Seit wir regelmäßig Elektro‑Testwagen im Hof stehen haben, war eine eigene Wallbox längst überfällig. Die Wahl fiel auf die Anker Solix V1, bewusst in der Variante ohne fest installiertes Kabel. Der Grund dafür ist simpel: maximale Flexibilität bei der Kabellänge und der Möglichkeit, verschiedene Fahrzeuge unkompliziert anzuschließen. Außerdem wollten wir uns ein aufwändiges Aufgraben bis zum Carport sparen.
Einfache Installation statt aufwendigem Erdkabel
Statt den gesamten Weg vom Haus bis zum Carport aufzugraben und ein Erdkabel zu verlegen, haben wir uns für eine deutlich pragmatischere Lösung entschieden. Die Wallbox sitzt nun einfach an der Außenwand unseres Hauses, direkt gegenüber des Hauptsicherungskastens im Innenraum. Das bedeutet eine Länge der Zuleitung von unter einem Meter… Die Installation war dadurch schnell erledigt, ohne Tiefbauarbeiten und ohne zusätzliche Kosten für Erdleitungen oder Schutzrohre. Der einzige Nachteil: Zwischen Wallbox und Stellplatz liegen rund 10 Meter Garten mit Gartentor. Ein Standard‑Typ‑2‑Kabel, wie es den meisten Fahrzeugen beiliegt, reicht dafür nicht einmal ansatzweise aus. Eine Typ-2 Verlängerung wäre umständlich.
Warum ein 15‑Meter‑Kabel – und warum gerade dieses?
Unsere Anforderungen an das Ladekabel waren klar definiert:
- 15 Meter Länge, um vom Haus bis zum Auto (an jeder Position) im Hof zu kommen
- 22 kW Ladeleistung, falls wir die Wallbox später hochrüsten
- Farbe Orange, damit Paketboten und Besucher das Kabel sofort sehen (je nach Ladeport Position liegt es mitten im Hof)
- Hohe Robustheit, da es regelmäßig über Schnee, Kies und Rasen geführt wird
Nach längerer Recherche blieben nur wenige Kabel übrig, die diese Kriterien erfüllen – speziell in der Farbe Orange. Am Ende war das 15‑Meter‑Typ‑2‑Kabel von Teutschtech das einzige, das wirklich alle Punkte abdeckte. Das Kabel ist in unserer Variante für bis zu 22 kW geeignet und kostet direkt beim Hersteller knapp 350€. Die auffällige orange TPU‑Ummantelung ist nicht nur ein Sicherheitsaspekt, sondern auch besonders robust, UV‑beständig und flexibel – selbst bei niedrigen Temperaturen. Laut Hersteller wird das TPU‑Material in Deutschland gefertigt und ist für hohe statische und dynamische Belastungen ausgelegt.
Mit einer Länge von 15 Metern reicht des Kabel bei uns durch den Garten und bis zu jeder Ecke des Hofs – auch für ungünstig positionierte Ladeports.
Ein technisches Detail, das man bei langen Kabeln nicht unterschätzen sollte: Das Teutschtech‑Kabel ist temperaturüberwacht. In beiden Steckern sitzen Thermistoren, die die Temperatur permanent messen. Wird es zu heiß, stoppt die Wallbox automatisch den Ladevorgang. Das erhöht die Sicherheit, gerade wenn das Kabel im Winter draußen liegt oder im Sommer direkter Sonne ausgesetzt ist. Nach unterschreiten der zu hohen Temperatur wird das Laden fortgesetzt.
Kommen 11 kW bei 15 Metern an? Praxis: 3.000 kWh
Seit November haben wir bereits rund 3.000 Kilowattstunden über das Teutschtech‑Kabel in über 10 verschiedene Fahrzeugmodelle geladen. Die Verbindung zur Anker Solix V1 klappt jedes Mal problemlos, das Kabel rastet sauber ein und zeigte bisher keinerlei Kontaktprobleme oder Fehlermeldungen. Da wir unsere Wallbox ohne Authentifizierung betreiben (da hinter abgeschlossenem Tor) ist dieses Setup im Gegensatz zum Erfahrung an öffentlichen Säulen nun eine riesige Erleichterung im Alltag. Interessant war für uns vor allem die Frage, ob ein 15‑Meter‑Kabel messbare Nachteile bei der Ladeleistung bringt. In der Praxis konnten wir keinen Unterschied zu einem kurzen Typ‑2‑Kabel feststellen. Die Ladeleistung blieb stabil, auch bei winterlichen Temperaturen und nassem Untergrund. Was man allerdings einplanen sollte: Das Kabel ist schwer. Bei 15 Metern Länge und der robusten TPU‑Ummantelung bringt es laut Hersteller ein ordentliches Gewicht auf die Waage. Wir schätzen es auf rund 12 Kilogramm. Für den täglichen Einsatz ist das aber kein Nachteil, eher ein Hinweis auf die Materialqualität. Die Stecker bestehen aus einem schlagfesten PC‑/PBT‑Verbund, die Kontakte sind aus einer Kupferlegierung mit Silberbeschichtung gefertigt. Zudem ist das Kabel TÜV‑ und VDE‑geprüft, CE‑konform und erfüllt die Normen IEC 62196‑1/‑2.
Das Teutschtech Kabel ist robuste rund rastet schneller und leichter ein als die meisten “mitgelieferten” Typ2 Kabel.
Fazit: Unser Konzept funktioniert – und das Kabel macht es erst möglich
Unser Ansatz, nicht zu graben, sondern die Wallbox direkt an der Hauswand zu montieren und den Weg zum Auto einfach mit einem langen Typ‑2‑Kabel zu überbrücken, hat sich als überraschend praktikabel erwiesen. Das Teutschtech‑Kabel erfüllt dabei genau die Anforderungen, die ein solches Setup braucht: Länge, Robustheit, Sicherheit und volle 22‑kW‑Tauglichkeit. Außerdem ist es (mit maximal 11 kW) sogar noch in einer 25 Meter Variante verfügbar. Die auffällige Farbe ist im Alltag tatsächlich ein Vorteil, gerade wenn regelmäßig Paketboten oder Besucher über den Hof laufen. Ein weiterer Vorteil ist für uns, dass wir kein unschönes Kabel, das direkt mit der Wallbox verbunden ist, bei Nichtgebrauch im Garten hängen haben. Das Teutschtech Kabel räumen wir bei mehreren Wochen ohne Elektroauto einfach ins Carport. Eine runde Tasche wird mitgeliefert.
Eine einfache Tasche mit Tragegriff wird mitgeliefert – bei uns hängt das Kabel aber bei Nichtgebraucht im Carport.