Der VW ID. California Cruise ist der neue Einstieg in die Welt der vollelektrischen Camper von Volkswagen. Für 2026 bringt Volkswagen den ID. Buzz als California Cruise auf die Straße. Anders als ein klassischer Camper soll das Fahrzeug dabei nicht nur für den Urlaub geeignet sein, sondern sich auch im Alltag möglichst flexibel nutzen lassen. Wir schauen uns an, was der elektrische Camper bietet, wie das Schlafsystem funktioniert und was der ID. California Cruise kostet.
VW ID. California Cruise: Basis und Ausstattung
Als Basis für den ID. California Cruise dient der ID. Buzz Pro mit langem Radstand. Je nach gewähltem Radstand kommt ein 79 beziehungsweise 86 kWh großer Akku zum Einsatz. Zur Serienausstattung gehören unter anderem 18-Zoll-Stahlfelgen, wobei das hier gezeigte Fahrzeug mit zusätzlichen Optionen ausgestattet ist. Dazu gehört beispielsweise die Zweifarblackierung. Außen weist der California-Schriftzug auf die besondere Ausführung hin. Auch am Heck findet sich statt des ID. Buzz-Schriftzugs der California-Schriftzug.
Der California Cruise ist dabei bewusst als Einstieg in das elektrische Campen konzipiert. Entscheidend ist die Alltagstauglichkeit. Volkswagen bietet das Fahrzeug mit fünf, sechs oder sieben Sitzplätzen an. Das Bett kann ein- und ausgebaut werden, sodass sich der Innenraum je nach Einsatzzweck anpassen lässt. Im gezeigten Fahrzeug ist die Matratze gerade verstaut. Dadurch bleiben zusätzliche Stauräume nutzbar. Unter anderem gibt es Stauraum im hinteren Bereich sowie eine Tasche mit zwei Stühlen und einem Tisch – also genau den grundlegenden Dingen, die man beim Camping benötigt.
Wer das Fahrzeug nicht das ganze Jahr über als Camper nutzt, kann die Matratze herausnehmen und Teile des Ausbaus entfernen. Je nach bestellter Sitzkonfiguration lassen sich anschließend beispielsweise eine Dreiersitzbank und zwei weitere Sitze oder zwei Einzelsitze und zwei Sitze in der dritten Reihe einsetzen. Damit stehen wieder sechs oder sieben Sitzplätze zur Verfügung. Auch ein doppelter Ladeboden bleibt vorhanden. Der California Cruise soll dadurch im Alltag möglichst wenig Einschränkungen mit sich bringen.
California-Modus im Infotainment
Im Innenraum verändert sich im Vergleich zum normalen ID. Buzz zunächst nicht besonders viel. Interessant ist allerdings das Infotainment. Neben dem bekannten Standmodus gibt es im California Cruise einen speziellen California-Modus.
Die Funktionen ähneln zunächst dem bekannten Standmodus. So lässt sich beispielsweise einstellen, wie lange die Klimaanlage über Nacht laufen soll. Möglich sind dabei unterschiedliche Zeiträume und Einstellungen im Eco- oder normalen Modus. Auch die Fahrzeugbeleuchtung lässt sich entsprechend konfigurieren. So kann festgelegt werden, ob sich Innen- und Außenbeleuchtung beim Öffnen einer Tür einschalten soll. Gerade beim Camping ist das sinnvoll, damit nachts nicht plötzlich die Beleuchtung angeht und möglicherweise andere Camper gestört werden.
Auch Einstellungen für das automatische Öffnen der Tür können vorgenommen werden. Besonders interessant ist aber ein zusätzliches Steuergerät, das Volkswagen für den California Cruise integriert hat. Im normalen Standmodus werden die USB-Anschlüsse im hinteren Bereich nach 30 Minuten abgeschaltet, um Energie zu sparen. Im California Cruise bleiben dagegen die hinteren Deckenleuchten und USB-Anschlüsse mit Strom versorgt. Wer nachts das Licht benötigt oder sein Smartphone laden möchte, kann dies damit auch über längere Zeit tun. Für einen Camper ist das eine sinnvolle Erweiterung.

