Fahrberichte Volkswagen

VW ID. Tiguan Test: Erster Blick auf den ID.4-Nachfolger

VW ID. Tiguan: Getarnter Prototyp in Wien

Was steht hier eigentlich rund um Wien geparkt? Ein bislang nicht offiziell bestätigtes Volkswagen-Modell mit Tarnung, das einige interessante Hinweise auf seine mögliche Identität liefert. Nach unserer Einschätzung könnte es sich um den kommenden VW ID. Tiguan handeln. Volkswagen hat diese Bezeichnung bislang nicht offiziell bestätigt. Das Fahrzeug wirkt allerdings klar elektrisch und könnte als Nachfolger von ID.4 und ID.5 positioniert werden. Wir haben einen der getarnten Prototypen in Wien genauer angesehen und zeigen, was sich bereits von außen erkennen lässt.


Front erinnert an die ID.-Familie

Von vorne wirkt der Prototyp zunächst wie ein Modell aus der elektrischen ID.-Familie. Besonders interessant sind dabei die Scheinwerfer, die sich deutlich von bekannten Volkswagen-Modellen unterscheiden. Das sichtbare Licht wirkt wie ein Tagfahrlicht, während sich der eigentliche Hauptscheinwerfer möglicherweise in einem anderen Bereich verbirgt. Auch ein weiteres Licht-Element ist zu erkennen. Ob es sich dabei um den Blinker handelt, lässt sich am abgestellten und stark getarnten Fahrzeug allerdings noch nicht feststellen.

Insgesamt vermittelt die Front einen modernen Eindruck und deutet darauf hin, dass Volkswagen beim Design des neuen Elektro-SUV einen eigenständigen Weg einschlagen könnte. Gleichzeitig sind Parallelen zu bereits bekannten ID.-Modellen erkennbar.

Abmessungen nahe am VW ID.4

Auch die Seitenansicht liefert einige interessante Hinweise. Mit der Maßstab-App des iPhones wurde die Länge des Prototypen grob vermessen. Dabei ergibt sich eine Länge, die ungefähr acht Zentimeter über der eines bisherigen Verbrenner-Tiguan liegt. Andere Abmessungen wie die Höhe konnten am abgestellten Fahrzeug nicht zuverlässig bestimmt werden.

Optisch wirkt das Fahrzeug allerdings eher wie ein VW ID.4 als wie ein ID.5. Gerade die Proportionen erinnern stark an das elektrische SUV. Damit würde der neue Volkswagen auch größenmäßig in einen Bereich rücken, der für viele Käufer interessant sein dürfte.

Sportliche 21-Zoll-Felgen

Besonders auffällig sind die montierten Räder. Der Prototyp steht auf 21-Zoll-Felgen, die deutlich sportlicher wirken als die teilweise geschlossenen Felgen, die man von den bisherigen ID.-Modellen kennt. Gerade bei Elektroautos werden häufig aerodynamisch optimierte und teilweise geschlossene Felgendesigns eingesetzt. Die hier sichtbaren Räder wirken dagegen ausgesprochen sportlich.

Ob dieses Design tatsächlich in dieser Form in die Serie übernommen wird, lässt sich beim getarnten Fahrzeug noch nicht sagen. Interessant ist aber auch die Bremsanlage: An der Vorderachse ist eine Bremsscheibe zu erkennen, während hinten eine Trommelbremse zum Einsatz kommt.

Auffälliges Heck und kompakter Kofferraum

Auch am Heck lassen sich bereits einige Designelemente erkennen. Die Rückansicht erinnert an die Designsprache anderer neuer ID.-Modelle. Genannt werden dabei unter anderem der ID. Cross und der ID. Polo, deren Gestaltung bereits bekannt beziehungsweise enthüllt ist.

Ein kurzer Blick in den Kofferraum liefert ebenfalls interessante Hinweise. Der Gepäckraum wirkt im aktuellen Zustand kompakter als der eines klassischen Verbrenner-Tiguan. Das könnte mit dem Aufbau des Fahrzeugs zusammenhängen. Nach der Einschätzung aus dem Video könnte hier eine MEB-basierte Konstruktion mit Heckantrieb zum Einsatz kommen. Der Elektromotor sitzt dabei hinten. Ein weiterer Motor an der Vorderachse wäre entsprechend für eine mögliche Allradversion denkbar.

Das erklärt möglicherweise auch, warum der Bereich unterhalb beziehungsweise vor dem Kofferraum anders aufgebaut ist, als man es von einem klassischen Tiguan mit Verbrennungsmotor kennt. Wie groß das endgültige Kofferraumvolumen tatsächlich ausfallen wird, lässt sich anhand des Prototypen allerdings noch nicht beurteilen.

