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Saphe oder Ooono? Vergleich der Verkehrswarner

Vor nicht allzu langer Zeit haben wir bereits in einem Artikel die Verkehrswarner des Herstellers Saphe verglichen. Heute wagen wir den Blick über den Tellerrand und schauen, was die Konkurrenz in Form des ‚Ooono Co-driver no1‘ zu bieten hat.

Saphe vs. Ooono: Haptik & Verarbeitung

Der Ooono Co-driver besteht aus schwarzem Kunststoff. An der Oberfläche ist ein flächenfüllender transparenter Druckknopf verbaut. Die zwei LEDs sind wiederrum unter dem transparenten Druckknopf versteckt, was dem Gerät ein moderne Optik verleiht. Zur Montage im Auto sind auf der Unterseite zudem Klebestreifen vormontiert.

Der Saphe One+ ist wie das Gerät von Ooono aus schwarzem Kunststoff hergestellt, die LED befindet sich in der Mitte des Geräts, die zwei Tasten zum Melden von Gefahren fallen kleiner aus als bei Ooono, sind aber eindeutig beschriftet. Auch beim One+ sind Klebestreifen zur Montage im Fahrzeug vormontiert.

Im Vergleich zu ‚Co-Driver‘ und ‚One+‘ ist baut der Drive Mini etwas dicker. Auch er ist aus Kunststoff gefertig und wie der One+ mit zwei eindeutig beschrifteten Tasten bestückt. Im Lieferumfang sind zwei Halterungen sowie zugehörige Klebestreifen enthalten. Zusätzlichlich lässt sich auf der Homepage von Saphe eine magnetische Halterung zur Montage am Lüftungsgitter erwerben.

Sapghe mit optionaler Halterung für Lüftungsdüsen, Ooono mit Klebestreifen

Die Größe und das Gewicht der drei Verkehrswarner ist in etwa vergleichbar. Auch die Verarbeitung der Geräte ist vergleichbar, scharfe Kanten sucht man hier wie dort vergeblich. Wir empfinden das Design des Ooono Co-driver ein wenig ansprechender, wobei dies natürlich Geschmackssache ist. Objektiv betrachtet liegen beide Hersteller gleichauf.

Bedienung

Die Funktionsweise von Saphe One+ und Ooono Co-driver unterscheidet sich grundsätzlich kaum. Beide Geräte warnen optisch mittels LED und akustisch. Darüber hinaus lassen sich bei beiden Herstellern der Warnzeitpunkt und die Art der Warnung (nur optisch oder optisch und akustisch) einstellen. Der Saphe Drive Mini ist dagegen im Vorteil, da Gefahren mittels Display frühzeitig dargestellt werden. Bei Blitzern wird dazu teilweise auch die zulässige Höchstgeschwindigkeit angezeigt. Möchte man selbst eine Gefahrenstelle melden variiert die Bedienung allerdings leicht. Der Ooono Co-driver verfügt nur über eine Taste, die je nach gewünschter Warnung ein- oder zweimal betätigt werden muss. Bei Saphe setzt man dagegen auf zwei Tasten – blau für Blitzer, rot für Gefahrenstellen. Das wirkt auf uns etwas intuitiver, allerdings ist die Bedienung des Ooono Co-driver auch schnell erlernt. Sowohl die Geräte von Saphe als auch von Ooono sind leicht bedienbar, wobei dies bei Saphe ein wenig intuitiver funktioniert. Leichter Vorteil für Saphe.

Saphe Drivi Mini Blitzerwarnung

Der „Drive Mini“ zeigt Warnungen gut sichtbar auf einem Display an. Teilweise (wie hier dargestellt) gibt es auch Informationen zur zulässigen Höchstgeschwindigkeit.

