Fahrrad

EVOC Road Bike Bag Pro im Test: Mit Rennrad auf (Flug-)Reise

Nach drei Jahren Entwicklungszeit präsentierte die Münchener Firma „EVOC Sports GmbH“ durch Ihren Gründer Holger Feist den „EVOC Road Bike Bag Pro“ Fahrradkoffer erstmalig auf der Eurobike 2019. Wir waren bereits bei der Premiere auf der Eurobike vor Ort und vom „Bike-Fitting-Proof“-Konzept des Transportkoffers begeistert, da es in Zeiten von millimetergenauen Bikefittings, integrierten Vorbau-Lenker-Einheiten und sonstigen individuellen Lösungen immer schwieriger wird, ohne eine komplett ausgestattete Fahrradwerkstatt zu verreisen. Mit dem Road Bike Bag Pro Koffer der Firma EVOC sind diese Probleme nicht länger existent und das Renn- bzw. Triathlonrad lässt sich innerhalb kürzester Zeit im Koffer verstauen bzw. am Zielort wieder zusammenbauen. Wir hatten in den vergangen Wochen die Möglichkeit, diesen Transportkoffer bei mehreren Flugreisen ausgiebig zu testen.


Mit einer UVP von 790 Euro ist der „EVOC Road Bike Bag Pro“ sicherlich kein Schnäppchen und die Firma EVOC richtet sich mit diesem Produkt vor allem an ambitionierte Rennradfahrer und Triathleten, welche mehrmals im Jahr zu Trainingslagern und Wettkampfreisen per Flugzeug unterwegs sind und dabei hochwertige (Carbon-) Fahrräder sicher transportieren möchten. Seit Saisonbeginn 2021 ist EVOC auch offizieller Ausstatter für Reisegepäck des deutschen UCI World Tour Teams „Bora-hansgrohe“, wodurch der Road Bike Bag Pro auch bei Veranstaltungen wie der „Tour de France“ und weiteren World Tour Rennen zum Einsatz kommt.

Geringe Packmaße, werkzeuglose Montage

Geliefert wurde der Road Bike Bag Pro in einem ca. 140 x 40 x 30 cm großen Karton, sodass bereits auf den ersten Blick ein großer Vorteil gegenüber herkömmlichen Hartschalenradkoffern auffällt – das kompakte Packmaß. Auf das kleinstmögliche Maß gefaltet, lässt sich der Road Bike Bag Pro nach dem Gebrauch sehr platzsparend zum Beispiel unter dem Bett verstauen. Trotz des geringen Packmaßes für eine Fahrradtransporttasche befanden sich alle für den Aufbau notwendigen Teile im Inneren des gefalteten Koffers, sodass die werkzeuglose Montage unverzüglich beginnen kann.

Perfekte Kombi aus Hard- und Softcase?

EVOCs Road Bike Bag Pro ist eine clevere Hybridkonstruktion aus einem Hard- und Softcase, womit es EVOC gelungen ist, die Vorteile beider Varianten gut zu kombinieren und die Nachteile weitgehend zu reduzieren. Anders als bei einem klassischen Hardcase-Fahrradkoffer, bei welchem die komplette Außenschale aus hartem Kunststoff besteht, ist hier lediglich der obere Teil aus schlagfestem Polycarbonat gefertigt und der Rest des Koffers wie ein klassischer Softcase-Fahrradkoffer konzipiert. Zum einen konnte EVOC hierdurch deutlich Gewicht gegenüber einer klassischen Hartschale sparen, was vor allem bei Flugreisen ein wichtiger Faktor ist, zum anderen lässt sich der Koffer dadurch auch platzsparend verstauen. Um die typischen Nachteile einer reinen Softbagtasche zu eliminieren, wird mittels glasfaserverstärkten Stäben (GFK-Stäben) und glasfaserverstärkten Röhrchen ein Gerüst um die weiche Außentasche gebaut, welches für eine optimale Ableitung und Verteilung der Kraft bei seitlicher Krafteinwirkung sorgt.

