Zum ersten Mal seit dem Facelift gefahren: BMW 118i

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BMW 118i Automatik Sport-Line

Dank Sixt habe ich in den letzten Jahren fast alle Motorisierungen und Ausstattungsvarianten der 1er Reihe durch. Die 1er waren immer die etwas schlechtere Alternative zum A3, da sie eine Weile nur als 116i ohne Extras herausgegeben wurden. Außer einer Flughafen-Miete war ich zum letzten Mal Ende 2010 mehrere Tage mit einem 120d durch Österreich unterwegs. An Bord war damals alles an interessanter Sonderausstattung. Mit dem 120d hatte ich seinerzeit viel Spaß, die ersten Erfahrungen mit Connected Drive gemacht und außerdem noch einen sehr moderaten Verbrauch eingefahren. Den grauen einser oben im Bild habe ich bei Sixt in Bayreuth als CLMR-Upgrade mit Automatikgetriebe übernommen und war 24 Stunden mit ihm unterwegs. Ich versuche meine ersten Eindrücke des “1er Facelift” kurz zusammenzufassen:

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BMW 118i in neben den Hopfengärten Pfaffenhofens… Das neue Tagfahrlicht sieht klasse aus, die Blinker haben es nun endlich in die Seitenspiegel geschafft.

Was hat sich beim Facelift getan?

  • Die neuen Vierzylinder-Benzinmotoren besitzen nun einen Turbolader. Der Hubraum wurde dagegen auf 1,6 l verkleinert
  • Die 6-Gang Automatik wurde durch eine 8-stufige ersetzt
  • Die Blinker sind nun endlich in den Seitenspiegel integriert
  • LED-Beleuchtungen an allen Ecken und Enden
  • Aus dem 5er bekannte Extras wie Parkassistent, Spurverlassungswarnung, Auffahrwarner und Rückfahrkamera sind verfügbar
  • Beeindruckendes neues, großes Navi-Display
  • Wählbare Motor- und Fahrwerkseinstellungen wie Sport, Comfort, Eco-Pro (Effizienzprogramm)
  • Die Multifunktionsanzeige unterhalb des Tachos kann nun diverse Informationen, wie Navigationsanweisungen farbig darstellen
  • Das Heck sieht stark nach VW Polo aus
  • Der 1er ist 8 cm länger als sein Vorgänger

Leider waren Assistenzsysteme wie der Auffahrwarner und die Spurwarnung bei meinem 118i nicht an Bord, an neuer Technik hat mich aber am meisten das hochauflösende Navi-Display begeistert. Die Karten, die auf dem Widescreen-Panel dargestellt werden sind gestochen scharf und unheimlich detailreich. Kein Vergleich zum (schon ohnehin guten) Vorgänger-Navi. Die Steuerung des Multimediasystems ist komplett gleich geblieben, beim System Connected Drive sind einige neue Online-Features, wie die Verkehrsdatenabfrage aus dem Internet, hinzugekommen.
Ein großer Mehrwert ist außerdem die flache, digitale Anzeige unterhalb des Tachos. Diese kann in Farbe z.B. Navigationsanweisungen wie Pfeile oder Spurempfehlungen anzeigen. Auch die Verbrauchsanzeige ändert sich je nach Motoreinstellung (zeigt dann z.B. Rekuperation an) und sieht nach 5er BMW aus, alles ist sehr übersichtlich. Gut gelöst ist auch die neue Darstellung des Tempomaten, bei der Geschwindigkeit, auf die er gesetzt ist erscheint ein grüner Punkt, ein roter für die dort gespeicherte Geschwindigkeit. Praktischer Alltags-Helfer ist ein Netz-/Gurtsystem im Kofferraum, unter das mittig auf der Ladefläche verankerte Netz kann man z.B. einzelne Flaschen Wasser packen und trotzdem sportlich in Kurven fahren. Bei den neuen Ausstattungsvarianten von BMW kenne ich mich nur vage aus, den 1er gibt es in der “Sport” und “Urban” Variante. Meiner war außen mit “Sport” deklariert, wieso dann keine größeren und schickeren Räder als Serie verbaut waren, habe ich nicht verstanden. Etwas altbacken finde ich mittlerweile die immer noch orange beleuchtete Tacho-Einheit, irgendwann ist hier mal Zeit für einen Wechsel.

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An der Grundstruktur des Lenkrads und – leider auch der meiner Meinung nach etwas beschränkten Übersicht nach vorne – hat sich nichts geändert.

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Motor, Automatik, Verbrauch

Motor und Getriebe sind auf jeden Fall “Premium”. Den “alten” 118i hatte ich noch mit 140 PS in Erinnerung, mein Sixt 118i hatte eine Leistung von 125 kw / 170 PS bei einem Drehmoment von 250 Nm. Den Sprint von 0 auf 100 km/h soll er mit der Automatik in 7,5 Sekunden schaffen. Das 8-Gang-Getriebe funktioniert in der Tat extrem gut und reagiert sehr schnell. Ein Eindruck, den ich bei der Automatik eines 116i vor ein paar Jahren (noch) nicht hatte. Wir hatten es eilig auf der Strecke von Bamberg nach München und sind deshalb über ein längeres Stück permanent 190+ gefahren.  Dabei bleibt der kleine BMW schon sehr ruhig und ist nicht anstrengend zu handeln. Der Tank entleert sich bei dieser Fahrweise natürlich im Handumdrehen, aber auch auf dem Rückweg, für den mehr Zeit eingeplant war und wir konstant 130 km/h und langsamer im “Eco Pro” Modus ausschließlich auf der Autobahn unterwegs waren, hat sich kein richtig “schöner” Verbrauch eingepegelt. (Siehe Foto unten) Ich muss bei kleinen BMW-Benzinern immer wieder an den 116i denken, der sich 2010 als langsamstes Premium-Fahrzeug mit dem höchstem Verbrauch in mein Gedächtnis eingebrannt hat.

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Interieur-Neuerungen und Technik im Video

Fazit

Der 1er ist, wie schon in den letzten Jahren, ein super Auto geblieben. An der Motoren-Technik wurden grundsätzliche Änderungen vorgenommen, die gute Ergebnisse zeigen. Mittlerweile haben Assistenzsysteme aus der Oberklasse in den kompakten BMW Einzug gefunden, ein Trend, der nicht nur bei BMW zu finden ist. Optisch wollte man den 1er mehr an seine großen Verwandten angleichen. Wie ich finde ist das etwas daneben gegangen, gerade von vorne wirkt er einfach zu klobig. Das passt zum 7er, aber nicht zur Kompaktklasse. Der vor Kurzem vorgestellte Audi A3 übernimmt von den höheren Klassen das neue Tagfahrlicht-Design und einige Grundformen, hat aber immer noch seinen ganz eigenen Stil. Dass der 118i ein sportliches Auto ist steht außer Frage – jedoch bringen auch anwählbare Motoreinstellungen wie “Eco Pro” nichts, wenn sich der Verbrauch bei entsprechender Fahrweise nicht weiter nach unten drücken lässt. Nächstes mal fahre ich als Effizienz-Fan lieber wieder einen 120d ;)

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