News

Saphe Drive Pro: Besser als der Saphe Mini?

Wer vor dem Kauf eines neuen iPhones, iPads oder Macs steht hat die Wahl: „Normal“ oder „Pro“? Scheinbar hat man sich im Hause Saphe von dieser Strategie inspirieren lassen, denn auch den Saphe Verkehrswarner gibt es jetzt als ‚Saphe Drive Pro‘. Lohnt sich der Kauf im Vergleich zum kleinen Bruder ‘Saphe Drive Mini‘? Wir haben es über mehrere tausend Kilometer ausprobiert.

Saphe Drive Pro: Größeres Display, genauere Daten

Zu den harten Fakten: Der neue Drive Pro wächst im Vergleich zum Mini deutlich und bietet entsprechend ein 1,54“ großes Farbdisplay. Im Vergleich zum kleinen Bruder ist dieses zudem immer aktiv und zeigt die aktuelle Geschwindigkeit, welche via GPS des verbundenen Smartphones ermittelt wird. Über eigene GPS-Hardware oder ein Mobilfunkmodul verfügt der Drive Pro nicht. Gefahrenstellen und Blitzer zeigt der Drive Pro Bedarf zusätzlich und – jetzt neu – mit einer konkreten Angabe der Entfernung in Metern an. Der Saphe Drive Mini zeigt die Entfernung dagegen nur mit einem sich langsam füllenden Balken an. Ansonsten bleibt das Bedienkonzept unverändert. Das große Display steht dem Saphe gut und die ‚echte‘ GPS-Geschwindigkeit ist ein netter Bonus. Allerdings ist der Saphe Drive Pro auch deutlich klobiger und auffälliger.

Saphe Drive Pro Stauwarnung

Der Saphe Drive Mini zeigt die aktuelle, mittels GPS bestimmte Geschwindigkeit permanent an. Warnungen werden in der oberen Bildschirmhälfte angezeigt.

Leider nur im Abo

Nun zum Manko des Saphe Drive Pro. Zwar ist der Anschaffungspreis mit 39,95€ im Saphe-Shop überraschenderweise niedriger als der des Drive Mini (69,95€). Allerdings lässt sich der Drive Pro nur mit einem aktiven Abo nutzen, das mit monatlich 2,99€ zu Buche schlägt. Alternativ lässt sich auch eine Jahreslizenz für knapp 30€ buchen. Das heißt, dass der Drive Pro ab dem zweiten Jahr teurer im Unterhalt ist, als der Drive Mini. Denn für die Nutzung des Drive Mini ist (bisher) kein Abo notwendig.

Was bekommt man für sein Geld? Mit aktivem Abonnement wird die Navigationsfunktion in Android Auto und Apple Carplay freigeschaltet, das heißt wer sein Smartphone mit dem Infotainmentsystem des Fahrzeugs verbindet kann direkt in der Saphe-App navigieren. Blitzer und Verkehrswarnungen werden dann direkt in der Karte angezeigt. Im Test funktioniert die Saphe-Navigation problemlos, erreicht allerdings in Sachen geschätzte Ankunftszeit und Bedienung nicht das Niveau der (kostenlosen) Google-Alternative. Hier kann Saphe in Zukunft aber über App-Updates noch nachbesern. Zudem werden Warnungen als Zugabe auch ohne aktive Navigation als Benachrichtigung in Carplay oder Android Auto angezeigt. Weiterhin verspricht Saphe sämtliche Updates und Funktionserweiterungen für Abonnementen. Ob das im Umkehrschluss heißt, dass manche Geräte in Zukunft keine Updates mehr erhalten können wir allerdings nicht beantworten. Allerdings können auch der Drive Mini und der One+ mit Abo genutzt werden und erhalten dann ebenfalls die Android-Auto sowie Apple-Carplay-Unterstützung in der App.

Saphe Navigation

Mit aktivem ‘Saphe Premium’-Abo wird die Navigationsfunktion in Android-Auto und Apple Carplay freigeschaltet. Vorteil der Saphe-Navigation: Blitzer und Gefahrenstellen erscheinen direkt in der Karte.

Saphe Drive Pro: Gewohnt zuverlässig

Ansonsten funktioniert der Drive Pro genauso unkompliziert wie der Drive Mini. Einsteigen und losfahren, der Saphe Drive Pro verbindet sich automatisch schnell und zuverlässig mit dem Smartphone. Genauso zuverlässig funktioniert die Warnung. Damit die Akkulaufzeit durch das größere Display nicht leidet ist dieser mitgewachsen. Die Akkulaufzeit sollte also für etwa 10000 Kilometer ausreichen. Geladen wird übrigens weiterhin via Micro-USB-Anschluss und nicht (zeitgemäß) mittels USB-C.

Saphe Drive Pro – oder reicht der ‘Mini’?

Mini oder Pro? Wie auch bei Produkten aus dem Hause Apple muss sich der Kunde nun auch bei Saphe entscheiden, ob die „normale“ Version genügt, oder ob es nicht der erweiterte Funktionsumfang des ‚Pro‘ sein soll. Wir haben unseren Drive Mini im letzten Jahr über gut 50000 Kilometer sehr zu schätzen gelernt und sind damit gut (und blitzerfrei) gefahren. Die neuen Funktionen des Pro sind deswegen zwar eine willkommene Ergänzung, insbesondere die präzise Entfernungsangabe in Metern. Ob wir dafür aber permanent 30€ im Jahr ausgeben muss sich noch zeigen. Andererseits kostet Entwicklung von Hard- und Software Geld, weswegen das Abomodell durchaus nachvollziehbar ist. Und wenn man nur ein einziges Mal aufgrund der Pro-Funktionen nicht geblitzt wird hat sich das Abo schon gelohnt (Blitzer 11-15 km/h außerorts: 40€).

Andere Produkte von Saphe haben wir übrigens schon hier verglichen:

Saphe Drive Mini vs. Saphe One+ und Saphe vs. Ooono

Über den Autor

Jonas Braunersreuther

Autor Jonas Braunersreuther interessiert sich von Kindesbeinen an für sportliche Autos und Zweiräder sowie neue Entwicklungen auf dem Automobilmarkt.

Kommentieren...

Mit dem Absenden des Kommentars übermittelten Sie uns Ihren Namen, Ihre E-Mail-Adresse, Ihre IP-Adresse, Ihre URL (sofern angegeben) und Ihren Kommentartext. Gleichzeitig stimmen Sie ausdrücklich der Speicherung und der Veröffentlichung des Kommentars zu. Die Veröffentlichung erfolgt ohne E-Mail- und IP-Adresse. Diese Daten dienen dem Schutz vor Missbrauch der Kommentarfunktion (SPAM) und werden anschließend automatisch gelöscht. Wir behalten uns vor, Kommentare ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.