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VW ID. Software 3.0: Travel Assit mit Schwarmdaten im Test

Die neue ID. Software 3.0 bringt für manche ID. Fahrer zahlreiche Neuerungen mit sich. Wir zeigen, ob sich das Update lohnt. Wir haben den Travel Assist mit Spurwechselassistent und Schwarmdaten schon getestet. Außerdem zeigen wir den Park Assist Plus mit Memoryfunktion im Video.


Assistierter Spurwechsel im ID.3, ID.4 und ID.5

Wir sind bei unserem ersten Test der ID. Software 3.0 in einem ID.4 unterwegs. Der Travel Assist mit Spurwechselassistent setzt zusätzliche Hardware voraus. Deshalb direkt die schlechte Nachricht: Er ist nur für aktuell neu gebaute ID. Modelle verfügbar und kann nicht upgegradet oder digital nachgekauft werden. Der assistierte Spurwechsel funktionierte in unserem ersten Test sehr gut: Befindet man sich auf einer Autobahn und fährt mindestens 90 km/h schnell und hat den Travel Assist aktiviert, bekommt man den Spurwechsel vorgeschlagen. In einer neuen Animation tauchen kleine weiße Pfeile auf, die in die Richtung zeigen, in die ein Spurwechsel möglich ist. Radare und Kamera checken die Umgebung. Ein Spurwechsel wird nur vorgeschlagen, wenn er sicher ausgeführt werden kann. Wichtig dabei: Die Hände müssen weitestgehend am Lenkrad bleiben. Es handelt sich um keinen Autopilot.

0:00 Assistierter Spurwechsel
2:30 Details Anzeigen
3:55 Travel Assist mit Schwarmdaten
6:50 Details Landstraße
7:20 Neuer Lane Assist
8:15 Update ID. Software 3.0

Travel Assist mit Schwarmdaten

Dank einer neuen, leistungsstärkeren Multifunktionskamera kann der Travel Assist nun auch die Umgebung deutlich besser erkennen. Momentan sammeln viele Volkswagen Modelle (so auch unser Golf GTI Clubsport) Daten. Die Umgebung wird digitalisiert und in die Cloud geladen. Orientierungspunkte für die Software sind z.B. Bäume entlang von Landstraßen. Trifft ein ID. Modell mit Software 3.0 und aktiviertem Travel Assist dann z.B. auf eine Landstraße ohne ausreichend Spurmarkierungen, wird das Road Experience Management aktiv. Der ID. orientiert sich dann an Kartendaten aus der Cloud bzw. folgt dem Weg, den schon anderen Volkswagen gefahren sind. Dass der Travel Assist auf Schwarmdaten zurückgreift erkennt man am Spursymbol an kleinen Dreiecken, wie wir oben im Video erklären. Mit diesem Fahren auf Basis von Schwarmdaten sind in Zukunft noch etliche weitere Szenarien denkbar.

Funktionsweise Travel Assist mit Schwarmdaten

Park Assist Plus mit Memoryfunktion

Der Park Assist (Plus) ist auch schon von früheren MQB-Modellen bekannt. In der neuen Version für die MEB-Modelle kommen neue Funktionen hinzu. Ist der Park Assist aktiv, muss man mittlerweile gar nichts mehr tun, auch keinen Knopf gedrückt halten. Richtig spannend ist aber der Park Assist Plus mit Memoryfunktion: Sobald man langsamer als 40 km/h fährt, merkt sich das ID.Modell den genauen gefahrenen Weg der letzten 50 Meter. Hat man sein Auto z.B. selbst in der heimischen Garage abgestellt, kann man diese Weg im Parkmenü speichern. Erreicht man nächstes Mal die Hofeinfahrt, wird das dank der Kameratechnik der ID. Modelle erkannt. Im Infotainment wird vorgeschlagen, dass jetzt automatisch eingeparkt werden kann. Das Fahrzeug fährt jetzt die zuvor gespeicherte Strecke ab. Dabei kann es auch sämtliche Kurven sowie Gangwechsel und auch enges Rangieren wieder abfahren. Die Funktion eignet sich besonders gut für enge Einfahrten. Diese Funktion ist nicht mit dem Rückfahrassistent im 3er BMW zu verwechseln. Dieser merkt sich nur die reinen Lenkbewegungen und arbeitet ganz ohne Kameradaten.

Wer bekommt das Update?

Wie schon gesagt kann das Update jeder ID. Besitzer laden. Allerdings funktionieren die zwei interessantesten, oben gezeigten Funktionen nur mit neuer Hardware. Für beide werden nämlich eine neue Multifunktionskamera sowie weitere Ultraschallsensoren an der Seite benötigt, die die ersten ID. Modelle nicht hatten. Zudem muss die ID. Software 2.4 installiert (worden) sein, um überhaupt auf die Version 3 updaten zu können. Das Update auf die Version 3.0 soll im Frühjahr 2022 kostenfrei ausgerollt werden. Das Update beinhaltet auch weitere kleinere Optimierungen wie neue Anzeigen im digitalen Tacho, das Laden mit 135 kW sowie optimierte Navigations- und E-Planungsoptionen im Infotainment. Die erweiterten Assistenzsystemen sind zwar mehr oder weniger eine „Spielerei“, zeigen aber sehr gut, was in Kürze beim Fall von gesetzl. Hürden beim (teil-)autonomen Fahren möglich ist.

Über den Autor

Matthias Luft

Autor Matthias Luft faszinieren effiziente Motoren, moderne Designs und die neusten Fahrerassistenzsysteme.

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