Mit dem Kia K4 Sportswagon bringt Kia einen neuen Kompaktkombi auf den Markt, der den beliebten Ceed Sportswagon beerben soll. Mit 4,70 Metern Länge, modernem Design und viel Technik positioniert sich der Koreaner direkt gegen den Skoda Octavia Combi. Im Test fahren wir die GT-Line mit 180 PS und schauen, wie sich der neue Kombi im Alltag schlägt.
Neues Design mit klarer Kia-Handschrift
Schon auf den ersten Blick wird deutlich, dass der Kia K4 Sportswagon eine neue Designgeneration repräsentiert. Die Linienführung ist deutlich kantiger als beim bisherigen Ceed SW und orientiert sich optisch an aktuellen Elektrofahrzeugen der Marke. Die Front bietet serienmäßige Voll-LED-Scheinwerfer mit markanter Lichtsignatur, auf Matrix-LED-Technik müssen Käufer allerdings verzichten. Mit 4,70 Metern Länge liegt der K4 Sportswagon exakt auf dem Niveau des Skoda Octavia Combi. Unser Testwagen steht in Azurblau, einer optionalen Lackierung, die rund 700 Euro Aufpreis kostet. In Verbindung mit den optionalen 18-Zoll-Felgen und den schwarzen Akzenten der GT-Line ergibt sich ein sehr stimmiges Gesamtbild.
Praktischer Kombi mit großem Kofferraum
Der Kia K4 Sportswagon bietet ein Kofferraumvolumen von 604 Litern. Werden die Rücksitze umgeklappt, wächst das Ladevolumen auf bis zu 1.439 Liter. Damit liegt der Kia zwar knapp hinter dem Skoda Octavia Combi mit 640 Litern, im Alltag dürfte dieser Unterschied jedoch kaum ins Gewicht fallen. Praktisch sind die zahlreichen Ablagefächer unter dem Ladeboden sowie die Möglichkeiten zur Ladungssicherung. Je nach Ausstattung steht außerdem eine elektrisch öffnende und schließende Heckklappe zur Verfügung.
Interessant ist die Motorenwahl: Die 1.6 T-GDI-Benziner mit 150 und 180 PS bieten das volle Ladevolumen. Beim 1.0 T-GDI Mildhybrid mit Doppelkupplungsgetriebe fällt das Kofferraumvolumen aufgrund der zusätzlichen Batterie etwas kleiner aus.
Solides Platzangebot im Fond
Im Fond überzeugt der K4 Sportswagon mit ordentlichen Platzverhältnissen. Selbst größere Personen finden ausreichend Knie- und Kopffreiheit vor. Luftausströmer für die hinteren Passagiere gehören zur Ausstattung, ebenso USB-Anschlüsse im hinteren Bereich. Je nach Ausstattungslinie sind sogar beheizbare Rücksitze erhältlich. Sonnenschutzrollos wie beim Skoda Octavia werden dagegen nicht angeboten.
Modernes Cockpit mit vielen echten Tasten
Ein großer Pluspunkt des Kia K4 Sportswagon bleibt die Bedienung. Während viele Hersteller zunehmend auf reine Touch-Bedienung setzen, kombiniert Kia klassische Tasten mit modernen Displays. Das Cockpit besteht aus einem digitalen Kombiinstrument, einem zentralen Infotainment-Bildschirm und einer separaten digitalen Klimasteuerung. Besonders angenehm: Die wichtigsten Funktionen bleiben jederzeit über echte Tasten erreichbar. Auch Apple CarPlay und Android Auto sind verfügbar. Praktisch ist zudem die Trennung zwischen USB-Anschluss für Datenübertragung und separaten Ladeanschlüssen.
Ein Highlight bleibt der digitale Fahrzeugschlüssel. Besitzer können das Fahrzeug per Smartphone öffnen, starten und digitale Zugriffsrechte an andere Personen vergeben. Diese Funktion bietet einen echten Mehrwert und ist bei vielen Wettbewerbern weiterhin nicht in dieser Form verfügbar.
Viele Assistenzsysteme bereits serienmäßig
Der Kia K4 Sportswagon punktet mit einer umfangreichen Serienausstattung bei den Assistenzsystemen. Bereits die Basisversion verfügt über einen aktiven Spurhalteassistenten mit Lenkeingriff sowie zahlreiche Sicherheitsfunktionen. Optional steht der Highway Driving Assist zur Verfügung. Dieser unterstützt auf Autobahnen beim Lenken und bei der Geschwindigkeitsregelung. Ergänzend sind weitere Komfort- und Sicherheitsfunktionen über entsprechende Ausstattungspakete erhältlich.
Positiv fällt außerdem auf, dass die gesetzlich vorgeschriebenen Warnsysteme deutlich zurückhaltender arbeiten als bei früheren Kia-Modellen. Die akustischen Hinweise wurden spürbar angenehmer abgestimmt.
180 PS sorgen für ordentliche Fahrleistungen
Im Testwagen arbeitet der 1.6 T-GDI mit 180 PS und 265 Newtonmetern Drehmoment. Die Kraftübertragung übernimmt ein 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe. Der Antrieb harmoniert sehr gut mit dem Getriebe und sorgt für souveräne Fahrleistungen. Die Beschleunigung auf 100 km/h erfolgt in gut acht Sekunden. Auch im Alltag wirkt der Motor jederzeit ausreichend kräftig. Das Fahrwerk ist komfortabel abgestimmt, ohne besonders luxuriös zu wirken. Unebenheiten werden ordentlich gefiltert, gleichzeitig bleibt genügend Rückmeldung von der Fahrbahn erhalten.
Ein Kritikpunkt bleibt der Verbrauch. Im Test lagen die Werte deutlich über den offiziell angegebenen 7 Litern nach WLTP. Wer vor allem wirtschaftlich unterwegs sein möchte, sollte daher auch die Varianten mit 115 oder 150 PS in Betracht ziehen.
Fazit: Interessante Alternative zum Skoda Octavia Combi
Der Kia K4 Sportswagon präsentiert sich als moderner und praktischer Kombi mit großzügigem Platzangebot, umfangreicher Ausstattung und vielen serienmäßigen Assistenzsystemen. Besonders die intuitive Bedienung, der digitale Schlüssel und das gelungene Raumkonzept sprechen für den Koreaner. Preislich startet der K4 Sportswagon bei 29.800 Euro. In höheren Ausstattungslinien steigt der Preis allerdings deutlich an. Dafür bietet der Kia oftmals bereits Ausstattungen, die bei vergleichbaren Wettbewerbern zusätzlich bezahlt werden müssen.
Wer einen modernen Kompaktkombi sucht und neben dem Skoda Octavia Combi nach Alternativen Ausschau hält, sollte den Kia K4 Sportswagon definitiv auf die Probefahrtliste setzen.
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