Citroën Fahrberichte

Citroën Holidays (2025) im Test: Camper-Alternative zum VW California?

Mit dem Citroën Holidays bringt der französische Hersteller zusammen mit Bravia einen kompakten Campingbus auf den Markt, der eine echte Alternative zum etablierten VW California sein möchte – allerdings mit einem deutlich günstigeren Einstiegspreis. Im Test vergleichen wir Ausstattung, Alltagstauglichkeit und Komfort des Citroën Holidays mit dem VW T7 California und zeigen, für wen sich welcher Camper lohnt.


Kompakte Maße, praktisches Dach – aber nur manuell

Der Citroën Holidays misst 4,98 m in der Länge und ist damit etwas kürzer, aber auch rund 10 cm breiter als der T7 California. Wer das Maxpaket wählt, bekommt unter anderem ein Solarpanel – muss aber mit einer Gesamthöhe von etwas über 2 m rechnen. Das kann in manchen Tiefgaragen problematisch werden.

Ein deutlicher Unterschied zum California: Das Aufstelldach wird beim Holidays manuell geöffnet. Das funktioniert problemlos, ist aber etwas aufwendiger als die elektrische Lösung bei VW.

Innenraum: Bekannte Aufteilung, aber weniger Stauraum

Im Innenraum erinnert der Citroën Holidays stark an VW Coast oder Ocean: Küchenzeile, Tisch, Sitzbank mit Bettfunktion – alles da. Allerdings fällt schnell auf, dass der Stauraum deutlich geringer ausfällt. Schubladen und Schränke sind klein und teilweise unpraktisch platziert, unter der Rückbank fehlen Fächer komplett.

Auch der Tisch ist weniger flexibel: Er kann nur im Innenraum verwendet werden und muss während der Fahrt im Kofferraum verstaut werden. Dafür gibt es in der Küchenzeile zwei Gasbrenner – VW bietet nur noch einen. Das Edelstahl-Spülbecken ist etwas tiefer, der Kühlschrank mit nur 16 Litern Volumen allerdings deutlich kleiner als die 35-Liter-Schublade im VW.

Technik: Retro statt digital

Die Bedienung im Citroën ist bewusst einfach gehalten. Statt digitaler Steuerung wie bei VW findet man analoge Tasten, um Wasserstände oder die Klimatisierung zu prüfen. Die Standheizung von Webasto ist ebenfalls klassisch über ein separates Bedienteil regelbar. Integrierte Fensterrollos fehlen, dafür müssen manuell montierbare Verdunkelungen genutzt werden.

Die Wasserversorgung fällt mager aus: nur 10 Liter Frisch- und Abwasser, deutlich weniger als die 29 Liter im California. Positiv: Die Gasflasche ist gut zugänglich, auch USB-Anschlüsse sind vorhanden.

Bettkomfort und Aufstelldach

Das untere Bett wird mechanisch aus der Sitzbank aufgebaut – deutlich aufwendiger als bei VW. Immerhin ist die Liegefläche mit 1,15 m etwas breiter als beim California. Oben im Aufstelldach gibt es ebenfalls ein Bett mit 1,20 m Breite – mit Fenster, Fliegenschutz und USB-Ports. Die Verarbeitung ist hier nicht ganz auf VW-Niveau, und die Matratze fällt eher dünn aus.

Fahreindruck: Mehr Leistung, weniger Assistenz

Angetrieben wird der Holidays von einem 177 PS starken BlueHDi-Dieselmotor mit Achtgang-Automatik. Der Motor läuft geschmeidig und kraftvoll, ist aber etwas lauter als im VW. Im Vergleich: Der T7 California leistet maximal 150 PS. Wer Wert auf alternative Antriebe legt, bekommt beim T7 zudem einen Plug-in-Hybrid.

Bei den Assistenzsystemen zeigt sich ein klarer Unterschied: Während der VW mit Travel Assist und aktivem Lenken entspanntes Reisen ermöglicht, bietet der Holidays nur eine einfache ACC mit Tempolimitübernahme – kein aktives Lenken.

Preisvergleich und Fazit

Der Citroën Holidays startet bei rund 48.000 Euro. Mit Maxpaket liegt der Testwagen bei etwa 60.000 Euro. Damit ist er deutlich günstiger als der VW T7 California, der bei ca. 80.000 Euro beginnt und sich bis über 100.000 Euro konfigurieren lässt.

Unser Fazit: Wer unkompliziert campen will, auf Komfort und Luxus verzichten kann und ein funktionales Fahrzeug zu einem fairen Preis sucht, findet im Citroën Holidays eine interessante Option. Wer jedoch mehr Wert auf Qualität, durchdachte Details und digitale Bedienung legt, wird weiterhin beim VW California besser aufgehoben sein.

Dieser Text ist auf der Basis unseres YouTube Videos mit einer automatischen Transkription entstanden.

Über den Autor

Inga Herbold

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