Fahrberichte Kia

Kia EV5 Pet Mode Test: Wie gut ist der Hundemodus wirklich?

Wer seinen Hund regelmäßig im Auto mitnimmt, kennt das Problem: Gerade im Sommer kann der Innenraum innerhalb weniger Minuten gefährlich heiß werden. Immer mehr Hersteller bieten deshalb einen sogenannten Pet Mode an, der die Klimaanlage auch nach dem Verlassen des Fahrzeugs weiterlaufen lässt. Kia hat diese Funktion inzwischen serienmäßig im EV5 und im neuen PV5 integriert. Doch wie zuverlässig arbeitet der Hundemodus im Alltag? Genau das haben wir im Praxistest überprüft.


So funktioniert der Pet Mode im Kia EV5

Im Kia EV5 ist der Pet Mode direkt im Infotainmentsystem integriert. Über das Menü lässt sich die gewünschte Innenraumtemperatur einstellen, bevor der Modus aktiviert wird. Anschließend wird das Fahrzeug verlassen und von außen verriegelt. Erst danach startet der Pet Mode.

Voraussetzung ist allerdings, dass ein Kia-Benutzerkonto eingerichtet und im Fahrzeug angemeldet ist. Ohne Anmeldung verweigert das System die Aktivierung. Laut Kia dient dies unter anderem dazu, wichtige Benachrichtigungen über die Kia Connect App versenden zu können. Während der Hundemodus aktiv ist, bleibt die Zündung eingeschaltet, die Klimaanlage arbeitet jedoch selbstständig weiter. Gleichzeitig werden sämtliche Bedienelemente im Innenraum gesperrt, sodass ein Hund keine Funktionen versehentlich auslösen kann. Kinder sollen ausdrücklich nicht mit dieser Funktion im Fahrzeug gelassen werden. Darauf weist Kia bereits bei der Aktivierung des Pet Mode hin. Ein weiterer positiver Eindruck im Test: Die Wärmepumpe beziehungsweise der Klimakompressor arbeitet ausgesprochen leise. Von außen ist lediglich ein leichtes Betriebsgeräusch hörbar.

 

Praxistest bei sommerlichen Temperaturen

Um die Funktion unter realistischen Bedingungen zu überprüfen, wurde der Kia EV5 an einem Sommertag mit knapp 30 Grad Außentemperatur getestet. Statt des Hundes kamen zunächst mehrere Thermometer zum Einsatz, darunter ein klassisches Thermometer sowie ein digitales Messsystem. Der Innenraum hatte zu Beginn bereits rund 24 Grad erreicht. Anschließend lief der Pet Mode fast zwei Stunden lang durch. Besonders interessant war dabei, dass das Fahrzeug die eingestellte Temperatur kontinuierlich hielt. In den ersten rund 45 Minuten kühlte der Innenraum schrittweise auf den gewünschten Wert herunter.

Für den eigentlichen Alltag sehen wir dennoch einen anderen Einsatzbereich. Wer seinen Hund nur für einen kurzen Einkauf oder einen anderen kurzen Aufenthalt von etwa 20 bis 30 Minuten im Fahrzeug lassen muss, erhält mit dem Pet Mode eine deutlich sicherere Lösung als bei einem abgestellten Fahrzeug ohne laufende Klimatisierung. Wichtig bleibt allerdings: Ein stark aufgeheiztes Fahrzeug wird nicht innerhalb weniger Minuten heruntergekühlt. Wer das Auto bei großer Hitze in der prallen Sonne abstellt, sollte deshalb genügend Zeit zum Herunterkühlen einplanen. Genau deshalb wurde im Test bewusst eine niedrigere Solltemperatur gewählt.

Kia Connect liefert wichtige Benachrichtigungen

Während des Tests zeigte sich auch die Integration in die Kia Connect App als sinnvoll. Nach etwa einer Stunde verschickte die App automatisch eine Erinnerung, dass sich das Haustier noch im Fahrzeug befindet. Darüber hinaus informiert die App, falls der Pet Mode unerwartet beendet wird oder Probleme auftreten sollten. Auch Änderungen der eingestellten Temperatur lassen sich aus der Ferne vornehmen. Wer beispielsweise feststellt, dass die Außentemperaturen sinken, kann die Solltemperatur bequem per Smartphone anpassen. Nicht verfügbar ist allerdings die Anzeige der tatsächlich gemessenen Innenraumtemperatur. In der App lässt sich lediglich die eingestellte Solltemperatur verändern.

