So testet Seat Fahrzeugteile unter Dauerbelastung

seat ateca offroad

Wie wird eigentlich ein neues Modell auf Serienreife getestet? Neben Testfahrten der Ingenieure zur Abstimmung des Fahrwerks und des Motors sind Dauertests in Sachen Alltagsbelastung mindestens genau so wichtig:


Bevor ein Seat zum Händler gelangt, werden etwa die Türen 30.000 Mal geschlossen, die Sitzpolster und Rückenlehnen 20.000 Mal belastet und jede Steuertaste 5.000 Mal gedrückt. Das geschieht nicht manuell, sondern auf speziellen Prüfstanden, die diese Dauerbelastung simulieren. Was ein Auto oft über viele Jahre durchmachen muss, wird hier in kurzer Zeit simuliert. Seat zeigt einen kurzen Einblick in diese Dauertests im Video:

Sehr viel Zeit fließt auch in die Eprobung der tatsächlichen Fahreigenschaften: So brettern zahlreiche Ingenieure im Jahr mehr als 1,2 Millionen Kilometer durch hartes Gelände. Alle Bauteile müssen schließlich sowohl unserem gemäßigtem Klima als auch dem eisigen Russland oder 50 Grad Hitze der marokkanischen Wüste standhalten. Im Rahmen von holprigen Offroadfahrten gehört es natürlich auch dazu, die Sitze jeweisl mit 20.000 Reibbewegungen zu belasten, die unter anderem ein Ein- und Aussteigen simulieren – was allerdings maschinell durchgeführt wird.

seat leon xperience

Schon drei Jahre vor der Einführung eines Modells werden am Prototypen alle Tasten rund 5.000 Mal betätigt sowie die Türen und der Kofferraum 30.000 Mal geschlossen. Der intensivste Test sind wohl die vielen Tausend Test-Kilometer auf verschiedenen Untergründen, die sicherstellen sollen, dass ein neuer Leon auch nach 80.000 Kilometern nicht an manchen Stellen anfängt zu klappern. Insgesamt legen die Seat-Testfahrer so im Jahr rund zwei Millionen Kilometer auf Teststrecken zurück.

Fotos: Matthias Luft

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