Mit dem neuen Mercedes VLE schlägt Mercedes ein komplett neues Kapitel für die V-Klasse auf. Der vollelektrische Nachfolger basiert auf einer neuen Plattform, bietet deutlich mehr Technik und soll sich stärker denn je an klassischen PKW orientieren. Wir konnten uns das neue Modell bereits ansehen und zeigen die wichtigsten Details.
Neues Konzept mit viel Technik
Der neue Mercedes VLE basiert auf einer komplett neuen Architektur und bringt zahlreiche Features mit, die es in der bisherigen V-Klasse nicht gab. Dazu gehört unter anderem der bekannte Superscreen aus den aktuellen Mercedes-PKW, aber auch neue Komfortfeatures wie gekühlte und beheizbare Staufächer sowie eine Allradlenkung mit bis zu sieben Grad Lenkwinkel.
Mercedes selbst spricht beim VLE auch nicht mehr von einem klassischen Van, sondern von einer Grand Limousine. Tatsächlich erinnert die Front optisch eher an Modelle wie den GLC als an ein Nutzfahrzeug. Auch die Ausstattungslinien fallen entsprechend umfangreich aus. Gezeigt wurde ein Modell mit AMG Line, AMG Line Plus sowie Night Paket.
Bei der Beleuchtung setzt Mercedes auf moderne Digital Light Scheinwerfer, die über die bekannten Matrix-LED Systeme hinausgehen und hochauflösende Lichtfunktionen bieten. Diese Technik kennt man bereits aus anderen aktuellen Mercedes Modellen.

Größer und aerodynamischer als bisher
Mit einer Länge von 5,30 Metern wächst der VLE bereits im Standardradstand um rund 20 Zentimeter im Vergleich zur bisherigen V-Klasse. Zusätzlich soll es auch wieder eine Version mit langem Radstand geben, die nochmals rund 17 Zentimeter mehr Länge bietet.
Trotz der Größe soll der cw-Wert bei etwa 0,254 liegen und damit sogar leicht besser als beim Mercedes GLC sein. Dafür wurde die Karosserie entsprechend aerodynamisch gestaltet.
Bei den Rädern wächst ebenfalls die Auswahl. Während bisher maximal 19 Zoll möglich waren, starten die Felgengrößen beim neuen Modell bei 19 Zoll und reichen bis zu 22 Zoll.
Luftfederung und Allradlenkung für mehr Komfort
Optional wird es den VLE auch wieder mit Airmatic Luftfederung geben. Diese ermöglicht unter anderem eine Höhenverstellung von rund vier Zentimetern sowie Funktionen wie Easy Entry. Interessant ist dabei, dass die Fahrzeughöhe nicht mehr nur geschwindigkeitsabhängig geregelt wird, sondern auch GPS-basiert angepasst werden kann.
Die ebenfalls optionale Allradlenkung soll den Wendekreis deutlich reduzieren. Laut Mercedes soll dieser auf das Niveau einer CLA Limousine sinken, was für ein Fahrzeug dieser Größe bemerkenswert wäre.
Variabler Innenraum mit viel Komfort
Im Innenraum zeigt sich, wie stark sich der VLE in Richtung PKW orientiert. Serienmäßig gibt es elektrische Schiebetüren auf beiden Seiten sowie eine große Auswahl an Sitzkonfigurationen – vom Sechssitzer mit Einzelsitzen bis hin zu Varianten mit acht Sitzplätzen.
Je nach Ausstattung sind auch besonders komfortable Luxussitze erhältlich. Die Platzverhältnisse sind großzügig und selbst große Personen finden problemlos ausreichend Kopf- und Beinfreiheit.
Interessant sind auch die vielen Individualisierungsmöglichkeiten. So stehen beispielsweise verschiedene Mittelkonsolen zur Auswahl. Optional gibt es sogar eine Mittelkonsole mit integriertem Kühlfach, das aktiv per Kompressor gekühlt wird. Dieses kann alternativ auch zum Warmhalten von Speisen genutzt werden.
Ein besonderes Detail sind die vollständig versenkbaren Seitenfenster im Fond, was selbst in diesem Segment eher selten zu finden ist. Gerade bei hohen Temperaturen kann so schnell warme Luft aus dem Innenraum entweichen.

Modernes Cockpit mit viel Digitalisierung
Im Cockpit kommt der bekannte Superscreen zum Einsatz, der aus mehreren Displays besteht. Ergänzt wird das System durch ein Head-up-Display, das durch die flachere Frontscheibe erstmals auch im V-Klasse-Nachfolger möglich ist.
Das Infotainment bietet bekannte Funktionen inklusive Navigation, Assistenzsystem-Darstellung sowie umfangreichen Fahrzeugeinstellungen. Auch Videocalls sollen über die integrierte Kamera möglich sein.
Die Bedienung erfolgt größtenteils digital, dennoch bleiben einige physische Bedienelemente wie der Lautstärkeregler erhalten. Auch die Lenkradbedienung mit den typischen Mercedes Walzen ist vorhanden.

Elektrischer Antrieb mit bis zu 700 Kilometern Reichweite
Zum Marktstart soll der VLE mit verschiedenen Antriebsvarianten angeboten werden. Der VLE 300 wird mit Frontantrieb kommen, während der VLE 400 zusätzlich über einen zuschaltbaren Allradantrieb verfügt.
Bei den Batterien ist zunächst eine große Variante mit rund 115 kWh netto geplant. Später soll noch eine kleinere Version mit etwa 85 kWh folgen. Dank 800-Volt-Technik sollen Ladeleistungen von bis zu rund 300 kW möglich sein.
Die maximale WLTP-Reichweite gibt Mercedes mit bis zu 700 Kilometern an. Realistisch könnten laut Einschätzung im Alltag eher rund 550 Kilometer bei zurückhaltender Fahrweise beziehungsweise etwa 400 Kilometer bei schneller Fahrt sein.
Auch bei der Anhängelast zeigt sich der VLE alltagstauglich. Beim Allradmodell sollen bis zu 2,5 Tonnen möglich sein, beim Fronttriebler immerhin rund 1,75 Tonnen.
Preis und Marktstart
Der neue Mercedes VLE wird sich preislich klar im Premiumsegment positionieren. Je nach Ausstattung dürfte das gezeigte Fahrzeug bereits in Richtung 100.000 Euro gehen. Mit umfangreicher Luxusausstattung dürfte der Preis nochmals deutlich steigen.
Der Marktstart wird für Frühjahr beziehungsweise Sommer erwartet. Gebaut werden soll das Modell in Spanien. Erste Testfahrten sollen im Laufe des Jahres folgen.
Dieser Text ist auf der Basis unseres YouTube Videos mit einer automatischen Transkription entstanden.
