Dies und das

E-Auto gebraucht kaufen: Was ist zu beachten?

Es gibt wohl kaum einen Experten im Automobilbereich, der noch am elektrischen Antrieb zweifelt. Ein Blick auf die hektische Betriebsamkeit der Hersteller sagt deutlich genug, wohin die Reise des Automobilsektors zukünftig geht. Nicht nur deutsche Automobilhersteller haben in einem ähnlichen Maße Angst, den Anschluss zu verpassen, wie ein Spieler Angst hat, ein 100 Euro Bonus ohne Einzahlung Casino zu verpassen. Noch ist der amerikanische E-Auto-Hersteller Tesla führend, vor allem bei der Batterietechnologie. Aber auch in Wolfsburg bei VW, in Ingolstadt bei Audi, in Köln bei Ford, in Stuttgart bei Mercedes oder in München bei BMW investiert man riesige Summen, um den Amerikanern in diesem Bereich näherzukommen.


Waren elektrisch angetriebene Wagen vor ein paar Jahren noch ausschließlich als Neufahrzeuge und zu horrenden Preisen verfügbar, hat sich der Markt mittlerweile deutlich gewandelt. Dies gilt sowohl für fahrzeugtechnische Aspekte, etwa für größere Reichweiten als auch für das Angebot an gebrauchten E-Fahrzeugen. Die in vielen europäischen Ländern gewährten hohen staatlichen Zuschüsse sowie immer weiter steigende Kraftstoffpreise haben dafür gesorgt, dass das Elektroauto immer attraktiver wird. Die Zunahme von Elektrofahrzeugen hat den erfreulichen Nebeneffekt, dass mittlerweile ein Gebrauchtmarkt entstanden ist, welcher ebenfalls immer größer wird. Neben einigen allgemeinen Punkten, welche man grundsätzlich bei einem Gebrauchtwagenkauf beachten sollte, gibt es noch einige, die explizit auf E-Fahrzeuge zutreffen.

Besonderheiten beim Gebrauchtwagenkauf eines E-Autos

Bevor wir uns gleich mit den Besonderheiten beim Kauf eines gebrauchten elektrisch betriebenen Fahrzeugs beschäftigen, möchten wir unsere Leser kurz darauf hinweisen, dass auch für diese Fahrzeuge unter Umständen staatliche Förderung in Anspruch genommen werden kann. Sollte es in Ihrem Fall möglich sein, dann sollten Sie dies unbedingt beim Kaufpreis berücksichtigen.

Achten Sie auf die Ladetechnologie

Die verwendete Ladetechnologie ist eines der wichtigsten Kriterien beim Kauf eines E-Autos aus zweiter Hand. Diese entscheidet nämlich letztendlich darüber, wie lange Sie warten müssen, bis Sie wieder mobil unterwegs sind. Kann das Fahrzeug mit Schnellladefunktion geladen werden, dann sind Sie in wenigen Minuten wieder auf der Straße unterwegs. Wird allerdings nur mit Normalstrom geladen, dann sollten Sie niemals vor dem Schlafengehen vergessen, Ihr Auto an den Stromanschluss zu stecken. In diesem Fall benötigt der Ladevorgang nämlich einige Stunden.

Auch Lademöglichkeiten spielen eine wichtige Rolle

Eine der wichtigsten Fragen, welche Sie sich noch vor der Anschaffung eines E-Fahrzeugs stellen müssen, ist die nach den vorhandenen oder nicht vorhandenen Lademöglichkeiten. Wie und wo Sie Ihr neues aus zweiter Hand stammendes E-Auto laden, hat einen maßgeblichen Einfluss auf Ihr Portemonnaie. Haben Sie etwa die Möglichkeit, bei Ihrem Arbeitgeber oder unter der Verwendung von Solarzellen bei Ihnen zu Hause zu laden, dann sind die Ladevorgänge für Sie deutlich günstiger. Sind Sie jedoch gezwungen, auf öffentliche Ladevorrichtungen zurückzugreifen, dann ist das wesentlich teurer.

Nehmen Sie es bei der Reichweite und dem Akku ganz genau

Es ist bereits seit Jahren bekannt, dass die Autobauer bei den Spritverbrauchsangaben schummeln. Was bereits seit langem für Verbrenner gilt, betrifft leider auch die elektrischen Autos. Die Fahrzeugbauer lassen hier auch gerne einmal die berühmte Fünf gerade sein. So werden die Reichweitenangaben selbst unter den bestmöglichen Bedingungen kaum erfüllt. Entscheidende Faktoren sind etwa die Fahrweise, das Zuschalten von Heizung oder Klimaanlage oder äußerliche Faktoren wie das Wetter. Gerade im Winter, wenn es sehr kalt ist, gehen die Reichweiten bei den E-Fahrzeugen in den Keller.

Maßgeblich dafür ist allerdings die Batterie verantwortlich. Je öfter diese geladen wurde, desto geringer ist die tatsächliche Ladeleistung. Wie es um die Batterie des Autos bestellt ist, sollten Sie unbedingt vor dem Kauf in Erfahrung bringen. Zahlreiche Hersteller legen hierfür ein Batteriezustands-Zertifikat vor, das als State of Health Certificate bezeichnet wird. Dieses sollte vom Verkäufer genauso vorgezeigt werden wie das Scheckheft. E-Autos haben wesentlich weniger Verschleißteile, statt auf die Dichtigkeit des Motors, Zustand des Auspuffs oder letztmaligen Filterwechsel zu achten, können Sie deshalb Ihre gesamte Aufmerksamkeit auf die Batterie richten.

Vergessen Sie nicht, sich vom Zustand insgesamt zu überzeugen

In erster Linie handelt es sich auch beim Kauf eines gebrauchten Fahrzeugs mit einem Elektromotor um einen Gebrauchtwagenkauf. Deshalb haben Sie auch hier ein gewisses Risiko, ein Fahrzeug zu erwischen, welches sich in einem eher schlechten Zustand befindet. Was bei einem Verbrenner gilt, ist genauso auch bei einem E-Auto. Reparaturen können unter Umständen teuer werden. Achten Sie deshalb unbedingt darauf, ob sich das Auto in einem dessen Alter entsprechenden gepflegten Zustand befindet. Schalten Sie die Klimaanlage sowie die Heizung an, überprüfen Sie die Funktionsfähigkeit der Ausstattung wie etwa des Schiebedachs oder der Fensterheber und sehen Sie sich den Innenraum genau an.

Zu guter Letzt kommen die Serviceintervalle

Wissenswert ist, dass die Preise für gebrauchte Elektroautos immer mehr fallen. Durch das Erhöhen der Umweltprämie neigen Interessenten zu neuen E-Autos. Damit Sie beim Weiterverkauf nicht noch größere Verluste erleiden, sollten Sie ein lückenloses Serviceheft vorzeigen können. Dies gilt insbesondere für Fahrzeuge, die noch unter Garantie fallen. Nur durch eingehaltene und dokumentierte Serviceintervalle können häufig Garantieansprüche durchgesetzt werden.

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Motoreport Redaktion

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