(Seat) Cupra Ateca mit 300 PS im Fahrbericht

Wir sind den neuen Seat Cupra Ateca etliche Kilometer auf spanischen Landstraßen gefahren. Sein Einstiegspreis ist mit 42.500 € mehr als stolz, dafür kommt er aber serienmäßig mit 300 PS, 7-Gang DSG und Allradantrieb. Auch sonst hat er so ziemlich alles an Bord, was der Aufpreiskatalog für den normalen Ateca so hergibt. Wir berichten unserer detaillierten Fahreindruck und vergleichen den Cupra Ateca mit dem Ateca in der 190 PS Benziner Version.

19-Zoll Felgen serienmäßig, einen Zentimeter näher am Boden
Unser Testwagen ist in Rodium Grey lackiert und kommt mit den besonders eleganten „Copper“ Felgen (245/40) daher. Das sind auch die einzigen 19-Zöller, für die man Aufpreis zahlen muss – andere 19 Zoll Felgen sind Serie. Nicht zu übersehen ist die Brembo-Bremsanlage, die aber ebenfalls kostenpflichtig ist. Sonst ist, wie auf den Fotos zu sehen, alles Serie, auch die Tieferlegung um einen Zentimeter. Dabei wirkt der Cupra Ateca mit einigen neuen Formen und Linien sogar tiefer am Boden. Das neue, kupferfarbene Logo ist nicht jedermanns Sache, wie die Kommentare unter unserem Video Fahrbericht zeigen. Es ersetzt aber nicht nur das bisherige Cupra Logo (die Flagge): Auch der Name Ateca ist nirgends mehr zu finden.

Cupra Ateca in Rodium Grey mit 19-Zoll „Copper“ Felgen, 245/40

Virtual Cockpit & 8-Zoll Infotainment serienmäßig
Unsere auf den Fotos gezeigten Sportsitze sind Serie, optional gibt es Schalensitze. Wir haben allerdings noch für einen geringen, dreistelligen Aufpreis ein Optikpaket Schwarz an Bord. Auch im Innenraum zieht sich die Farbe Kuper in Form sämtlicher Nähte durchs Design. Unser Technik-Highlight im Innenraum ist das Virtual Cockpit, das nur beim Cupra Ateca serienmäßig (statt sonst für 400 €) an Bord ist. Nur beim Cupra Ateca gibt es außerdem noch eine Ansicht mit großem Drehzahlmesser in der Mitte. Hier empfehlen wir unser Video zum Virtual Cockpit im Cupra Ateca. Auch das beliebte 8-Zoll Infotainmentsystem und die 360-Grad Kamera sind schon Serie. Möglichkeiten, mehr zu bezahlen gibt es noch mit dem Panorama-Glasdach oder DAB-Radioempfang.

Nur beim Cupra Ateca ist das Virtual Cockpit Serie

Echter Sound innen & außen
Bei unserem Video mit Soundcheck hört man recht deutlich: Der Cupra Ateca klingt mit seiner serienmäßig vierflutigen Abgasanlage richtig gut – innen wie auch außen. Auch an Bord sind die beliebten Zwischengasstöße, die man bei anderen Konzernmodellen mit dem 7-Gang DSG nicht so hinbekommen hat. Besonders schön: Der Sound kommt echt von Abgasanlage und Antrieb und wird nicht nur über Lautsprecher vorgegaukelt. Unser Launch-Control-Start kann man ebenfalls hier im Video sehen: Der macht trotz des „großen“ Atecas richtig Spaß. 400 Nm reißen am Antriebsstrang und katapultieren Sportfahrer & Familie in ca. 5,2 Sekunden auf Tempo 100.

