Mit dem MG S6 bringt der Hersteller ein neues Elektro-SUV nach Deutschland, das vor allem mit viel Serienausstattung, moderner Technik und einem großzügigen Platzangebot überzeugen soll. Wir konnten den neuen Stromer bereits fahren und schauen uns neben dem Antrieb auch Bedienung, Assistenzsysteme und Verbrauch genauer an.
Großes SUV mit viel Serienausstattung
Schon optisch zeigt sich der MG S6 als stattliches SUV. Mit einer Länge, die rund 16 Zentimeter über einem VW Tiguan liegt und nur knapp unter einem VW Tayron, positioniert sich das Modell klar im Segment der größeren SUV.
Viele Ausstattungsdetails sind dabei bereits serienmäßig enthalten. So gehören beispielsweise 20-Zoll-Felgen ebenso zur Standardausstattung wie zahlreiche Chromdetails. Insgesamt ist die Konfiguration in Deutschland sehr einfach gehalten, da es nur wenige Optionen gibt.
Interessant ist auch der aktive Kühlergrill. Dieser kann sich schließen, wenn keine Kühlung benötigt wird, was laut MG bis zu 50 Kilometer zusätzliche Reichweite bringen soll. Auch am Heck soll das durchgehende LED-Leuchtenband durch seine Form zur Aerodynamik beitragen.
Der Frunk unter der Motorhaube bietet rund 120 Liter Volumen bei der Heckantriebsversion. Bei der Allradversion reduziert sich dieser auf etwa 100 Liter. Die Anhängelast beträgt unabhängig von der Antriebsart 1000 Kilogramm bei 60 Kilogramm Stützlast.

Viel Platz im Innenraum
Auch beim Raumangebot zeigt sich der MG S6 großzügig. Der Kofferraum bietet 674 Liter Volumen, bei umgelegten Rücksitzen sind es bis zu 1910 Liter.
Im Fond gibt es ebenfalls viel Platz. Sowohl Bein- als auch Kopffreiheit fallen großzügig aus. Selbst sehr große Personen finden hier problemlos Platz. Die leicht erhöhte Sitzposition auf der Rückbank ist der im Fahrzeugboden verbauten Batterie geschuldet.
Positiv fällt außerdem auf, dass viele Komfortfeatures serienmäßig sind. Dazu gehört beispielsweise auch eine Sitzheizung im Fond. Das Panoramadach ist ebenfalls immer an Bord.
Bei den Materialien kommt in unserem Testwagen ein grauer Mikrofaserstoff zum Einsatz. Optional ist gegen Aufpreis auch ein helles Interieur erhältlich.
Aufgeräumtes Cockpit und gute Bedienbarkeit
Im Innenraum dominieren zwei Displays. Das zentrale Infotainment misst rund 13 Zoll, das Fahrerdisplay etwa 10 Zoll. Die Bedienstruktur wirkt aufgeräumt und ist einfacher gestaltet als bei früheren MG-Modellen.
Besonders positiv fallen die großen Touch-Buttons auf, die eine einfache Bedienung ermöglichen. Apple CarPlay und Android Auto sind serienmäßig vorhanden und funktionieren sowohl kabelgebunden als auch kabellos.
Auch das Multifunktionslenkrad überzeugt im Alltag mit sinnvoller Tastenaufteilung. Links werden die Assistenzsysteme gesteuert, rechts die Menüs im Display.
Die Verarbeitungsqualität macht insgesamt einen soliden Eindruck. Zwar bewegt sich der MG S6 nicht auf Premium-Niveau, bietet aber eine dem Preis angemessene Qualität.

Moderne Assistenzsysteme mit Fortschritten
Bei den Assistenzsystemen hat MG laut eigener Aussage deutliche Fortschritte gemacht. Der serienmäßige MG Pilot bietet unter anderem aktives Lenken sowie zahlreiche Assistenzfunktionen.
Ein persönlicher Fahrassistenzmodus erlaubt es, verschiedene Warnsysteme individuell zu konfigurieren. So lassen sich beispielsweise Geschwindigkeitswarnungen oder Aufmerksamkeitswarnungen deaktivieren.
Im Test funktionierten die Systeme deutlich besser als noch bei älteren MG-Modellen. Tempolimits werden zuverlässig erkannt, auch wenn die automatische Übernahme der Geschwindigkeit im Test nicht funktionierte.

Fahrverhalten und Antrieb
Beim Fahren zeigt sich der MG S6 typisch für ein Elektroauto: leise, komfortabel und eher emotionslos, dafür aber sehr souverän im Alltag.
Die Heckantriebsversion leistet 180 kW beziehungsweise 240 PS bei maximal 300 Nm Drehmoment. Der Sprint von 0 auf 100 km/h gelingt in etwa 7,3 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h.
Das Fahrzeuggewicht liegt bei rund 1900 Kilogramm, was angesichts der Fahrzeuggröße und der Batterie als angemessen gelten kann.
Die Batterie bietet rund 77 kWh brutto, davon etwa 74 kWh nutzbar. Die WLTP-Reichweite liegt laut Hersteller bei bis zu 530 Kilometern für die Heckantriebsversion und etwa 480 Kilometern für den Allrad.
Im Test lag der Verbrauch bei etwa 20 kWh pro 100 Kilometer. Das ist ein solider Wert, allerdings kein Spitzenwert im Segment.
Preis und Ladeleistung
Preislich startet der MG S6 bei rund 50.000 Euro. Angesichts der umfangreichen Serienausstattung relativiert sich dieser Preis allerdings etwas.
Aufpreispflichtig sind im Wesentlichen nur Sonderfarben, das helle Interieur sowie der Allradantrieb, der mit etwa 3500 Euro zusätzlich zu Buche schlägt.
Die maximale DC-Ladeleistung liegt bei 144 kW. Das ist im Wettbewerbsvergleich eher durchschnittlich und macht besonders auf Langstrecken keinen Spitzenwert aus. Wer überwiegend zu Hause lädt, dürfte damit jedoch gut zurechtkommen.
Fazit: Viel Ausstattung zum fairen Gesamtpreis
Der MG S6 überzeugt im Test vor allem durch seine umfangreiche Serienausstattung, das gute Platzangebot und die deutlich verbesserten Assistenzsysteme. Auch die Bedienung gelingt einfacher als bei vielen anderen Modellen aus China.
Beim Verbrauch und bei der Ladeleistung bewegt sich das Elektro-SUV im soliden Mittelfeld. Insgesamt ergibt sich aber ein stimmiges Gesamtpaket zu einem im Wettbewerbsvergleich fairen Preis.
Dieser Text ist auf der Basis unseres YouTube Videos mit einer automatischen Transkription entstanden.
