25.000 km gefahren: Audi A3 Ambition 1.6 TDI

Seit Juni 2011 bin ich mittlerweile etwas über 25.000 Kilometer mit dem A3 1.6 TDI (77kW / 105 PS) gefahren. Regelmäßig Autobahn und Alltagsfahrten wie Einkaufen, auch ein ausgedehnter Italienurlaub und ein paar Kurztrips sind dabei gewesen. So gut wie im Juni letzten Jahren gefällt mir das Auto immer noch, mit mittlerweile knapp 50.000 Kilometern auf der Uhr gab es bisher auch nur eine kleine Reparatur: Der Wischwassertank hatte ein Leck und wurde auf Garantie kostenlos ausgetauscht. Sonst nichts, keine Fehlermeldung oder Ähnliches. Ansonsten begeistert mich immer ziemlich, dass der A3 bei -23 Grad im letzten Winter genauso seinen Dienst getan hat wie im Moment bei +34 – geparkt ist er ausschließlich im Freien.

Bei meiner ausgiebigen Fahrzeugsuche im Frühjahr 2011 stand im Fokus: Kompaktwagen, Qualität, etwas sportlich und verbrauchsarm. Aus dem 2.0 TDI, den ich für kurze Zeit im Auge hatte, wurde nichts, da dieser auch bei den jungen Gebrauchten nur gegen einen relativ hohen Aufpreis erhältlich war. Der 1.6 TDI mit 77 kW / 105 PS war dann genau richtig für mich, weniger Leistung würde ich aber nicht wählen: Den 1.6 TDI gibt es auch als 66 kW bzw. 90 PS – Variante: Das würde mir dann definitiv zu langsam gehen. Der Verbrauch ist konstant bei 5,6 Litern geblieben (Exakt berechnet). Absolut klasse, damit bin ich mehr als zufrieden, muss aber dazu sagen, dass ich grundsätzlich eher moderat unterwegs bin. Permanent 190 km/h auf der Autobahn sind zwar entspannt möglich, aber das kann ich genauso gut ab und zu mit Mietwägen machen. Von Anfang an etwas nervig am 1.6 TDI: Das 5-Gang-Schaltgetriebe. Und die merkwürdig gewählten Schaltpunkte. Blos nicht zu früh in den 2. Gang schalten – etwas gewöhnungsbedürftig, auch nach einem Jahr habe ich mich mit dem 5-Gang-Getriebe noch nicht wirklich angefreundet. Der neue A3 (8V) ist mit dem selben Motor und 6-Gängen verfügbar.

An Extras haben sich bezahlt gemacht: Die Klimaautomatik (Wieso?). Sie ist meiner Meinung nach besonders gut konzipiert und zugfrei wie sonst kaum eine Lüftung in einem aktuellen Fahrzeug. Wer damit 10 Tage bei knapp 40 Grad durch Italien fährt, will nie mehr eine manuelle Steuerung. Das Naviationssystem BNS 5.0 funktioniert tadellos und lotst mich zu 95% korrekt. Außerdem bringt es ein wesentlich besseres Soundsystem mit als das Serien-Radio. Manko: Es ist einfach eine ältere Generation und wurde meine Meinung nach zu lange in neuen Modellen verbaut. Es hat keine Kartenansicht, dafür aber eine sehr übersichtliche Pfeilanzeige zwischen Drehzahlmesser und Tacho in der MFA. Das Navi hätte ab Werk gut 1.000 Euro Aufpreis gekostet, ich hätte es mir nicht dazu gekauft, es war aber im Gebrauchten mit dabei. Wichtigstes Extra ist aber zweifelsfrei der Tempomat, es gibt kaum noch Autobahnstücke, auf denen ich ihn nicht nutze. Häufig genutzt wird auch die Bluetooth-Schnittstelle / Freisprecheinrichtung und die Sprachsteuerung. Ich habe mein iPhone ein einziges Mal gekoppelt und seitdem verbindet es sich bei jedem Einsteigen blitzschnell und fehlerfrei.

Worüber ich im Nachhinein froh bin: Dass ich keinen Viertürer, also keinen Sportback gekauft habe. Sehr viele A3s auf den Straßen sind Sportbacks. Kein Wunder, denn ab Werk kostet der 4-türer nämlich „nur“ 900 EUR mehr als das 2-Türer-Grundmodell. Bei den Gebrauchtwagenpreisen muss man aber fast immer über 2000 EUR drauflegen! Ich dachte, mich mit dem 2-türer eingeschränkt zu haben, weiß aber nach einem Jahr: Das habe ich nicht. Möchte ich irgendwas ins Auto packen, kommt es in den Kofferraum. Dinge wie kleine Pakete oder Unterlagen kann ich auch auf den Beifahrersitz werfen. Unterwegs bin ich fast ausschließlich zu zweit oder allein. Wenn dann doch mal eine dritte (oder vierte oder fünfte) Person mitfährt, ist es im Fond trotzdem ziemlich geräumig und komfortabel – bis auf das Einsteigen eben.