Vergleich: Welche Elektroautos bieten einen Pet Mode?

Immer mehr Hersteller bieten inzwischen vergleichbare Funktionen an. Neben Kia gehören unter anderem Tesla, Lucid, NIO, XPENG, Rivian, Zeekr, Polestar, smart und Leapmotor zu den Herstellern mit entsprechenden Lösungen.

Aktuelle Pet Modes im Vergleich (Stand: 21. Juli 2026)

 

PDF Download

Die Übersicht zeigt deutliche Unterschiede zwischen den Herstellern. Tesla bietet derzeit den größten Funktionsumfang. Neben der aktuellen Innenraumtemperatur wird in vielen Modellen zusätzlich ein Livebild der Innenraumkamera in der App angezeigt. Kia überzeugt dagegen mit einem durchdachten Gesamtkonzept inklusive laufender Klimatisierung, Fernsteuerung über die App und automatischen Warnmeldungen. Auf eine Anzeige der tatsächlich gemessenen Innenraumtemperatur sowie eine Innenraumkamera verzichtet Kia aktuell jedoch noch. Auch andere Hersteller bieten inzwischen Hundemodi an, allerdings unterscheiden sich die Funktionen teilweise deutlich. Bei vielen Modellen fehlen beispielsweise Echtzeitinformationen über den Innenraum oder eine umfangreiche App-Anbindung.

Wo der Kia Pet Mode noch besser werden könnte

Im Alltag funktionierte der Hundemodus während des gesamten Tests zuverlässig. Dennoch gibt es aus unserer Sicht zwei Funktionen, die das System noch weiter verbessern würden. Zum einen wäre die Anzeige der tatsächlich gemessenen Innenraumtemperatur in der Kia Connect App sinnvoll. Die entsprechenden Sensordaten liegen dem Fahrzeug ohnehin vor. Zum anderen wäre eine Innenraumkamera mit Livebild eine hilfreiche Ergänzung. Gerade Tesla zeigt, welchen Mehrwert eine solche Funktion bieten kann. Ein kurzer Blick aufs Smartphone würde genügen, um sich vom Zustand des Hundes im Fahrzeug zu überzeugen.

Unser Fazit zum Kia EV5 Pet Mode

Der Pet Mode im Kia EV5 hinterlässt insgesamt einen sehr positiven Eindruck. Die Bedienung ist einfach, die Klimatisierung arbeitet zuverlässig und die Einbindung der Kia Connect App sorgt für zusätzliche Sicherheit durch Benachrichtigungen und Fernsteuerung. Trotzdem ersetzt auch ein moderner Hundemodus nicht die Verantwortung des Fahrers. Gerade bei extrem hohen Außentemperaturen und einem stark aufgeheizten Fahrzeug sollte die Funktion nicht grenzenlos ausgereizt werden. Für kurze Aufenthalte von etwa 20 bis 30 Minuten unter passenden Bedingungen bietet der Kia EV5 jedoch eine überzeugende und durchdachte Lösung. Im direkten Vergleich gehört Kia damit aktuell zu den Herstellern mit den besten Pet-Mode-Systemen auf dem europäischen Markt. Mit einer Anzeige der tatsächlichen Innenraumtemperatur und einer optionalen Innenraumkamera könnte das System künftig sogar noch weiter aufholen.

YouTube-Video:

Dieser Text ist auf der Basis unseres YouTube Videos mit einer automatischen Transkription entstanden.

Über den Autor

Matthias Luft

Autor Matthias Luft faszinieren effiziente Motoren, moderne Designs und die neusten Fahrerassistenzsysteme.

Kommentieren...

Mit dem Absenden des Kommentars übermittelten Sie uns Ihren Namen, Ihre E-Mail-Adresse, Ihre IP-Adresse, Ihre URL (sofern angegeben) und Ihren Kommentartext. Gleichzeitig stimmen Sie ausdrücklich der Speicherung und der Veröffentlichung des Kommentars zu. Die Veröffentlichung erfolgt ohne E-Mail- und IP-Adresse. Diese Daten dienen dem Schutz vor Missbrauch der Kommentarfunktion (SPAM) und werden anschließend automatisch gelöscht. Wir behalten uns vor, Kommentare ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.