Mit der dritten Generation des Mazda CX-5 geht Mazda einen spürbar neuen Weg. Mehr Platz, ein komplett neues Infotainment-System mit großem Touchscreen, keine physischen Drehregler mehr – und nur noch ein 141 PS starker Benziner. Kein Facelift also, sondern ein echter Generationswechsel. Doch bleibt der CX-5 damit ein typischer Mazda – und vor allem: lohnt er sich noch?
Deutlich gewachsen – fast auf CX-60-Niveau
Der neue CX-5 ist um 11,5 Zentimeter in der Länge gewachsen, ebenso beim Radstand. Auch in der Höhe legt er leicht zu – und rückt damit fast an den größeren Mazda CX-60 heran.
Das Kofferraumvolumen steigt von bislang 522 auf nun 583 Liter. Bei umgeklappten Rücksitzen sind bis zu 2.168 Liter möglich. Die Ladekante wurde um zwei Zentimeter abgesenkt. Optional gibt es eine elektrisch ausfahrbare Anhängerkupplung. Trotz Frontantrieb sind bis zu 2.000 Kilogramm Anhängelast möglich – ein respektabler Wert.
Auch im Fond macht sich der längere Radstand bemerkbar. Die Kniefreiheit ist mindestens auf dem Niveau des Vorgängers, eher sogar etwas besser. In höheren Ausstattungen sind Sitzheizung hinten sowie neue USB-C-Anschlüsse an Bord. Optional gibt es ein Panorama-Glasdach mit hellem Dachhimmel.

Neues Cockpit: Großer Touchscreen statt Drehregler
Im Innenraum hält ein komplett neues, Android-basiertes Infotainment-System Einzug. In der Topausstattung Homura misst der Bildschirm über 15 Zoll, in den darunterliegenden Varianten sind es 12 bis 13 Zoll. Google Maps läuft onboard, inklusive Sprachsteuerung via „Hey Google“.
Das System reagiert schnell und wirkt insgesamt performant. Im Gegensatz zu früher verzichtet Mazda jedoch fast vollständig auf physische Tasten. Der bekannte Drehregler in der Mittelkonsole entfällt, ebenso ein klassischer Lautstärkeregler. Gerade für Beifahrer ist die Bedienung nun ausschließlich per Touch etwas umständlicher.
Alle Varianten verfügen jetzt über ein digitales Kombiinstrument mit verschiedenen Ansichten. Das Lenkrad bietet weiterhin Bedientasten, diese sind jedoch weniger klar ertastbar als früher.
Die 360-Grad-Kamera mit „See-Through-View“, bei der virtuell unter das Fahrzeug geschaut werden kann, bleibt der Homura vorbehalten. Die Kameraqualität überzeugt, ebenso die neu abgestimmte Park Distance Control mit farbiger Anzeige.

2,5-Liter-Saugbenziner mit 141 PS – reicht das?
Unter der Haube arbeitet nun ausschließlich ein 2,5-Liter-Vierzylinder-Saugbenziner mit 141 PS. Ein Turbo kommt nicht zum Einsatz. Von 0 auf 100 km/h geht es in rund 10 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa 185 km/h (AWD etwas darunter). Der frühere 165-PS-Motor schaffte noch 200 km/h.
Im Alltag fühlt sich der Motor keineswegs schwach an. Gerade im mittleren Drehzahlbereich kommt der CX-5 ordentlich voran. Erst bei höheren Autobahngeschwindigkeiten merkt man, dass die Leistungsreserven begrenzt sind.
Das Fahrzeug wiegt rund 1.600 bis 1.650 Kilogramm und bleibt damit für seine Größe moderat. Serienmäßig ist nun ausschließlich eine Sechsgang-Automatik erhältlich – ein manuelles Getriebe entfällt. Unterstützt wird der Motor von einem 24-Volt-Mildhybrid-System mit Rekuperation sowie Zylinderabschaltung bei Teillast. Insgesamt arbeitet der Antrieb leiser als im Vorgänger.
Komfortbetontes Fahrwerk und moderne Assistenz
Das Fahrwerk ist klar komfortorientiert abgestimmt. Wankbewegungen sind spürbar, stören aber nicht. Auf der Autobahn fährt der CX-5 leise, mit wenig Windgeräuschen und einem durchaus hochwertigen Gesamteindruck.
Bereits die Basisversion Primeline bietet die Mazda Radar Cruise Control (MLCC) inklusive Abstandsregelung. Eine erweiterte Lenkunterstützung hält das Fahrzeug aktiv in der Spurmitte. Neu ist ein Notfallassistent mit Fahrerüberwachung: Erkennt das System keine Reaktion des Fahrers, bringt es das Fahrzeug kontrolliert zum Stillstand.

Verbrauch und Preise
Mazda gibt einen Normverbrauch von 7 Litern an. Im Test lagen wir bei 8 bis 9 Litern, bei sehr zügiger Fahrweise auch bei rund 10 Litern. Für ein Fahrzeug dieser Größe geht das in Ordnung.
Der Einstiegspreis beginnt bei 35.000 Euro in der Primeline. Die Homura startet bei 45.000 Euro. Unser Testwagen mit Panorama-Glasdach lag bei rund 47.000 Euro.
Fazit: Mehr Komfort, weniger Tasten
Der neue Mazda CX-5 bleibt ein komfortabler, hochwertig wirkender SUV mit ordentlichem Platzangebot. Die 141 PS reichen im Alltag aus, auch wenn auf der Autobahn etwas Reserven fehlen. Das neue Infotainment überzeugt technisch, der vollständige Verzicht auf physische Bedienelemente dürfte jedoch nicht jedem gefallen.
Effizient, angenehm leise und mit moderner Assistenz ausgestattet – der CX-5 bleibt ein interessantes Angebot, auch wenn Mazda beim Bedienkonzept einen klaren Richtungswechsel vollzieht.
Dieser Text ist auf der Basis unseres YouTube Videos mit einer automatischen Transkription entstanden.
