Fahrberichte

Volkswagen T-Roc Hybrid Test: Neuer Vollhybrid soll bis zu 20 Prozent sparen

Volkswagen erweitert sein Antriebsangebot um einen neuen Vollhybrid. Der neue Hybridantrieb wird zunächst im T-Roc und später auch im Golf zum Einsatz kommen. Im Gegensatz zum bekannten eTSI oder den Plug-in-Hybrid-Modellen muss der Fahrer den neuen Hybrid weder laden noch sich um verschiedene Fahrmodi kümmern. Das System übernimmt sämtliche Entscheidungen selbst und soll vor allem im Stadt- und Überlandverkehr besonders effizient arbeiten. Wir konnten den neuen Antrieb bereits vorab kennenlernen und haben uns gemeinsam mit einem an der Entwicklung beteiligten Ingenieur die Technik genauer angesehen.


Vollhybrid ohne externe Lademöglichkeit

Der neue Vollhybrid basiert auf dem bekannten 1.5 TSI-Benzinmotor, wurde jedoch umfassend für den Hybridbetrieb weiterentwickelt. Geplant sind zwei Leistungsstufen. Das hier vorgestellte Modell bietet eine Systemleistung von 170 PS beziehungsweise 125 kW. Der entscheidende Unterschied zu einem Plug-in-Hybrid besteht darin, dass die Batterie nicht von außen geladen werden kann. Sämtliche Energie gewinnt das Fahrzeug während der Fahrt selbst. Für den Fahrer bedeutet das maximalen Komfort, denn ein Nachladen oder das Auswählen verschiedener Fahrprogramme entfällt vollständig. Das System entscheidet jederzeit automatisch, welche Betriebsart den höchsten Wirkungsgrad bietet.

Elektrisches Fahren im Alltag

Im Stadtverkehr startet der T-Roc zunächst häufig rein elektrisch. Das Fahrgefühl erinnert dabei stark an ein Elektroauto. Der Antrieb arbeitet angenehm leise und sorgt bereits bei niedrigen Geschwindigkeiten für eine spontane Beschleunigung. Je nach Ladezustand der Batterie und den äußeren Bedingungen sind rein elektrische Fahrten von etwa zwei bis drei Kilometern möglich. Damit richtet sich das System zwar nicht an Fahrer, die längere Strecken ausschließlich elektrisch zurücklegen möchten, im täglichen Stadtverkehr lassen sich jedoch viele kurze Abschnitte emissionsfrei absolvieren. Ein weiterer Vorteil zeigt sich im Sommer oder im Stau. Die Klimaanlage wird über das Hochvoltsystem betrieben. Dadurch kann der Verbrennungsmotor selbst bei eingeschalteter Klimatisierung abgeschaltet bleiben, was den Komfort erhöht und zusätzlich Kraftstoff spart.

Drei intelligente Betriebsarten

Besonders interessant ist die Arbeitsweise des neuen Hybridantriebs. Volkswagen setzt auf mehrere Betriebsarten, zwischen denen das Fahrzeug automatisch wechselt. Im elektrischen Betrieb wird das Fahrzeug ausschließlich von den E-Motoren angetrieben. Reicht die Batterieleistung nicht mehr aus oder wird mehr Leistung benötigt, arbeitet das System im seriellen Hybridmodus. Dabei treibt der Benzinmotor nicht direkt die Räder an, sondern erzeugt zunächst elektrische Energie. Diese wird anschließend über die Elektromotoren auf die Antriebsräder übertragen. Erst wenn es aus Effizienzgründen sinnvoll ist, schließt eine Kupplung den Verbrennungsmotor direkt an den Antriebsstrang an. Dann arbeitet das Fahrzeug im Parallelbetrieb, bei dem der Benziner unmittelbar die Räder antreibt. Überschüssige Energie wird gleichzeitig genutzt, um die Batterie wieder aufzuladen. Für den Fahrer laufen sämtliche Wechsel unbemerkt im Hintergrund ab. Eingriffe oder Einstellungen sind nicht erforderlich.

Rekuperation sorgt für hohe Effizienz

Sobald der Fahrer den Fuß vom Gaspedal nimmt oder bremst, gewinnt der Hybrid Energie zurück. Die dabei erzeugte elektrische Energie wird in der Batterie gespeichert und steht später wieder für den elektrischen Antrieb oder zusätzliche Beschleunigung zur Verfügung. Über die Energieflussanzeige im Kombiinstrument lässt sich jederzeit nachvollziehen, welche Komponenten aktuell arbeiten und ob Energie verbraucht oder zurückgewonnen wird. Dadurch erhält der Fahrer einen guten Überblick über die Funktionsweise des Systems.

Für wen eignet sich der neue Hybrid?

Volkswagen sieht den größten Vorteil des neuen Vollhybrids vor allem bei Fahrern mit einem hohen Anteil an Stadt- und Überlandfahrten. Gerade dort kann der Hybrid seine Stärken besonders gut ausspielen und den Kraftstoffverbrauch deutlich senken. Wer hingegen überwiegend lange Autobahnstrecken fährt, profitiert weniger von der Hybridtechnik. Für diese Zielgruppe fällt der Effizienzgewinn geringer aus als im klassischen Alltagsverkehr. Nach Angaben von Volkswagen soll der neue Vollhybrid gegenüber dem bisherigen eTSI je nach Einsatzbereich bis zu 20 Prozent Kraftstoff einsparen. Offizielle Verbrauchswerte wurden zum Zeitpunkt der Vorstellung allerdings noch nicht genannt.

 

Angenehmes Fahrgefühl ohne Schaltunterbrechungen

Im Fahrbetrieb fällt besonders die gleichmäßige Kraftentfaltung auf. Im seriellen Hybridmodus erfolgt die Beschleunigung ohne klassische Gangwechsel. Das sorgt für ein sehr harmonisches Fahrgefühl, das an ein Elektroauto erinnert. Die hier vorgestellte Variante entwickelt ein maximales Systemdrehmoment von 310 Nm. Trotz des zusätzlichen Gewichts durch Batterie und Hybridkomponenten soll der T-Roc damit kraftvoll und souverän beschleunigen.

Erste Einschätzung

Der neue Volkswagen Vollhybrid macht bereits auf den ersten Kilometern einen durchdachten Eindruck. Besonders die automatische Steuerung sämtlicher Betriebsarten, das leise elektrische Fahren im Stadtverkehr sowie die intelligente Energierückgewinnung versprechen ein komfortables Fahrerlebnis. Ob sich die angekündigten Verbrauchsvorteile von bis zu 20 Prozent auch im Alltag bestätigen, wird ein ausführlicher Fahrtest nach der Markteinführung zeigen.

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Dieser Text ist auf der Basis unseres YouTube Videos mit einer automatischen Transkription entstanden.

Über den Autor

Matthias Luft

Autor Matthias Luft faszinieren effiziente Motoren, moderne Designs und die neusten Fahrerassistenzsysteme.

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