So wird aus dem ID. Buzz ein Camper
Für die Nutzung als Schlafplatz müssen zunächst die hinteren Sitze entsprechend umgelegt werden. Im gezeigten Fahrzeug sind zwei Einzelsitze in der zweiten Reihe verbaut. Anschließend wird das Bettgestell aufgebaut. Dieses besteht aus einer stabilen Platte mit Scharnieren, die sich aufklappen lässt.
Die Matratze wird dafür entsprechend nach hinten geschoben und anschließend auf dem Bettgestell ausgelegt. Eine klassische Tellerfederung gibt es nicht. Stattdessen kommt eine stabile, mit Stoff bezogene Konstruktion zum Einsatz.
Die Liegefläche misst 1,20 Meter in der Breite und 2,30 Meter in der Länge. Damit ist das Bett auch für sehr große Personen interessant. Selbst bei einer Körpergröße von 2,30 Metern sollte ausreichend Platz vorhanden sein. Im Praxistest zeigt sich zudem, dass sich zu zweit entspannt im California Cruise schlafen lässt.
Komfort beim Übernachten
Für die Nacht stehen auf beiden Seiten Deckenleuchten zur Verfügung. Eine praktische Funktion ermöglicht es, mit einem doppelten Druck sämtliche Beleuchtung auszuschalten. Damit muss man nachts nicht einzeln nach den verschiedenen Lichtquellen suchen.
Ist die optionale Drei-Zonen-Klimaautomatik an Bord, lässt sich außerdem die Temperatur der Standklimatisierung beziehungsweise Standheizung auch vom Bett aus verändern. Wird es nachts zu warm oder zu kalt, kann die Temperatur direkt im hinteren Bereich angepasst werden, ohne dafür nach vorne gehen zu müssen.
Für große Personen gibt es allerdings einen kleinen Nachteil: Ohne Aufstelldach kann es im hinteren Bereich mit der Kopffreiheit etwas knapp werden. Ein Aufstelldach gibt es aktuell noch nicht. Volkswagen hat sich dazu noch nicht festgelegt. Möglich ist laut Einschätzung im Video, dass eine solche Lösung in Zukunft noch angeboten wird.
Für das Camping wichtig sind außerdem die Verdunkelungsmöglichkeiten für die Scheiben. Auch für das optionale Glasdach ist eine entsprechende Verdunklung vorgesehen. Eine weitere Funktion, die noch fehlt, ist die Nivellierung. Beim New California wird angezeigt, ob das Fahrzeug gerade steht. Beim California Cruise ist diese Funktion noch nicht vorhanden. Sie soll voraussichtlich später per Software-Update in die California App integriert werden.

USB-C-Anschlüsse und Stauraum
Auch bei der Stromversorgung bietet der California Cruise einige praktische Lösungen. Im Kofferraum ist grundsätzlich eine 12-Volt-Versorgung vorhanden. Für die Nutzung im Alltag sind außerdem mehrere USB-C-Anschlüsse interessant. Im hinteren Bereich befindet sich auf beiden Seiten jeweils ein USB-C-Anschluss. Damit lässt sich beispielsweise das Smartphone direkt am Schlafplatz laden.
Zusätzliche Ablagemöglichkeiten gibt es ebenfalls. Auch vorne steht vergleichsweise viel Platz zur Verfügung, um verschiedene Gegenstände unterzubringen. Für die Nutzung elektrischer Geräte ist man damit insgesamt gut ausgestattet.
Was kostet der VW ID. California Cruise?
Der Einstiegspreis für den ID. California Cruise liegt beim kurzen Radstand bei ungefähr 60.700 Euro. Mit entsprechender Ausstattung kann der Preis allerdings deutlich steigen. 70.000 oder 80.000 Euro sind mit zusätzlicher Ausstattung durchaus möglich.
Im Vergleich zum normalen ID. Buzz erhält der California Cruise bereits eine etwas umfangreichere Ausstattung. Dazu gehört unter anderem das Interior Paket Style. Dieses bringt auch den California-Schriftzug an den Sitzen mit. Das gefällt im Video besonders gut, weil Volkswagen damit den Charakter des California weiterhin sichtbar macht.
