ist ja auch nicht zu verachten bei unseren Straßen und Baustellen . Ich würde das Auto noch einmal kaufen – dann allerdings als ,, Automatik ,, – der Bequwemlichkeit geschuldet . Gruß an die , die Ihn schon fahren .

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