GFK-Stäbe bilden das Schutzgerüst des EVOC Road Bike Bag Pro und verleihen diesem die nötige Stabilität

Der Boden des Koffers besteht ebenfalls aus Kunststoff und wurde durch Aluminiumschienen verstärkt, sodass ein sicherer Stand gewährleistet ist. Zudem lässt sich der Hinterbau des Fahrrades durch einen in der Breite verstellbaren Abstandshalter sichern, was unserer Erfahrung nach ein bisher einmaliges Feature ist und den sensiblen Hinterbau inklusive Schaltwerk/-auge nochmals extra schützt.

Längerverstellbarer Abstandshalter zum Schutz des sensiblen Hinterbaus des Fahrrades

GFK Gerüstet verleiht Stabilität & bietet optimalen Schutz

Das GFK-Gerüst besteht aus insgesamt zehn Stäben und zwei Röhrchen. Die beiden Röhrchen werden im Inneren des Koffers in die dafür vorgesehene Tasche eingeführt, welche mittels eines Klettverschluss verschlossen werden können. Die zehn Stäbe haben insgesamt fünf unterschiedliche Längen, wobei jede Länge je einmal mit einer roten und einer schwarzen Zugschlaufe geliefert wird. Die Position der unterschiedlichen Längen am Koffer ist sehr intuitiv und selbsterklärend, im Zweifel ist aber auch eine bildhafte Montageanleitung beigelegt. Die schwarz markierten Stäbe sind für die Rückseite vorgesehen, die rot markierten Stäbe für die Vorderseite.

Rot markierte GFK-Stäbe werden zum Öffnen der Vorderseite des Koffers herausgezogen

Alle Stäbe werden an der Außenseite in die dafür vorgesehenen Taschen eingeschoben. Wichtig dabei ist, dass diese vollständig bis zum Boden eingeschoben und in die dafür vorgesehenen Taschen eingefädelt werden. Erst dann erhält der Road Bike Bag Pro die vollständige Stabilität und Sicherheit, da die Stäbe nun eine Verbindung zwischen Polycarbonatdeckel und Kofferboden herstellen.

Taschen zum Einfädeln der GFK-Stäbe und Verankerung der Stäbe mit dem Kofferboden

Die Erstmontage des Road Bike Bag Pro war etwas mühsam, da die Taschen für der GFK-Stäbe sehr eng dimensioniert sind. Nach den ersten schweißtreibenden Versuchen haben wir uns dafür entschieden, die Stäbe mit etwas Babypuder zu benetzen, ähnlich dem Beispiel wie es Triathleten in der Wechselzone machen, um schneller in die Schuhe zu schlüpfen und in Folge dessen war die Erstmontage innerhalb von knapp zehn Minuten abgeschlossen. Beim wiederholten Auf- und Abbau des Koffers ließen sich die Stäbe bereits deutlich leichter einführen. Zum Abschluss der Erstmontage kann nun der Reisverschluss geschlossen werden. Dieser wirkt sehr hochwertig und verfügt über ein TSA-Schloss, welches vom Zoll bzw. den Grenzbeamten weltweit mit einem Spezialschlüssel geöffnet werden kann.

TSA-Schloss zum sicheren verschließen des Koffers

TSA-Schloss ermöglicht Gepäckkontrollen

Vor allem bei Flugreisen in die USA ist dies ein wichtiger Punkt, da unserer Erfahrung nach bei jeder Reise in die Vereinigten Staaten der Inhalt des Fahrradkoffers überprüft wird. Um den Koffer zu öffnen und den Inhalt zu prüfen bzw. diesen zu beladen, müssen die rot markierten vorderen Stäbe etwa fünf Zentimeter nach oben herausgezogen werden, sodass diese nicht mehr in den Taschen am Kofferboden verankert sind. Erst dann lässt sich die Vorderseite des Koffers nach unten klappen. Ein Restzweifel bleibt, ob dieses Vorgehen den Flughafen Sicherheitsmitarbeitern und Grenzbeamten bekannt ist und diese nicht mit Gewalt versuchen, den Koffer zu öffnen, sodass es zu einem Bruch der glasfaserverstärkten Kunststoffstäbe kommen kann. Vor die Wahl gestellt, ob wir unser Fahrrad vor Beschädigungen während des Flugs schützen oder den Fahrradkoffer vor übermotivierten Sicherheitsbeamten, würden wir uns natürlich immer für das Fahrrad entscheiden. Es wäre für zukünftige Weiterentwicklungen sinnvoll, hier auf der Außenseite des Koffers ein gut sichtbares Piktogramm anzubringen, welches die Öffnung bildhaft erklärt.

