Video: So soll Mercedes Vision Urbanetic funktionieren

Am 10.09.2018 hat Mercedes-Benz Vans in Kopenhagen ein spannendes Mobilitätskonzept vorgestellt: Die Vision Urbanetic ist nicht nur eine Vision der Mobiltät der Zukunft, sondern es handelt sich dabei auch um ein tatsächliches Concept Car (oder besser: einen Concept Van), der vollelektrisch und autonom max. 12 Personen oder 10 EPAL-Paletten transportieren soll. Dabei kann zwischen dem Personen- und Cargo-Modul gewechselt werden. Diese Mobilitätsdienstleistung soll sich der Infrastruktur und dem aktuellen Bedarf anpassen. Mercedes will damit zunächst in restricted areas, wie z.B. auf Flughäfen oder Firmengeländen beginnen, bis man in einigen Jahren evtl. im echten Straßenverkehr teilnehmen kann. Natürlich fährt der Vision Urbanetic vollekektrisch und vollautonom (Level 5).

Autonom fahrende „Lounge“ für bis zu 12 Fahrgäste
Auch wenn der Vision Urbanentic in Sachen Design wirklich noch Geschmackssache ist, hat es technisch ganz schön in sich. Auf der Bühne in Kopenhagen wird der Wechsel vom Cargo- zum People-Mover-Modul noch per Hand vollzogen, in wenigen Jahren soll das aber in weniger als zwei Minuten vollautomatisch passieren. Auch wenn es von außen nicht so wirken mag, bietet das People-Mover-Modul Platz für bis zu 12 Personen. Schließlich spart man sich den Platz für Instrumente und Fahrer, die 12 Gäste sollen dann bequem in einer Art „Lounge“ Platz nehmen. Die vor der Abfahrt jeweils gewünschten Spots bzw. Haltestellen werden in der Demo oben im Rahmen des Panoramadachs angezeigt.

Setups des Urbanetic: Ridesharing, Cargo oder selbstfahrende Plattform

Optische Interaktion des Urbanetic mit der Infrastruktur
Um Passanten die Angst von einem auf Level 5 autonom fahrenden Ridesharing-Fahrzeug zu nehmen, interagiert der Vision Urbanetic mit seiner Infrastruktur und Fußgängern. So signalisiert er, wenn er im autonomen Betrieb ist und informiert Passanten über Lichtsignale, dass sie erkannt wurden bzw. dass er bremsbereit ist. Ruft man sich einen Vision Urbanetic per App, wird die entsprechende App anzeigen, dass der Urbanetic mit grünem Licht (und z.B. mit der Nr. 7) der richtige für meine Route ist. Ein ganz konventionell per Fahrer bewegtes Ridepooling Konzept ist übrigens MOIA von Volkswagen, deren umgebauten e-Crafter wir schon hier im Video gezeigt haben.

Maximal 10 Europaletten können autonom ins Cargo Modul geladen werden
Auch wenn man es sich, wie schon mit den 12 Fahrgästen, schlecht vorstellen konnte: Tatsächlich passen bis zu 10 Euro-Platten ins Cargo Modul. Dieses Modul ist strikt rechteckig designt und schluckt deshalb jede Menge Ladung – nicht zuletzt wegen der sich automatisch anpassenden und ausfahrenden Ladeböden. Das Cargo Modul soll zudem autonom beladen werden können. Ein besonders spannender Anwendungsfall ist das Cargo Modul im Setup als „mobile Packstation“, die Abends um 22 Uhr problemlos geräuschlos in Wohngebiete fährt, um dort von Paketempfängern entladen zu werden. (3:00 im Video unten).

Wir bleiben gespannt, was aus der Vision Urbanetic wird und ob sich evtl. wie beim vor zwei Jahren präsentierten Vision Van sogar schon in naher Zukunft mehr tut.

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