Schnell reagierender 4Drive & gefühlt niedriger Schwerpunkt
Natürlich kann man den hohen Schwerpunkt des Ateca nicht einfach mit adaptiven Dämpfern oder einem strafferen Fahrwerk ausgleichen. Aber: Der Cupra Ateca gerät trotz nur einem Zentimeter weniger Bodenfreiheit nicht besonders stark ins Wanken. Das haben wir auf einem vier Kilometer langen Teststück ohne Gegenverkehr mehr als Alltagstauglich testen können. Die adaptiven Dämpfer gibt es auch immer als Serie: Den Unterschied der einzelnen Setups kann man (im Gegensatz zu früher) auch durchaus spüren und entweder leise und komfortabel auf der Langstrecke oder hochdrehend auf Serpentinenstraßen unterwegs sein. Überrascht hat uns der Allradantrieb: Während er 2015 im Leon X-Perience noch bei Traktionsmangel mit ordentlichen Vibrationen deutlich klar gemacht hat, dass nun die Hinterachse eingekoppelt wird, ist das Aktivieren des variablen Allradantriebs nun ein ganz anderes: Entsteht Traktionsmangel an der Vorderachse, greift 4Drive jetzt unbemerkter ein, d.h., die hintere Achse wird geschmeidig und unbemerkt eingekoppelt. Das fühlt sich zumindest im Ansatz ein bisschen nach einem permanenten Allradantrieb an. Die Brembo Bremsanlage macht für unserer Geschmack nur dann Sinn, wenn man wirklich mit dem Ateca auf die Rennstrecke will oder es ab und zu Serpentinenstraßen  viele Kilometer am Stück richtig knallen lassen will.

Nur mit DSG und Cupra- statt Eco-Taste
Wir sind froh, dass es den Cupra Ateca nur noch mit 7-Gang DSG gibt: Mit DSG macht das Sport-Fahren einfach viel mehr Spaß. Zudem schaltet das DSG auch beim 300 PS 2.0 TSI super fix ohne Zugkraftunterbrechungen. Allerdings provoziert der Antriebsstrang auch permanent zum Gas geben: Den „hohen“ 1.6 Tonnen Cupra so leichtfüßig und drehmomentstark (und soundstark) bewegen zu können bereitet einfach in jeder Situation Freude. In Verbindung mit dem DSG schnellt dann natürlich der Verbrauch schnellt in die Höhe: Seat gibt „8,5-8,9 Liter“ an. Unser Testverbrauch (bei extremer Fahrweise) lag bei rund 12 Litern. Entsprechend wir der Verbrauch im Alltag bei normaler Fahrweise bei etwa 9-10 Liter liegen, darunter wird er vermutlich gar nicht zu fahren sein. Statt des Eco-Fahrmodus gibt es im Cupra Ateca übrigens den Cupra Modus. Verglichen mit dem 2.0 TSI mit 190 PS hat der Ateca (schon wegen seines Fahrwerks und des Sounds) wesentlich mehr für dynamische Fahrten auf Lager, braucht jedoch nicht wahnsinnig viel mehr. Auch bei der 190 PS Version haben wir 8-9 Liter verbraucht, obwohl Seat hier nur 6,3 Liter angibt.

Von den Voll-LED Scheinwerfern über 19-Zoll Felgen bis zur neuesten Infotainment-Generation ist alles im Cupra Ateca Serie. Aber Achtung: Man kann den Preis mit Sonderausstattungen noch locker über die 50.000 € Marke treiben. Der neuen Marke Cupra ist ihr erstes Modell aber richtig gelungen: Kerniger Sound, spürbare 300 PS und ein Fahrwerk, das den sonst so praktischen Ateca auch richtig sportlich macht.

Seat Cupra Ateca

Leistung/Drehmoment 221 kW (300 PS) / 400 Nm
Getriebe:7-Gang DSG
Antrieb:Variabler Allradantrieb 4Drive
0-100 km/h:5,2 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit247 km/h
Leergewicht1.615 kg
Verbrauch angegeben8,5-8,9 Liter / 100 Km
Kofferraumvolumen485 L
Testwagenpreisca. 50.000 €
Einsteigspreis42.500 €

 

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