Universal anpassbarer Road-Bike-Stand & weitere Accessoirs

Mittels des im Lieferumfang enthaltenen Road-Bike-Stand kann das Fahrrad bequem außerhalb des Koffers demontiert und anschließend als eine Einheit in den Koffer gepackt werden. Der Road-Bike-Stand besteht aus zwei sehr leichten Aluminiumschienen und zwei Kunststoffabstandshaltern, welche jeweils über Achsadapter für die Gabel und den Hinterbau verfügen. Der Gabeladapter ist dabei fest positioniert, der Hinterbauadapter lässt sich in der Länge verschieben und somit an den Radstand des eigenen Bikes anpassen. Der Gabelhalter wird mit zwei Achsadapter geliefert, einmal für 100 x 12 mm Steckachse und einmal für 100 x 5 mm Schnellspanner. Der Adapter für den Hinterbau kann für 135 x 10 mm Steckachse, 142 x 12 mm Steckachse und 130 x 5 mm Schnellspanner verwendet werden. Alle notwendigen Adapter sind im Lieferumfang enthalten. Zudem lässt sich der Gabeladapter in der Höhe in zwei Positionen montieren, der Hinterbau kann sogar in vier verschiedenen Höhen angepasst werden. Die richtige Einstellung ist hier individuell vom Fahrrad abhängig. In unserem Fall mussten wir bei einem Tretlageroffset von 67mm und einem 50er-Kettenblatt vorne die niedrigste und hinten die höchste Einstellung wählen, sodass das Kettenblatt nicht auf den Boden aufsteht.

Gabel- und Hinterbauadapter zur Fixierung des Rades mittels Steckachse auf dem Road-Bike-Stand

 

Fertig montiertes Fahrrad auf dem Road-Bike-Stand inkl. Cockpitschutz

Ebenfalls im Lieferumfang enthalten sind zwei Laufradtaschen, welche jeweils im Bereich der Achse verstärkt sind, womit Kassette und evtl. Bremsschreiben zusätzlich geschützt werden sollen. Des Weiteren ist ein Lenker-/Cockpitschutz aus gepolstertem Schaumstoff dabei, welcher mittels eines einfachen Klickmechanismus um den Lenker gespannt wird.

Road-Bike-Stand inkl. Laufradtaschen, Cockpitschutz und längenverstellbarem Hinterbau-Abstandhalter

Kein Leichtgewicht, aber viel Platz für zusätzliches Gepäck

Schließlich verfügt die Tasche über zwei feste Rollerblade-ähnliche Räder am Heck und ein drittes Schwenkrad an der Front, welches abnehmbar ist und einfach aufgesteckt werden kann. Es muss jedoch beim Einchecken des Koffers abgenommen und in der eigens dafür vorgesehenen Außentasche verstaut werden, da ansonsten die Gefahr besteht, dass es in den Gepäckförderanlagen eines Flughafens verloren geht.

