Fahrberichte Porsche

Im Fahrbericht: Neuer Porsche Macan oder Macan S?

Obwohl der Macan mit 350.000 verkauften Einheiten mittlerweile Porsches Bestseller ist, bekommt er eher ein geringfügiges Update spendiert. Neben der optischen Angleichung an die bestehenden Modelle mit dem aktuelle Markendesign hat man sowohl die Serien- als auch Sonderausstattung erweitert. Wir sind den Basis Macan mit dem 245 PS Vierzylinder gefahren.


Unser Basis-Macan (245 PS) in Weiß mit 21 Zoll Felgen, schwarz lackierte Sideblades

18 Zoll Felgen und Voll LED Scheinwerfer serienmäßig
Auch neue Farben bringt das Facelift mit – vor allem die Lackierungen Mamba Grün und Miami Blau sehen in allen Situationen großartig aus. Trotzdem wollen wir unseren Macan etwas dezenter gestalten und haben deshalb die (kostenlose) Lackierung Weiß gewählt. Ein schöner Kontrast sind da die schwarz lackierten Sideblades. Optional wäre auch das ästhetischere Weiß, die Farbe „Kreide“ möglich gewesen. Kaum zu glauben, dass der Macan serienmäßig mit 18 Zoll Felgen startet – die würden vermutlich viel zu mickrig zwischen den muskulösen Formen wirken. An unserem Modell sind 21 Zoll Felgen montiert. Im Rahmen der traditionellen Mischbereifung sind unsere hinteren Reifen jeweils zwei Zentimeter breiter als vorne.

Ab sofort sind Voll-LED Scheinwerfer Serie. Fürs PDLS, also die adaptiven Voll-LED Scheinwerfer, muss man extra bezahlen. Wir haben sie an Bord und zwar in der Version mit schwarzer Hinterlegung für rund 1.500 € extra. Der Radarsensor prangt nach wie vor deutlich sichtbar inmitten des Grills. Das Tagfahrlicht besteht nun aus dem schicken 4-Punkt Licht, die dünnen LED leisten unterhalb der Scheinwerfer werden zum Blinker. Die Heckleuchten sind nun mit einem LED Band verbunden (leuchtet bei aktiviertem Abblendlicht) und das Heck wurde geringfügig optisch aufgefrischt. Das Kofferraumvolumen (und 500, max. 1.500 L) und die Platzverhältnisse im Innenraum haben sich nicht geändert.

Macan (Vierzylinder, 245 PS) oder Macan S (V6, 354 PS)?
Natürlich genügen 245 PS im Alltag an praktisch jeder Stelle – zumindest für den normalen Gebrauch. Das ist beim Macan wohl in den aller meisten Fällen das Kinder zur Schule Fahren oder das Einkaufen. Trotzdem kann ein Macan durchaus aber auch mehr als ein Zweitwagen sein: Wenn der Macan nicht ausschließlich zu Nutz-Fahrten missbraucht wird, kann man mit ihm auch wunderbar sportlich auf Serpentinenstraßen unterwegs sein. Auch wenn es komisch klingt, gelangen die 245 PS (zumindest beim Anspruch an die Marke) schnell an Ihre Grenzen. Geht es, wie in unserem Fall, im Tramuntana Gebirge im Norden Mallorcas nach der Kehre steil bergauf, wünscht man sich schnell den V6, also den Macan S. Das PDK holt mit seinen 7-Gängen und perfekten Schaltvorgängen das Beste aus dem Vierzylinder. Trotzdem muss er den 1.8-Tonner permanent allradgetrieben bewegen. Das Gewicht mekt man dann einfach. Der 2.0 Turbobenziner klingt gut, aber bei weitem nicht so schön wie der Sechszylinder.

Das neue LED-Leuchtbank strahlt bei aktivertem Abblendlicht

Will man, wenn auch trotz kaum begrenzen Budgets, Sprit sparen, macht sich je nach Fahrweise auch der Sechszylinder, also Macan S, bezahlt. Der Basis Macan ist in Sachen Verbrauch bei sehr sanfter Fahrweise sicher der effizientere, dreht man ihn aber gerne hoch, schnellt auch der Verbrauch in die Höhe. Sportfahrer sollten gerade dann eher zum Macan S greifen. Ein Unschlagbarer Vorteil des V6 sind neben deutlich mehr Drehmoment (110 Nm mehr) und gut 100 PS mehr auch der Sound. Er klingt schon sehr nach den deutlich näher am Boden liegenden Porschemodellen, insbesondere mit aktivierter Klappenauspuff-Taste. Wie das beim Macan S klingt, mit und ohne Launch Control, zeigen wir auch im Soundcheck von 0-100 km/h:

 

Luft- oder Stahlfederung im Macan?
Eines unserer Highlights im Macan ist das Fahrwerk. Im Basis Macan sind wir die Stahlfederung mit adaptiven Dämpfern gefahren. Sie lässt den Macan so gut wie gar nicht wanken, das SUV mit hohem Schwerpunkt macht damit auch auf sportlich gefahrenen Serpentinenstraßen so viel Spaß wie kaum ein Weiteres in den Segment. Selbst Temposchwellen in den kleinen Örtchen Mallorcas kommen einem damit richtig angenehm vor: Man gerät nicht ins Schwanken, die Federung ist komfortabel und gibt doch das weiter, was man auf sportlichen Fahrten gerne spüren möchte. Ähnlich ist es mit der Lenkung. Im Gegensatz zu fast allen aktuellen SUVs fällt sie zwar leichtgängig aus, sie bietet aber viel Rückmeldung von der Fahrbahn und ist auch nicht übertrieben „butterweich“. Das beste Greif-Gefühl gibts mit dem Alcantara Sport Lenkrad („Multifunktions GT-Sportlenkrad mit Lenkradkranz in Alcantara inkl. Lenkradheizung“), das es so auch im 911 gibt. Das wäre uns den Aufpreis zum Glattleder Lenkrad auf jeden Fall wert.

Mehr Details, auch zum Innenraum und dem Fahrgefühl zeigen wir im ausführlichen Video Fahrbericht:

MacanMacan S
BauartVierzylinder-Reihenmotor mit Turboaufladung (R4);
mit Ottopartikelfilter (OPF)
Bauart V6-Turbo mit Otto-Partikelfilter (OPF)
Hubraum1.984 cm³2.995 cm³
Leistung180 kW (245 PS)260 kW (354 PS)
Drehmoment370 Nm480 Nm
Getriebe7-Gang PDK7-Gang PDK
AntriebAllradantriebAllradantrieb
0-100 km/h6,4 Sekunden5,1 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit225 km/h254 km/h
Verbrauch angegeben8,1 Liter / 100 Km8,9 Liter / 100 Km
Leergewicht1.795 kg1.865 kg
Kofferraumvolumen / umgeklappt500 – 1.500 l500 – 1.500 l
Einstiegspreis58.763 €58.763 €

Testwagenpreis: 86.382 €
Unser gefahrener & auf den Fotos gezeigter Macan konfiguriert als PDF:
https://l.motoreport.de/Macan245PS

 

Tipp: Bei diesem Modell lohnt sich der Vergleich der Leasing-Preise bei Vehiculum!

Über den Autor

Matthias Luft

Autor Matthias Luft faszinieren effiziente Motoren, moderne Designs und die neusten Fahrerassistenzsysteme.
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