Als Pionier des technischen Fortschritts galt die Automobilindustrie schon immer, über das letzte Jahrzehnt sogar noch mehr als zuvor. Bedingt durch neue technologische Innovationen, haben sich da auch die Modellzyklen deutlich verkürzt – von ehemals etwa sechs bis acht Jahren für eine neue Fahrzeuggeneration auf aktuell eher zwei bis vier Jahre. Für Fahrzeughalter wird es dadurch zugleich attraktiver, das eigene Auto etwas früher als bisher auszutauschen.
Neue Fahrzeugtechnik schafft schneller spürbare Unterschiede
Moderne Assistenzsysteme (ADAS) sind heute nicht nur weitläufig verbreitet und übernehmen mittlerweile zahlreiche Aufgaben im Fahralltag, sie besitzen gemeinhin auch eine hohe Akzeptanzquote und sind teilweise entsprechend den EU-Verordnungen sogar vorgeschrieben. Unterschiede gibt es aber auch da: Bei einer ADAS-Studie zeigten sich beispielsweise 88 % der Befragten sehr zufrieden mit der adaptiven Geschwindigkeitsregelung, während bei Spurwechsel- und Spurfolgeassistenten noch deutlich Luft nach oben ist – zufrieden waren mit diesen nur 61 beziehungsweise 76 % der Befragten. Ebenfalls auffällig war, dass 35 % der Befragten Assistenzsysteme als “nervig” empfinden und 19 % vor den automatisierten Eingriffen sogar Angst verspüren.
Weitaus weniger strittig sind die zahlreichen vernetzten Dienste, digitalen Funktionen und fortlaufenden Software-Updates, die heute ebenfalls Bestandteil vieler moderner Fahrzeuggenerationen sind. Weil parallel dazu noch die Anforderungen hinsichtlich des Komforts und der Konnektivität steigen, ebenso wie die Sicherheitsstandards, die der Gesetzgeber festlegt, können veraltete Fahrzeuggenerationen so schnell ins Hintertreffen geraten. Zwar sind diese natürlich weiterhin zuverlässig nutzbar, aber die fehlenden, jüngst veröffentlichten technologischen Innovationen machen sich dann, mindestens im direkten Vergleich mit neuen Generationen, eben doch bemerkbar.
Elektro- und Hybridantriebe erhöhen das Entwicklungstempo
Eine klare Weiterentwicklung ist auch bei den umweltfreundlichen Elektro- und Hybridantrieben erkennbar. Anders als bei Verbrennern, wo die Entwicklung weitgehend stagniert und nur noch kleinere Effizienzsteigerungen erzielt werden, zeigen sich technologische Fortschritte in der E-Mobilität besonders deutlich.
Die verbesserte Zellchemie modernster Batterien und viele zusätzliche sowie schnellere Lademöglichkeiten sorgen für deutlich mehr Komfort. E-Fahrzeuge schaffen so ohne erneute Ladung längere Strecken, wenn sie dann doch geladen werden, geht das heute deutlich zügiger als noch vor zehn Jahren. Schon in der Mittelklasse lassen sich Fahrzeuge am Schnelllader heute von 10 auf 80 % in ungefähr 20 Minuten “auftanken” – früher waren dafür noch 40 bis 55 Minuten notwendig. Ähnliche Fortschritte sind auch bei Plug-in-Hybriden feststellbar, die heute längst nicht mehr nur auf 30 bis 40 Kilometer elektrischer Fahrleistung begrenzt sind, sondern oftmals schon routiniert 100 Kilometer oder mehr rein elektrisch schaffen.
Nicht jede dieser Innovationen ist für jeden einzelnen Fahrzeughalter und Verbraucher relevant. Wer beispielsweise ein E-Auto fährt, der braucht sich aus offensichtlichem Grund nicht mit den Fortschritten bei Plug-in-Hybriden zu beschäftigen. Selbiges gilt für digitale Assistenzsysteme – letztlich entscheiden das individuelle Fahrprofil, die typischerweise gefahrene Streckenlänge und die Ladeinfrastruktur unmittelbar in der eigenen Region.
Wann sich ein Modellwechsel tatsächlich lohnt
Verbraucher sollten daher zunächst ermitteln, welche neuen Innovationen sie tatsächlich begrüßen würden und welche einen echten Mehrwert bieten. Da es all den Fortschritt natürlich nicht umsonst gibt, sind diesem die Anschaffungs- sowie laufenden Kosten, der Wertverlust und etwaige andere Ausgaben gegenüberzustellen. An die Nutzungsdauer ist ebenfalls zu denken, denn sie nimmt maßgeblich Einfluss darauf, welche Art der Anschaffung (Kauf, Finanzierung oder Leasing) eine gute Option darstellt.
Unterstützung bei ihrer Entscheidung erhalten Verbraucher zum Beispiel von Fahrzeugbörsen oder Online-Leasingportalen wie mobile.de/leasing. Selbige erleichtern den Vergleich verschiedener Modelle und Konditionen und machen passende Wechseloptionen auf einen Blick sichtbar. Gerade Leasing bietet eine hohe Flexibilität, da sich auf diese Weise regelmäßig neue Fahrzeugmodelle nutzen lassen, ohne das Fahrzeug langfristig besitzen zu müssen. So können Verbraucher von den neuesten technologischen Entwicklungen profitieren und ihren Wagen in vergleichsweise kurzen Abständen an den aktuellen Modellstand anpassen. Im nächsten Schritt lässt sich über entsprechende Angebote dann auch direkt die eigentliche Anschaffung beziehungsweise Finanzierung auf den Weg bringen.
Während technologische Innovationen also definitiv zu begrüßen sind und auch in Zukunft konsequent stattfinden werden, muss nicht jede einzelne Innovation bei jedem Fahrzeughalter automatisch in einer Neuanschaffung resultieren. Das ist stets eine individuelle Entscheidung, die maßgeblich von der Nutzung des Fahrzeugs und den gelieferten Mehrwerten der neuen Technologien abhängt. Vor dem möglichen Fahrzeugwechsel sollten diese potenziellen Mehrwerte daher stets den anfallenden Kosten gegenübergestellt werden.
