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Nissan Qashqai e-Power im Test: Warum der Hybrid-Antrieb so überzeugt

Mit der dritten Generation des Nissan Qashqai e-Power bringt der japanische Hersteller ein Hybridkonzept auf die Straße, das sich von herkömmlichen Lösungen abhebt. Statt einem klassischen Vollhybriden oder Plug-in setzt Nissan auf einen sogenannten seriellen Hybridantrieb: Der Verbrennungsmotor erzeugt ausschließlich Strom, den der Elektromotor dann für den Antrieb nutzt. Dieses clevere Konzept haben wir ausführlich getestet – mit überraschenden Ergebnissen.


Der neue e-Power-Antrieb: Kompakt, leicht und leise

Die dritte Generation des e-Power-Systems ist nicht einfach eine Weiterentwicklung, sondern ein komplett neu konstruierter Antrieb. Das 5-in-1-System kombiniert Elektromotor, Generator, Getriebe, Wechselrichter und Benzinmotor in einem kompakten Bauteil. Dadurch wird nicht nur Platz gespart – auch das Gewicht reduziert sich um rund 30 Kilogramm. Besonders auffällig: Die Geräuschentwicklung hat sich im Vergleich zum Vorgänger deutlich verbessert. Wo zuvor noch Vibrationen und ein hohes Aufheulen des Benziners beim Beschleunigen störten, bleibt es jetzt angenehm ruhig – selbst bei starker Beschleunigung.

Fahrgefühl: Elektrisch und trotzdem flexibel

Der Qashqai e-Power fährt sich wie ein Elektroauto – leise, direkt und kraftvoll. Der 1,5-Liter-Dreizylinder-Benziner mit 160 PS dient lediglich als Stromgenerator. Der eigentliche Antrieb erfolgt durch den Elektromotor mit bis zu 204 PS und 250 Nm Drehmoment. Dank der sofort verfügbaren Leistung wirkt der Qashqai besonders spritzig im Stadt- und Überlandverkehr. Auf der französischen Landstraße fällt zudem die hohe Laufruhe auf – auch bei schlechtem Asphalt bleibt der Wagen angenehm leise.

Verbrauch: Sparsam trotz Langstrecke

Ein Highlight des Tests war der Blick auf den Realverbrauch. Auf rund 170 Kilometern Strecke mit konstanten 130 km/h auf der Autobahn lag der Durchschnittsverbrauch bei nur 5,5 Litern – ein bemerkenswert guter Wert. Auch bei schneller Fahrweise und häufiger Beschleunigung stieg der Verbrauch kaum über 6 Liter an. Die kombinierte 2,1-kWh-Batterie lädt sich durch Rekuperation selbstständig auf, ein externes Laden ist nicht notwendig. In Kombination mit dem 55-Liter-Tank sind Reichweiten von bis zu 1200 Kilometern realistisch, 800 Kilometer scheinen im Alltag problemlos möglich.

Innenraum & Assistenzsysteme: Viel Technik an Bord

Auch im Innenraum zeigt sich der Qashqai modern und digital. Besonders gelungen: Die Integration von Google Maps ins Infotainment-System. Navigationsanweisungen werden sowohl im Head-up-Display als auch im digitalen Tacho angezeigt – mit guter Auflösung und intuitiver Bedienung. Der optionale ProPilot-Assistent kann aktiv lenken, Verkehrszeichen erkennen und Tempolimits übernehmen. Gerade auf längeren Strecken sorgt das für spürbaren Komfortgewinn.

Preis: Eine sinnvolle Investition

Preislich startet der Qashqai e-Power bei rund 34.000 Euro. In der getesteten „N-Design“-Ausstattung mit optionalem Technikpaket liegt der Preis bei knapp 48.000 Euro. Der Aufpreis zum klassischen 1.3 DIG-T liegt bei etwa 2.000 Euro – aus unserer Sicht gut investiertes Geld. Der neue e-Power-Antrieb überzeugt mit hoher Effizienz, echtem Elektrofahrgefühl und einem durchdachten Technikpaket.

Fazit

Der Nissan Qashqai e-Power ist ein spannender Hybrid, der in der dritten Generation zahlreiche Schwächen seiner Vorgänger ausgemerzt hat. Vor allem Geräuschentwicklung, Fahrkomfort und Verbrauch konnten im Test überzeugen. Wer ein alltagstaugliches, sparsames und dennoch dynamisch fahrendes SUV sucht, findet hier eine sehr gelungene Lösung – ohne Ladezwang, aber mit echtem Elektrofeeling.

Dieser Text ist auf der Basis unseres YouTube Videos mit einer automatischen Transkription entstanden.

Über den Autor

Matthias Luft

Autor Matthias Luft faszinieren effiziente Motoren, moderne Designs und die neusten Fahrerassistenzsysteme.

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