Fest installierte Räder am Heck, abnehmbares Schwenkrad an der Front sowie extra vorgesehene Tasche zum Transport des Schwenkrades bei Flugreisen

In Summe wiegt der Koffer einschließlich Road-Bike-Stand, 12-mm-Steckachsenadapter vorne und hinten, Laufradtaschen, Lenkerschutz, Hinterbau-Abstandshalter und aufsteckbarem Vorderrad 11kg. Es ist keineswegs ein super leichter Fahrrad-Transportkoffer, aber angesichts des Schutzes und der Benutzerfreundlichkeit ist dies ein sehr guter Wert. Inklusive Renn- oder Triathlonfahrrad kommt man somit auf ein Gesamtgewicht von knapp unter 20kg. Viele Airlines bieten Fahrradtransporte mit einem Maximalgewicht von 30kg an, sodass der Freiraum im Koffer noch mit Klamotten und Zubehör ausgefüllt werden kann. In unserem Fall führte dies dazu, dass wir lediglich mit einem zusätzlichen Handgepäcksstück reisten, da alles weitere im EVOC Road Bike Bag Pro verstaut werden konnte.

Bike-Fitting-Proof-Konzept mit geringen Einschränkungen

Wir reisten mit einem CUBE Litening C:68x Pro in Rahmengröße 60cm, welches einen Radstand von 1010mm und eine Lenkerbreite von 440mm aufweist. Das Rennrad ist auf eine Sitzhöhe von 845mm (Tretlagermitte-Satteloberkante) gefittet. EVOC gibt für den maximalen Radstand 1060mm, für die maximale Lenkerbreite 500mm und für die Sitzhöhe 860mm (Achtung, gemessen von Unterkante Kettenblatt bis Oberkante Sattel) an. Somit liegen wir mit Ausnahme der Sitzhöhe unter den von EVOC angegebenen Maximalwerten, was jedoch bedeutet, wir müssen die Sattelstütze zum Transport herausnehmen oder absenken. Da das Absenken von Carbonsattelstützen häufig mit unschönen Kratzern verbunden ist, entschieden wir uns für die Demontage der Sattelstütze, wodurch der Koffer für uns leider nicht mehr zu 100% Bike-Fitting-Proof ist. Jedoch hat EVOC für diesen Fall bereits Befestigungsschlaufen und Bänder im Koffer vorgesehen und bei vorheriger Markierung der Sitzhöhe ist auch eine Remontage schnell erledigt.

Fertig verpacktes CUBE Litening C:68x Pro inkl. entfernter Sattelstütze

In 12 Schritten zum perfekt verpacken Fahrrad

Im Folgenden eine Schritt für Schritt Anleitung zum Verpacken des Fahrrades, nach Erstmontage des Koffers:

1.Herausziehen der rot markierten GFK-Stäbe und herunterklappen der Vorderseite
2.Herausnehmen des Road-Bike-Stand und einsetzten der benötigten Adapter für Gabel und Hinterbau
3.Beim Fahrrad auf das große Kettenblatt und das kleinste Ritzel schalten und Laufräder entfernen. Ggf. Bremsschreibenadapter in die Bremssättel der Scheibenbremse einsetzen
4.Montage des Fahrrades auf den Road-Bike-Stand und Fixierung mittels Steckachse oder Schnellspanner
5.Entfernen der Pedale und ggf. Sattelstütze
6.Luftdruck im Reifen reduzieren und Laufräder in die Laufradtaschen packen
7.Lenkerschutz anbringen
8.Road Bike Stand inkl. Fahrrad in den Koffer heben und mit Hilfe der Spanngurte fixieren
9.Befestigen der Sattelstütze an den vorgesehenen Laschen (optional)
10.Laufradtaschen jeweils links und rechts neben das Fahrrad packen
11.Heckschutz-Abstandshalter einsetzten
12.Reisverschluss schließen und GFK-Stäbe vollständig einschieben, sowie TSA-Schloss schließen

