Fahrerassistenz im Video: Porsche Cayenne Turbo

550 PS und 770 Nm Drehmoment lassen den Cayenne Turbo in jeder Situation exzellent da stehen. Auf der Landstraße sorgt außerdem die Wankstabilisierung dafür, dass er sich nach weit weniger als seinem Gewicht von 2.200 Kilo anfühlt. Aber was hat der Cayenne eigentlich in Sachen Fahrerassistenz drauf und wie viele Funktionen bietet er im Vergleich zum neuen Touareg? Wir haben etliche Kilometer auf der Autobahn verbracht, um seine Assistenzsysteme zu testen.

Teilautonom durch den Stau und kurvendynamisch manuell gefahren auf Landstraßen
Denn: Würden wir uns einen Porsche kaufen, wäre unsere Priorität neben dem sportlichen Fahren trotzdem das komfortable Langstreckenfahren. Das ist heutzutage bekanntermaßen vor allem gegeben, wenn man eine adaptive Geschwindigkeitsregelung und einen aktiven Lenkassistent an Bord hat. Bei Porsche heißt die ACC Abstandsregeltempostat: Damit wird eine eingestellte Geschwindigkeit im Bereich von ca. 30-240 km/h gehalten, wenn nötig wird aktiv gebremst. Porsches Abstandsregeltempostat funktioniert großartig und sehr harmonisch und geschmeidig. Aber Achtung: Einen klassischen Stauassistenten wie z.B. im Golf, Touareg oder Skoda Superb gibt es in der einfachen Version nicht. Das heißt, dass bei stockendem Verkehr zwar bis zum Stillstand gebremst wird, der Stau allerdings nicht teilautonom durchfahren wird, also nicht aktiv gelenkt wird. Für den typischen Außendienstler kann das beim Porsche-Kaufpreis ernüchternd sein.*

Spurhalteassistent greift passend spät für Sportfahrer ein
Der Aktive Spurhalteassistent, im Konzern meist Lane Assist genannt, ist z.B. im Golf oder Tiguan serienmäßig an Bord. Auf der Autobahn unterstützt er permanent mit Lenkeingriffen und hilft auf nervigen Langstrecken dabei, in der Mitte der Spur zu bleiben. Gerne kann man dann auch mal 10-20 Sekunden die Hände vom Lenkrad nehmen, sollte man aber nicht. So funktioniert auch der Spurhalteassistent im Cayenne, allerdings greift er erst dann aktiv ins Lenkrad, wenn man schon auf der weißen Markierung fährt.* Kurz vor spät also. Das ist einerseits hilfreich, da man einfach mehr Freiheit in langgezogenen Autobahnkurven und vor allem auf Landstraße hat, ehe man von der Technik zu streng in der Spur gehalten wird. Andererseits kann man auch optional nicht auf ein „permanentes in der Mitte halten“ wechseln, was auf der Langstrecke wiederum ein fehlendes Komfortfeature ist. Wieso hat man hier z.B. uns in den Einstellungen nicht die Wahl gelassen? Wir würden den Cayenne gerne möglichst teilautonom über die Autobahn in die Alpen fahren (lassen), auf der Passstraßen dann voll übernehmen und es dann richtig analog knallen lassen.

*Update Oktober 2018: Besser mit InnoDrive
Mittlerweile ist für den neuen Cayenne endlich InnoDrive bestellbar: Es umfasst für ca. 3.000 € fasst ACC, Lane Assist und weitere Systeme. Damit soll sich der Cayenne tatsächlich mittig in der Spur halten, auch ein aktives Lenken in Stausituationen soll möglich sein. Damit ist es selbstverständlich die bessere Alternative zu den einzeln wenig teilautonomen Systemen!

Porsche Nachtsicht-Assistent im Test / Nightvision
Für rund 2.300 € kann man sich bei Porsche den Nachtsicht-Assistent bestellen, der mit Hilfe einer Wärmebildkamera Menschen und Tiere erkennt. Werden diese nur erkannt, werden sie wie im Video gelb markiert. Drohen Sie zur Gefahr zu werden (z.B. bei sehr geringem Abstand zum Fahrzeug) werden sie rot markiert, der Fahrer wird optisch und akustisch gewarnt – ähnlich wie beim Notbrems-Assistenten. Die Personen werden zudem vom PDLS+, also den Matrix LED Scheinwerfern, markiert und so für den Fahrer noch besser sichtbar gemacht. „Leider“ konnten wir diesen Fall im Video nicht zeigen.

 

LED-Matrix Scheinwerfer: Nachtfahrt Porsche Dynamic Light System (PDLS+)
An einem Sommerabend testen wir das PDLS, Porsches dynamische LED-Matrixscheinwerfer / das PDLS Plus. Wir zeigen, wie der Cayenne versucht, permanent mit maximaler Lichtleistung zu fahren und den Gegenverkehr auszublenden – was ihm sehr gut gelingt. Aufgefallen ist uns aber, dass die LED-Matrix Scheinwerfer im VW Touareg (IQ Light) die Verkehrsschilder deutlich weniger reflektieren lassen, sie also besser ausblenden. Insgesamt sind Porsches LED-Matrix Scheinwerfer aber ein Extra, das man sich für 1.000 € auf jeden Fall leisten sollte.

Kombiinstrument mit 2 HD Displays (Digitaler Tacho) im Detail im Video

Porsche nennt seinen digitalen Tacho im Konfigurator „Kombiinstrument mit 2 hochauflösenden Displays“. Wir zeigen den Tacho im Detail: Kaum ein anderer digitaler Tacho bisher hatte so ein scharfes und kontraststarkes Display – das hat uns wirklich begeistert. Bei vielen Modellen ist dieser Tacho bereits Serie. Ebenfalls spannend: Obwohl Porsche stets auf Minimalismus in Design und Bedienung setzt, hat es der Tacho in sich. Er bietet etliche Funktionen zur Personalisierung und kann viele Detail-Daten darstellen:

 

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