Hinzu kommen das Komfortpaket und das Gute-Nacht-Paket. Gegenüber dem separat erhältlichen Gute-Nacht-Paket für den ID. Buzz bietet die California-Version unter anderem eine etwas dicker aufgeschäumte Matratze. Die Verdunklung und die Tür-Ventilationsschlitze sind ebenfalls Bestandteil des Gute-Nacht-Pakets.
Elektrisch campen mit 3,6 kW Leistung
Ein besonders interessanter Punkt des elektrischen California Cruise ist die Nutzung des Akkus für externe Verbraucher. Über den Power Socket lassen sich bis zu 3,6 kW Spitzenleistung aus dem Akku ziehen. Volkswagen gibt eine Dauerleistung von 2.000 Watt an.
Gerade für ein Wochenende auf einem Festival kann das interessant sein. Man benötigt kein zusätzliches Zelt, kann auf der Matratze im Fahrzeug schlafen und die Klimatisierung nachts auf beispielsweise 22 Grad einstellen. Gleichzeitig steht der Power Outlet zur Verfügung, um elektrische Geräte zu betreiben.
So kann beispielsweise eine Musikbox angeschlossen werden. Auch ein Induktionskochfeld mit 2.000 Watt lässt sich damit betreiben. Dadurch entsteht eine gewisse Unabhängigkeit von einem externen Stromanschluss. Gerade auf Stellplätzen ohne vorhandenen Stromanschluss kann diese Möglichkeit ein großer Vorteil sein.
Der California Cruise ist damit allerdings noch kein vollständig ausgestatteter Camper. Ein Wasseranschluss ist beispielsweise nicht vorhanden. Auch weitere typische Campinglösungen fehlen aktuell noch. Im Video wird deshalb die Frage aufgeworfen, was Volkswagen in Zukunft noch nachlegen könnte. Denkbar wären beispielsweise eine Markise oder ein Aufstelldach. Auch eine weitere Ausbauvariante könnte künftig folgen. Bis 2028 soll sich bei den Ausbauvarianten noch etwas tun.

Fazit zum VW ID. California Cruise
Der VW ID. California Cruise ist ein interessanter Einstieg in das elektrische Campen und verbindet die Alltagstauglichkeit des ID. Buzz mit einem vergleichsweise einfachen Campingausbau. Besonders praktisch ist, dass sich das Fahrzeug mit fünf, sechs oder sieben Sitzen nutzen lässt und der Campingausbau bei Bedarf entfernt werden kann. Das macht den California Cruise auch für Nutzer interessant, die nicht das ganze Jahr über campen.
Das Schlafsystem bietet mit 1,20 Meter Breite und 2,30 Meter Länge eine großzügige Liegefläche. Dazu kommen die Deckenbeleuchtung, die vom Bett aus steuerbare Klimatisierung und die dauerhaft verfügbaren USB-C-Anschlüsse im hinteren Bereich. Auch die Möglichkeit, über den Power Socket elektrische Geräte mit bis zu 3,6 kW Spitzenleistung zu betreiben, macht den elektrischen Camper flexibel.
Gleichzeitig fehlen aktuell noch einige Funktionen, die man von einem umfangreicheren Camper erwarten könnte. Dazu zählen insbesondere ein Aufstelldach und eine Nivellierungsfunktion. Auch ein Wasseranschluss ist derzeit nicht vorhanden. Volkswagen könnte den California Cruise in Zukunft also noch weiter ausbauen.
Für den Einstieg in das elektrische Campen ist der ID. California Cruise dennoch interessant. Besonders dann, wenn das Fahrzeug nicht nur als Camper, sondern auch als normales Familien- und Alltagsfahrzeug genutzt werden soll. Der Einstiegspreis von rund 60.700 Euro macht ihn dabei zum neuen elektrischen Camper-Einstieg von Volkswagen, wobei mit zusätzlicher Ausstattung auch Preise von 70.000 bis 80.000 Euro möglich sind.
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Dieser Text ist auf der Basis unseres YouTube Videos mit einer automatischen Transkription entstanden.