Verpacktes Rennrad inkl. Laufräder

Zum einen lässt sich das Fahrrad aufgrund des geringen Demontageaufwandes innerhalb weniger Minuten sicher im Koffer verstauen, zum anderen ist keine zusätzlich Polsterung mit Luftpolsterfolie etc. notwendig. Natürlich steht es jedem frei, sein Fahrrad zusätzlich zu schützen, EVOC hat das Gerüst jedoch so konzipiert, dass dies nicht dringend notwendig ist, um das Fahrrad sicher und geschützt zu transportieren. Nachdem wir persönlich sehr unschöne Szenen am Frankfurter Flughafen mitbekommen haben, als unser Fahrradkoffer sehr unsanft aus dem Flugzeug entladen wurde, das CUBE Litening C:68x Pro jedoch keinerlei Beschädigungen und Schrammen abbekommen hat, sind wir von der Transportsicherheit des EVOC Road Bike Bag Pro sehr überzeugt. Dies hinterlässt für zukünftige Reisen ein sehr gutes Gefühl. Lediglich die Hartschale des Koffers weißt einige Kratzer auf, was aber lediglich optische Makel und bei der Benutzung unvermeidbar sind.

Der Koffer weißt einige Schrammen nach dem Flug auf, das Fahrrad hat die Reise unbeschadet überstanden

Kein Gepäckwagen notwendig – einfaches Handling dank Dreirad-Konstruktion

Ein guter Fahrradtransportkoffer soll das Fahrrad nicht nur schützen und sicher transportieren, sondern der Koffer sollte auch leicht zu bewegen und zu heben sein, sodass der Urlaub bzw. das Trainingslager nicht schon am Flughafen zu einer schweißtreibenden Angelegenheit wird. Das Rollen des beladenen Koffers ist mit den groß dimensionierten Hinterrädern und den Vordergriffen ziemlich einfach. Mit dem abnehmbaren Vorderrad kann die Tasche leicht gezogen werden, ohne dass diese angehoben werden muss. Vorsicht ist jedoch bei Unebenheiten geboten, da sie hier merklich an Stabilität verliert. Das Tragen bzw. das Heben des EVOC Koffers ist durch Griffe oben, vorne, hinten und an der Seite möglich. Leider sind diese Griffe farblich nicht vom Koffermaterial abgesetzt, sodass die Flughafenmitarbeiter den Koffer an den Klettverschlussschnallen der GFK-Stäbe gehoben haben und diese dadurch geöffnet wurden. Solange nun nicht noch zusätzlich an den rot markierten Zugschlaufen gezogen wird, ist dies zunächst kein größeres Problem. Wir würden uns bei einer Weiterentwicklung wünschen, die Griffe farblich vom restlichen Koffer abzusetzen, sodass diese für jeden sofort sichtbar sind.

Ausreichend großes Fahrzeug für den Transport notwendig

Durch Transportrollen leicht zu ziehen und genügend Griffe um den Koffer anzuheben

Den Vorteil des „Bike-Fitting-Proof“-Konzept erkauft man sich mit dem Nachteil eines groß dimensionierten Koffers welcher im Transportzustand eine Größe von 137cm x 90cm x 50cm aufweist. Dies kann dazu führen, dass man beim Taxi oder Mietwagen auf ein Upgrade zurückgreifen muss, vor allem wenn neben dem EVOC Road Bike Bag Pro noch weiteres Gepäck und/oder Personen transportiert werden müssen. Wir hatten die Möglichkeit den Radkoffer mit einem Golf VII, mit einem Toyota C-HR und mit einem Renault Megane IV zu testen und in allen drei Varianten wäre der zusätzliche Transport eines weiteren (mittelgroßen) Koffers möglich gewesen, nachdem die Rücksitzbank vollständig umgeklappt worden ist. Eine dritte Person hätte jedoch keinen Platz mehr im Auto gefunden. Leichte Teile und Handgepäck kann unserer Meinung nach problemlos und ohne Risiko auf dem EVOC Koffer abgelegt werden, einen normalen 20kg schweren Reisekoffer würden wir trotz des GFK-Gerüstetes nicht auf dem Road Bike Bag Pro lagern.

EVOC Road Bike Bag Pro in einem Toyota C-HR

Wie der Name des Produktes suggeriert und der Spezifikation auf der EVOC Homepage zu entnehmen, ist der Koffer für Renn- und Triathlonräder konzipiert und lässt hierfür keine Wünsche offen. Der Transport von MTBs, Trekkingrädern oder Gravelbikes mit Flarelenker ist nicht oder nur bedingt möglich. Wer eine passende Transporttasche dafür sucht, hat diese mit dem Road Bike Bag Pro noch nicht gefunden.