Saphe vs. Ooono: Datenlage & Zuverlässigkeit

Saphe gibt auf der eigenen Homepage an, dass über elf Millionen Nutzer ein Saphe-Gerät verwenden. Ooono wiederrum gibt eine Zahl von über fünf Millionen Nutzern an. Somit sollten die Geräte von Saphe also theoretisch besser vor Blitzern von Verkehrshindernissen warnen. Tatsächlich greifen aber sowohl Saphe als auch Ooono (in Deutschland) auf die Daten von Blitzer.de mir einer sehr aktiven Community zu. In der Praxis gibt es also kaum Unterschiede in der Zuverlässigkeit. Das zeigen auch die Screenshots, die wir in den jeweiligen Apps am Tag des „Blitzermarathons“ im Raum München gemacht haben.

Leichte Vorteile für Saphe gibt es bei der Geschwindigkeit der Verbindung mit dem Smartphone. Hier verbindet sich der Saphe praktisch schon vor dem Einsteigen, während der Ooono erst beim Losfahren aktiv wird. Ebenfalls leicht im Vorteil ist Saphe bei schwierigem GPS-Signal, speziell in Tunneln. Während hier der Saphe zwar teilweise spät, aber meist vor der Vorbeifahrt an einem stationären Blitzer warnt, erfolgt die Warnung bei unserem Ooono-Testgerät häufig erst nach dem Passieren der Gefahrenstelle.

Insgesamt sehen wir im Kapitel Datenlage und Zuverlässigkeit die Geräte von Saphe vorne.

Verschiedende Hersteller, gleiche Datenlage: Viele Daten beziehen Onooo (links) und Saphe (rechts) über Blitzer.de.

Zusätzliche Funktionen

Während sich Ooono auf das Warnen vor Gefahrenstellen und Blitzern beschränkt bietet Saphe noch einige weitere Funktionen. So warnen die Geräte (speziell der Drive Mini) vor Stauenden. Außerdem sollen die Geräte, vermutlich durch den verbauten Beschleunigungssensor, Unfälle erkennen und umliegende Geräte, ähnlich der Car-to-X-Funkion, automatisch warnen. So können sich andere Fahrzeugführer besser auf kürzlich erfolgte Unfälle einstellen. Ein klares Sicherheitsplus und damit Punkt für Saphe.

Kosten

Saphe bietet seinen One+ auf der eigenen Homepage für knapp 50€ an, der Ooono Co-driver schlägt ebenfalls mit 49€ zu Buche. Für den Saphe Drive Mini mit Display werden knapp 70€ fällig, was aber aufgrund des erweiterten Funktionsumfangs durchaus angemessen ist.

Die zugehörigen Apps von Saphe und Ooono lassen sich beide kostenlos in den jeweiligen Appstores von Google und Apple beziehen, zudem fallen keine Abokosten an, die Nutzung nach dem Kauf ist also kostenlos.

In Sachen Anschaffungs- und Abokosten unterscheiden sich Ooono und Saphe (One+) praktisch nicht. Ein klassisches Unentschieden. Lediglich der Saphe Drive Mini ist (berechtigt) in der Anschaffung teurer.

Saphe Oonoo Größenvergleich

In Größe & Verarbeitung unterscheiden sich die Testgeräte kaum, bei der Bedienung überzeugtdanke des Displays besonders der Saphe Drive Mini.

Fazit

Grundsätzlich arbeiten die Geräte beider Hersteller zufriedenstellend. Da für uns die Zuverlässigkeit der Warnungen an erster Stelle steht, würden wir uns für ein Geräte aus dem Hause Saphe entscheiden. Besonders der ‚Drive Mini‘ sticht in unserem Testtrio dank des Displays positiv hervor, auch wenn er im Vergleich zu den anderen Testkandidaten etwas teurer ist.

Die Bedienung und Funktionalität des Saphe Drive Mini haben wir übrigens auch schon in einem eigenen Video vorgestellt.

 

Über den Autor

Jonas Braunersreuther

Autor Jonas Braunersreuther interessiert sich von Kindesbeinen an für sportliche Autos und Zweiräder sowie neue Entwicklungen auf dem Automobilmarkt.

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