Erster Blick ins Cockpit

Auch der Innenraum ist noch weitgehend abgedeckt. Trotzdem lassen sich bereits einige Details erkennen. Zu sehen ist ein neues Cockpit mit einem etwas größeren Display. Gleichzeitig erinnern verschiedene sichtbare Elemente an das Cockpit des ID. Polo.

Die Tasten und die grundsätzliche Gestaltung lassen bereits eine Verbindung zur neuen Generation der ID.-Modelle erkennen. Ein Großteil des Innenraums bleibt beim abgestellten Prototypen allerdings noch unter Abdeckungen verborgen. Die Sitze hinterlassen dabei einen angenehmen Eindruck. Mehr lässt sich bei diesem ersten Blick von außen und durch die vorhandenen Abdeckungen noch nicht seriös beurteilen.

MEB-Plattform und Heckantrieb erwartet

Bei der technischen Basis handelt es sich nach der Einschätzung aus dem Video voraussichtlich um eine Weiterentwicklung beziehungsweise Nutzung der bekannten MEB-Plattform. Ein 800-Volt-Bordnetz wird dabei eher nicht erwartet. Stattdessen liegt die Vermutung nahe, dass Volkswagen beim neuen Elektro-SUV weiterhin auf die bisherige Plattformstrategie setzt.

Als Antrieb wird entsprechend ein Heckantrieb erwartet. Eine zusätzliche Option auf Allradantrieb wäre ebenfalls denkbar, wenn Volkswagen einen zweiten Elektromotor an der Vorderachse anbietet. Zum Zeitpunkt dieses ersten Blicks auf den Prototypen sind diese technischen Angaben allerdings noch Einschätzungen und keine offiziell bestätigten Daten.

VW ID. Tiguan als möglicher ID.4-Nachfolger

Der Gesamteindruck des getarnten Fahrzeugs spricht aus unserer Sicht dafür, dass Volkswagen hier einen elektrischen SUV im Umfeld des ID.4 entwickelt. Gleichzeitig wirkt das Fahrzeug nicht wie eine einfache Kopie des bisherigen ID.4. Die Proportionen, die Front, die Räder und die sichtbaren Details des Innenraums deuten auf eine neue Generation der elektrischen Volkswagen-Modelle hin.

Sollte sich die Vermutung bestätigen, könnte der VW ID. Tiguan eine wichtige Rolle im elektrischen SUV-Programm von Volkswagen übernehmen. Die Nähe zum ID.4 ist dabei besonders auffällig. Gleichzeitig könnte das Fahrzeug die bisherige Lücke zwischen dem klassischen Tiguan und der elektrischen ID.-Familie schließen.

Noch sind allerdings viele Fragen offen. Volkswagen hat die Bezeichnung ID. Tiguan zum Zeitpunkt dieses ersten Blicks noch nicht offiziell bestätigt. Auch zu Motorisierung, Batterie, Reichweite, Ladeleistung, Preisen und weiteren technischen Daten gibt es hier noch keine verlässlichen Angaben.

Fazit: Vieles bleibt noch unter der Tarnung

Der erste Blick auf den getarnten Volkswagen in Wien zeigt trotzdem bereits erstaunlich viel. Die Proportionen erinnern an den ID.4, das Fahrzeug ist ungefähr acht Zentimeter länger als der bisherige Verbrenner-Tiguan und die 21-Zoll-Felgen sorgen für einen auffällig sportlichen Eindruck. Dazu kommen ein neues Cockpit, ein größeres Display und eine Gestaltung, die teilweise an den ID. Polo und weitere neue ID.-Modelle erinnert.

Besonders interessant ist die vermutete technische Ausrichtung mit MEB-Plattform, Heckantrieb und möglicherweise optionalem Allradantrieb. Ein 800-Volt-Bordnetz wird dagegen derzeit eher nicht erwartet. Ob diese Einschätzungen am Ende tatsächlich zutreffen und ob das Fahrzeug wirklich als VW ID. Tiguan auf den Markt kommt, wird sich erst bei der offiziellen Enthüllung zeigen.

Bis dahin bleibt dieser Prototyp ein spannender erster Ausblick auf einen möglichen elektrischen Nachfolger des ID.4 beziehungsweise auf ein neues Elektro-SUV von Volkswagen. Die vollständige Enthüllung soll erst in einigen Wochen erfolgen.

YouTube Video:

Dieser Text ist auf der Basis unseres YouTube Videos mit einer automatischen Transkription entstanden.

Über den Autor

Matthias Luft

Autor Matthias Luft faszinieren effiziente Motoren, moderne Designs und die neusten Fahrerassistenzsysteme.

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