Fazit

Das Konzept des EVOC Road Bike Bag Pro ist extrem gut durchdacht und es wurde auf viele Kleinigkeiten und Details großer Wert gelegt, sodass das Reisen mit einem Fahrrad sorgenfreier und einfacher ist. Vor allem die Möglichkeit den Rennradlenker und Schaltwerk nicht demontieren zu müssen und bei kleineren Rahmengrößen sogar den Sattel unverändert zu lassen, macht das Ein- und Auspacken zu einem Kinderspiel. Das Schutzniveau hat uns trotz der Hard-/Softcase Hybridlösung aufgrund des GFK-Gerüstet komplett überzeugt und hinterlässt ein gutes Gefühl bei der Gepäckabgabe. Auch die allgemeine Verarbeitung des Koffers lässt keinen Spielraum für Kritik. Für 790 Euro UVP ist der EVOC Road Bike Bag Pro sicherlich die Luxusvariante unter den Radtransportkoffern, dafür könnte es aber der letzte Radkoffer sein, in welchen man investieren muss. Das Magazin „RoadBIKE“ (https://www.roadbike.de/rennrad-zubehoer/test-6-rennrad-koffer-fuers-trainingslager/) bewertete kürzlich den EVOC Road Bike Bag Pro mit dem Testurteil „Überragend“, welchem nichts hinzuzufügen ist!

Disclaimer: Der EVOC Road Bike Bag Pro wurde von uns von der „EVOC Sports GmbH“ für den Testzeitraum kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Artikel beruht auf den eigenen Erfahrungen des Autors und wurde von EVOC nicht finanziell unterstützt.

Über den Autor

Christoph Argauer

Autor Christoph Argauer studierte Automotive und Mechatronik an der Universität Bayreuth. Noch lieber als per Auto ist er in seiner Freizeit auf zwei Rädern unterwegs!

2 Kommentare

  • Moin Christoph,
    Test liest sich gut, wie alle Berichte scheinen alle mit dem Bag überaus zufrieden. Hattest Du denn bei deinen Flügen damit je Schwierigkeiten wegen der Größe? Weil viele Fluggesellschaften geben als maximale Breite für den Fahrradtransport 40cm an, und der Bag ist ja nu deutlich breiter. Danke für Dein kurzes Feedback dazu.

    • Hallo Henry, ich kann nur von meinen Erfahrungen mit den beiden Fluggesellschaften “Ryanair” und “Binter” berichten und dort gab es keinerlei Schwierigkeiten bezüglich der maximalen Abmaße des “Road Bike Bag Pro”. Oft wird der Koffer bei der Gepäckabgabe auch gar nicht gewogen. Aber wie Sie schon erwähnt haben, kann dies bei anderen Airlines variieren. Im Zweifel würde ich mal den Service kontaktieren, um auf Nummer sicher zu gehen. Da man den EVOC Radkoffer aber inzwischen relativ häufig auf den Flughäfen sieht, würde ich vermuten das es sehr selten zu Schwierigkeiten kommt. Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.
      Gruß Christoph

Kommentieren...

Mit dem Absenden des Kommentars übermittelten Sie uns Ihren Namen, Ihre E-Mail-Adresse, Ihre IP-Adresse, Ihre URL (sofern angegeben) und Ihren Kommentartext. Gleichzeitig stimmen Sie ausdrücklich der Speicherung und der Veröffentlichung des Kommentars zu. Die Veröffentlichung erfolgt ohne E-Mail- und IP-Adresse. Diese Daten dienen dem Schutz vor Missbrauch der Kommentarfunktion (SPAM) und werden anschließend automatisch gelöscht. Wir behalten uns vor, Kommentare ohne Angabe von Gründen nicht zu veröffentlichen.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.