Fahrberichte Volkswagen

VW ID.3 Neo Test: Neues Cockpit, Travel Assist 3.0 und große Technik-Updates im Facelift

Mit dem VW ID.3 Neo bringt Volkswagen ein umfangreich überarbeitetes Update seines Elektro-Kompaktmodells. Dabei handelt es sich nicht nur um ein klassisches Facelift, sondern laut Volkswagen um eine deutlich größere technische Weiterentwicklung mit neuer Sensorik, aktualisierter ID Software 6.0 und erweiterten Assistenzsystemen. Besonders interessant ist dabei der neue Connected Travel Assist sowie das modernisierte Cockpit, das künftig auch in kommenden Modellen wie ID. Cross oder ID. Polo eingesetzt wird.


Dezente Designänderungen außen, bekannte Proportionen bleiben erhalten

Optisch bleibt der ID.3 Neo klar als ID.3 erkennbar, erhält jedoch mehrere Detailanpassungen. Neu ist unter anderem die überarbeitete Lichtleiste an der Front mit gedimmter Darstellung statt punktueller Lichtsignatur. Zusätzlich wurden Felgendesigns und einzelne Karosseriedetails angepasst. Veränderungen an Länge oder Fahrzeugproportionen gibt es dagegen nicht. Auffällig ist außerdem, dass bislang schwarze Dachflächen nun durchlackiert sind. Auch am Heck zeigen sich kleinere Änderungen. Insgesamt bleibt der Charakter vertraut, wirkt aber moderner.

Neues Cockpit mit größerem Display und verbesserter Bedienstruktur

Im Innenraum zeigt sich die wichtigste Veränderung. Der ID.3 Neo erhält ein komplett neues Cockpit, das künftig nahezu identisch auch in kommenden Modellen wie ID. Cross oder ID. Polo eingesetzt wird. Serienmäßig kommt jetzt ein 10,25-Zoll-Display zum Einsatz, das unter anderem Google-Karten darstellen kann. Ergänzt wird das System durch ein rund 13 Zoll großes Innovision-Infotainment-Display mit neuer Menüstruktur und verbesserter Bedienlogik.

Besonders wichtig im Alltag: Slider entfallen weitgehend und es stehen wieder physische Bedienelemente etwa für Lautstärke und zentrale Funktionen zur Verfügung. Auch das neue Lenkrad gehört serienmäßig zur Ausstattung und verbessert die Bedienbarkeit gegenüber früheren Versionen deutlich.

Neue ID Software 6.0 mit Android-Basis und Digital Key

Neben der Hardware wurde auch die Software umfassend überarbeitet. Zum Einsatz kommt die neue ID Software 6.0, die allerdings nur in Verbindung mit der neuen Hardware vollständig verfügbar ist. Erst mit dem neuen Sensorset stehen Funktionen wie ein moderner Digital Key zur Verfügung, der künftig auch mit Apple Wallet kompatibel ist und sich mit anderen Nutzern teilen lässt.

Zusätzlich basiert das System auf Android-Technologie und arbeitet entsprechend flüssiger. Ebenfalls neu ist ein Campingmodus, mit dem sich beispielsweise die Klimatisierung über längere Zeit aktiv halten lässt. Ergänzt wird das System durch neue Suchfunktionen innerhalb der Fahrzeugmenüs sowie erstmals 5G-Konnektivität.

Apps, Streamingfunktionen und neue Konnektivität im Alltag

Auch im Bereich Infotainment erweitert Volkswagen die Funktionen deutlich. Apps wie YouTube lassen sich künftig direkt im Fahrzeug installieren und während Ladepausen nutzen. Gleichzeitig bleibt die bekannte Menüstruktur in Teilen erhalten, etwa beim Car Control Center oder der festen Klimaleiste im unteren Bildschirmbereich. Insgesamt wirkt das Bedienkonzept deutlich zugänglicher als bisher.

Connected Travel Assist bringt neue Assistenzfunktionen ins Kompaktsegment

Besonders interessant ist die neue Generation der Assistenzsysteme. Der ID.3 Neo gehört zu den ersten Volkswagen-Modellen mit Connected Travel Assist der neuesten Generation. Dazu zählt unter anderem eine Ampelerkennung, die das Fahrzeug beim Heranfahren an Kreuzungen unterstützt. Eine Stoppschilderkennung wird dagegen zunächst nicht verfügbar sein, da diese Funktion aktuell europaweit noch nicht zuverlässig genug umgesetzt werden kann.

Neu ist außerdem die stärkere Nutzung von Schwarmdaten. Damit reagiert das Fahrzeug beispielsweise auf bekannte Gefahrenstellen oder Bahnübergänge, an denen andere Fahrzeuge ihre Geschwindigkeit reduzieren. Zusätzlich wurde der assistierte Spurwechsel weiterentwickelt und kann künftig besser auf Lenkeingriffe des Fahrers reagieren. Auch Einstellungen wie die Deaktivierung bestimmter Warnmeldungen lassen sich nun dauerhaft speichern, was die Alltagstauglichkeit weiter verbessert.

Augmented-Reality-Head-up-Display weiterhin verfügbar

Ein weiterer Vorteil gegenüber kommenden MEB-Plus-Modellen bleibt das optionale Augmented-Reality-Head-up-Display. Dieses steht im ID.3 Neo weiterhin zur Verfügung und ergänzt das bekannte ID-Light im Cockpit. Damit bietet das Fahrzeug eine Kombination aus neuer Softwareplattform und bewährten Anzeigeelementen früherer Generationen.

Neue Motorvarianten mit APP350 und APP550 sowie bis zu 630 km Reichweite

Beim Antrieb bleibt der bekannte APP550-Heckmotor mit bis zu 550 Nm Drehmoment weiterhin Bestandteil der größeren Varianten. Neu hinzu kommt zusätzlich der APP350 mit 350 Nm Drehmoment für effizientere Einstiegsmodelle. Insgesamt stehen weiterhin mehrere Batterie- und Antriebsvarianten zur Verfügung.

Die große Batterie ermöglicht Reichweiten von bis zu rund 630 Kilometern. Zusätzlich unterstützt der neue Fahrmodus ein erweitertes One-Pedal-Driving mit stärkerer Rekuperation.

Neue Ausstattungslinien ersetzen bisherige Variantenstruktur

Auch die Ausstattungsstruktur wird überarbeitet. Statt bisheriger Varianten wie Pure oder Pro plant Volkswagen künftig neue Linien wie Basis, Trend, Live, Style sowie möglicherweise später eine zusätzliche Airline-Version. Damit positioniert sich der ID.3 Neo als technisch deutlich modernisierte Version des bekannten Kompakt-Elektroautos und übernimmt gleichzeitig eine wichtige Rolle als Technologieträger für kommende Modelle der Plattform.

Dieser Text ist auf der Basis unseres YouTube Videos mit einer automatischen Transkription entstanden.

Über den Autor

Matthias Luft

Autor Matthias Luft faszinieren effiziente Motoren, moderne Designs und die neusten Fahrerassistenzsysteme.

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