Fahrberichte Škoda

Skoda Epiq 55 Test: Kompakter Elektro-SUV mit 430 km Reichweite?

Mit dem neuen Škoda Epiq bringt Škoda Auto einen besonders kompakten Elektro-SUV auf den Markt. Im Prinzip übernimmt er die Rolle des elektrischen Pendants zum Škoda Kamiq. Gleichzeitig basiert er erstmals auf der neuen MEB-Plus-Plattform des Volkswagen-Konzerns. Diese soll günstigere Elektroautos ermöglichen – und genau hier positioniert sich der Epiq. Wir konnten ein erstes Vorserienmodell bereits fahren und zeigen, was Technik, Reichweite und Assistenzsysteme versprechen.


Neues „Modern Solid“-Design

Optisch setzt der Epiq auf die neue Designsprache „Modern Solid“. Auffällig ist vor allem die große Frontpartie aus Kunststoff, hinter der sich Sensorik und Technik verbergen. Dieses Element ist beim Epiq noch größer ausgeführt als beim Škoda Elroq. Auch das Tagfahrlicht bekommt eine komplett neue Gestaltung. Optional sind Matrix-LED-Scheinwerfer mit zwölf Lichtsegmenten erhältlich, während die Basisversion mit klassischen LED-Scheinwerfern auskommt. Der höhere Kunststoffanteil an Front und Heck dürfte bewusst gewählt sein: Er hilft dabei, die Produktionskosten niedrig zu halten und damit auch den Einstiegspreis. Interessant ist der Vergleich mit dem Kamiq. Der Epiq ist tatsächlich rund sieben Zentimeter kürzer als sein Verbrenner-Pendant. Gleichzeitig sitzt man etwas höher, da die Batterie im Unterboden integriert ist. Die Felgen reichen von 17 bis 19 Zoll.

Überraschend großer Kofferraum

Beim Kofferraum gibt es eine positive Überraschung. Während der Kamiq rund 400 Liter Ladevolumen bietet, kommt der Epiq auf etwa 470 Liter. Der Grund liegt im Aufbau des Elektroautos: Da weder ein Benzintank noch ein Motor im Heck untergebracht werden müssen, kann zusätzlicher Stauraum im Unterboden genutzt werden. Maximal sind bis zu 1.344 Liter möglich. Typisch für Skoda bleiben auch die bekannten „Simply Clever“-Details. So gibt es etwa spezielle Halterungen für das Ladekabel oder praktische Organisationslösungen im Kofferraum.

Innenraum mit großem Infotainment

Im Innenraum zeigt sich der Epiq modern, bleibt aber funktional. Angeboten werden die Designlinien Studio, Loft und Suite. Das gezeigte Fahrzeug nutzt die mittlere Variante „Loft“. Das Infotainment besteht aus einem 13-Zoll-Touchscreen. Dahinter sitzt ein kleines 5-Zoll-Display für den Fahrer. Ein Head-up-Display ist allerdings nicht vorgesehen. Die Gestaltung des Cockpits wirkt stärker um den Fahrer herum aufgebaut als bei manchen Volkswagen-Modellen. Dadurch erinnert das Layout eher an klassische Verbrennerfahrzeuge wie den Kamiq. Die Materialqualität ist solide, wenn auch erwartungsgemäß unterhalb von Modellen wie dem Škoda Octavia oder Škoda Superb angesiedelt. Dennoch bietet der Innenraum praktische Details wie verstellbare Lüftungsdüsen oder eine induktive Ladeschale.

Frontantrieb mit bis zu 210 PS

Technisch setzt der Epiq auf Frontantrieb. Der Elektromotor sitzt vorne und trägt die Bezeichnung APP290. In der getesteten Variante handelt es sich um den Epiq 55 mit 155 kW beziehungsweise rund 210 PS. Die Batterie besitzt brutto 55 kWh Kapazität, netto bleiben etwa 51,7 kWh nutzbar. Insgesamt wiegt das Fahrzeug rund 1.450 Kilogramm – ein vergleichsweise niedriger Wert für ein Elektroauto. Mit dieser Kombination sollen bis zu 430 Kilometer Reichweite möglich sein. Später werden weitere Varianten mit kleineren Batterien folgen.

Komfortables Fahrgefühl im Alltag

Im Fahrbetrieb zeigt sich der Epiq komfortabel abgestimmt. Besonders bei Stadtgeschwindigkeiten fährt er ruhig und angenehm. Die Lenkung wirkt direkt und präzise. Da der Elektromotor vorne sitzt, ist er beim Beschleunigen etwas stärker hörbar als bei Modellen mit Heckantrieb. Insgesamt bleibt das Geräuschniveau aber niedrig. Der Wendekreis liegt laut Hersteller bei etwas über zehn Metern – ähnlich wie beim Kamiq. Damit bleibt der Epiq gut für den Stadtverkehr geeignet.

Neue Assistenzsysteme im Epiq

Besonders interessant sind die neuen Assistenzsysteme. Der Epiq ist das erste Modell von Skoda mit dem Travel Assist 3.0. Dieses System erkennt unter anderem Ampeln und Stoppschilder. Zusätzlich gibt es einen erweiterten Kreuzungsassistenten sowie einen neuen Emergency Assist. Dieser kann das Fahrzeug im Notfall kontrolliert abbremsen und zum Stillstand bringen. Damit erhält der kompakte Elektro-SUV teilweise sogar modernere Assistenztechnik als größere Modelle der Marke.

Verbrauch und Ausblick

Der Bordcomputer zeigte während der Fahrt einen Verbrauch von rund 8 kWh an. Da es sich jedoch noch um ein Vorserienfahrzeug handelt, ist dieser Wert unrealistisch. Realistisch dürfte sich der Verbrauch später eher zwischen 13 und 15 kWh pro 100 Kilometer bewegen.

Der Škoda Epiq richtet sich vor allem an Fahrer, die überwiegend kurze und mittlere Strecken zurücklegen. Mit seiner kompakten Größe, moderner Technik und voraussichtlich attraktiven Preisen könnte er eine spannende Alternative im wachsenden Markt der Elektro-SUV werden.

Dieser Text ist auf der Basis unseres YouTube Videos mit einer automatischen Transkription entstanden.

Über den Autor

Matthias Luft

Autor Matthias Luft faszinieren effiziente Motoren, moderne Designs und die neusten Fahrerassistenzsysteme.

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