Fahrberichte Kia

Test: Neuer Kia e-Soul mit intelligenter Rekuperation

Einen halben Tag lang konnten wir den neuen Kia e-Soul Probe fahren: In der dritten Generation wird er, zumindest hierzulande, nur noch als reines Elektromodell angeboten. Wir waren mit dem großen Motor mit 150 kW bzw. 204 PS mit dem Akku mit 64 kWh Kapazität unterwegs. Besonders gefallen hat uns neben dem sportlichen Vorankommen die intelligente Rekuperation anhand von ACC- und Navidaten.


450 km Reichweite, am Schnelllader in knapp einer Stunde getankt
Im Kapitel „technische Daten“ schneidet der e-Soul auf dem Papier und auch in unserer ersten Testfahrt im Taunus und im Großraum Frankfurt wirklich gut ab. In der von uns gefahrenen, „großen“ Version ist er mit 150 kW bzw. gut 200 PS, 395 Nm max. Drehmoment und einem 64 kWh fassenden Akku ausgestattet. Während er (serienmäßig) an der Haushaltssteckdose heftige 30 Stunden lädt, braucht er per CCS Stecker an einem Schnelllader mit 100 kW gerade mal eine knappe Stunde auf 80% Füllstand des Akkus. Kia gibt den Verbrauch mit 15 kWh an, damit soll der e-Soul ganze 450 Kilometer weit kommen. Im City-Zyklus sollen sogar 648 km drin sein. Wir lagen am Ende unserer Testfahrt bei ca. 17 kWh.

Rekuperationsstufen: Manuell oder intelligent automatisch
Mit den beiden Paddels am MuFu-Lenkrad, die von klassischen Automatikgetrieben zum Gangwechsel bekannt sind, wechselt man beim e-Soul die Stufen der Rekuperation (Bremsenergie-Rückgewinnung). Zur Verfügung stehen grundsätzlich vier davon: Die manuellen Stufen 0-3, wobei bei 0 nicht rekuperiert wird und man sich bei 3 schon im „One Pedal Mode“ befindet. In diesem Ein-Pedal-Modus wird so stark rekuperiert, dass man (z.B. bei Stadtgeschwindigkeiten) beim Fuß-vom-Gas-Nehmen sehr schnell langsamer wird. Bis zum kompletten Stillstand rollt der e-Soul aber auch im One Pedal Mode nicht aus: Dafür muss man das linke Paddle gezogen halten. Besondres sinnvoll ist, zumindest in den meisten Situationen, die intelligente, automatische Rekuperation. Zieht man wenige Sekunden am rechten Paddle, wechselt der Antrieb bzw. die Rekuperation in den „Auto“ Modus. Dann orientiert sich die Rekuperation an den Streckendaten des Navis: Fährt man auf eine enge Kurve zu oder bergab, wird automatisch stärker rekuperiert. Auch am Radarsensor (serienmäßig) der ACC orientiert sich die automatische Rekuperation: Wie wir hier im Video zeigen, wird auch gebremst, wenn ein Vordermann erkannt wurde – ohne dass die ACC aktiviert ist.

e-Soul mit 150 kW (204 PS) oder 100 kW (136 PS)?
Die beiden Varianten unterscheiden sich etwa um 4.000 € im Grundpreis. Die kleine Version startet bei knapp 34.000 €. Das neue 10,25 Zoll Infotainmentsystem  UVO Connect, das wir bereits in einem eigenen Video gezeigt haben, gibt es ab der Trimline Vision serienmäßig. Bereits ab der Vision, also der zweit-niedrigsten Ausstattungsvariante, sind aber auch schon einige Extras wie die Wärmepumpe zur effizienteren Klimatisierung des Innenraums sowie Parksensoren hinten, das Harman/Kardon Soundsystem, DAB+ sowie das Vorheizsystem für die Batterie inklusive.

e-Soul 100 kW (136 PS)e-Soul 150 kW (204 PS)
Leistung/Drehmoment 100 kW/136 PS, 395 Nm150 kW/204 PS, 395 Nm
Batterieleistung327 V / 120 Ah356 V / 180 Ah
Nennkapazität39,2 kWh64 kWh
Batteriegewicht315 kg457 kg
Ladezeit 230-V-Steckdose19 h31 h
LadeanschlussTyp 2 & CCSTyp 2 & CCS
Ladezeit 100-kW-Ladestation54 min54 min
Antrieb:FrontantriebFrontantrieb
0-100 km/h:9,9 Sekunden7,9 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit157 km/h167 km/h
Leergewicht1.610 - 1.668 kg1.757 - 1.833 kg
Verbrauch angegeben15,6 kWh/100km15,7 kWh/100km
Kofferraumvolumen (umgeklappt)315 L (1.339 L)315 L (1.339 L)
Einstiegspreis 33.990 €37.790 €

Tipp: Bei diesem Modell lohnt sich der Vergleich der Leasing-Preise bei Vehiculum!

Über den Autor

Matthias Luft

Autor Matthias Luft faszinieren effiziente Motoren, moderne Designs und die neusten Fahrerassistenzsysteme.
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