Dacia • Fahrberichte

Dacia Spring Test: Günstiges Elektroauto für die Stadt

Der Dacia Spring geht 2026 in eine neue Modellgeneration und bleibt dabei seinem Grundkonzept treu: möglichst viel Elektroauto für möglichst wenig Geld. Das neue Modell soll ohne Förderung unter 18.000 Euro starten, in der höheren Journey-Ausstattung bleibt der Preis ebenfalls unter 20.000 Euro. Dafür gibt es ein kompaktes Elektroauto mit 27,5-kWh-Batterie, rund 250 Kilometern WLTP-Reichweite und einer klaren Ausrichtung auf den Stadtverkehr.


Neues Design an Front und Heck

Optisch wurde der Dacia Spring für 2026 deutlich überarbeitet. Besonders an der Front fällt das große, durchgehende schwarze Band auf, das etwas an den Fiat Grande Panda erinnert. Darunter setzt Dacia auf mattes Kunststoffmaterial. Das ist nicht nur eine optische Entscheidung, sondern soll im Alltag auch Vorteile haben: Kleinere Parkrempler oder Kratzer fallen auf dem durchgefärbten Kunststoff weniger stark auf. Dazu kommen LED-Tagfahrlicht und LED-Scheinwerfer, die serienmäßig an Bord sind. Bei den Assistenzsystemen bleibt Dacia dagegen seinem Konzept treu. Der Spring soll vor allem effizient und günstig bleiben und bietet deshalb nicht die große Auswahl an Assistenzsystemen, die man aus größeren und teureren Fahrzeugen kennt. Auch an der Seite setzt sich das neue Design fort. Ein schwarzes Kunststoffelement zieht sich über die Karosserie. Das gezeigte Fahrzeug ist ein Dacia Spring Journey und steht auf 16 Zoll großen Stahlfelgen mit Radkappen. Insgesamt stehen vier Farben zur Verfügung. Neben Agave, einem hellen Blauton, gibt es Weiß, Schwarz und Grau. Die Auswahl bleibt damit bewusst überschaubar.

27,5 kWh Batterie und bis zu 11 kW Ladeleistung

Interessant wird es beim Ladeanschluss. Der Dacia Spring ist ein Budget-Elektroauto und entsprechend fällt auch die Ladeleistung in der Basis aus. Dort sind maximal 6,6 kW AC-Ladeleistung vorgesehen. Mit dem Charge Pack soll sich die Ladeleistung auf bis zu 11 kW erhöhen lassen. Zusätzlich ist DC-Laden mit bis zu 50 kW möglich. Die Batterie besitzt eine Kapazität von 27,5 kWh. Damit ist bereits klar, wo sich der Spring besonders wohlfühlt: in der Stadt und im näheren Umfeld. Für lange Fahrten ist das kleine Elektroauto dagegen weniger ausgelegt. Dacia gibt für den Ladevorgang von 15 auf 80 Prozent rund 28 Minuten an. An einer 11-kW-Wallbox soll der gleiche Ladebereich in weniger als drei Stunden erreicht werden. Wird mit 6,6 kW geladen, dauert der Vorgang laut den Angaben aus dem Video ungefähr sechs Stunden.

Heck mit praktischem Kofferraum

Auch das Heck wurde komplett neu gestaltet. Auffällig ist hier vor allem die neue Lichtsignatur. Das Rücklicht sitzt im oberen Bereich, während darunter eine Reflexion für die entsprechende Optik sorgt. Die Formensprache der Front wird auch am Heck aufgegriffen. Ein schwarzes Hochglanzband trägt den Dacia-Schriftzug. Darunter befindet sich erneut schwarzer, durchgefärbter Kunststoff, der kleinere Parkrempler im Alltag weniger auffällig machen soll. Beim Kofferraum hat sich Dacia ebenfalls etwas Praktisches einfallen lassen. Da der Spring ein Frontantriebsauto ist, befindet sich unter der Fronthaube zusätzlicher Stauraum. Im eigentlichen Kofferraum bleibt damit zunächst Platz für alltägliche Einkäufe oder beispielsweise mehrere Wasserkästen. Unterhalb davon steht zusätzlicher Stauraum zur Verfügung. Neu ist außerdem die Möglichkeit, die Rücksitzbank im Verhältnis 50:50 umzuklappen. Auch der Fahrersitz lässt sich entsprechend nutzen. Dadurch entsteht eine deutlich flexiblere Ladefläche. Im Video wird sogar der Vergleich zum Hyundai Inster gezogen, in dem sich ebenfalls eine solche Nutzung zum Übernachten vorstellen lässt.

Innenraum bleibt bewusst einfach

Im Innenraum darf man angesichts des niedrigen Preises nicht mit Luxus rechnen. Genau das ist aber auch Teil des Konzepts. Der Dacia Spring soll möglichst viel Auto für möglichst wenig Geld bieten. Die Sitze sind mit Stoff bezogen und greifen mit blauen Elementen die Farbe Agave aus dem Exterieur auf. Auch auf dem Armaturenbrett finden sich blaue Akzente. Das sorgt trotz der einfachen Materialien für etwas Farbe im Innenraum. In der Journey-Ausstattung gehört außerdem ein 10,1-Zoll-Display zum Fahrzeug. Dort ist auch die Navigation integriert. In der niedrigeren Essential-Ausstattung muss dagegen das Smartphone stärker eingebunden werden. Bei der Klimaanlage bleibt es ebenfalls einfach. Sie wird manuell bedient. Temperatur und Lüftung lassen sich über klassische Bedienelemente einstellen. Insgesamt konzentriert sich der Spring damit auf die Funktionen, die im Alltag tatsächlich benötigt werden.

Adaptiver Tempomat und digitales Kombiinstrument

Trotz des niedrigen Preises gibt es einige Assistenz- und Komfortfunktionen. Dazu gehört beispielsweise ein adaptiver Tempomat. Eine aktive Spurmittenführung gibt es dagegen nicht. Der Spring verfügt lediglich über eine Spurverlasswarnung. Hinter dem Lenkrad sitzt außerdem ein 7 Zoll großes digitales Display. Damit bleiben die wichtigsten Informationen für den Fahrer jederzeit sichtbar. Das Lenkrad selbst ist zwar aus Kunststoff gefertigt, bietet aber Multifunktionstasten. Darüber lassen sich unter anderem Telefonfunktionen und die Musikwiedergabe bedienen. Damit beschränkt sich der Dacia Spring nicht komplett auf eine Minimal-Ausstattung. Vielmehr versucht Dacia, genau die Funktionen anzubieten, die für den täglichen Einsatz sinnvoll sind, ohne das Auto durch zusätzliche Technik unnötig teuer zu machen.

3,85 Meter Länge machen den Spring zum Stadtauto

Mit einer Länge von 3,85 Metern bleibt der Dacia Spring ausgesprochen kompakt. Damit bewegt er sich in einer ähnlichen Größenordnung wie der Hyundai Inster oder der Renault Twingo. Gerade in der Stadt ist das ein großer Vorteil. Der Spring ist wendig und lässt sich dadurch einfach durch enge Straßen und in kleinere Parklücken bewegen. Das passt zu den Daten, die Dacia zu seinen Kunden nennt: Mehr als 90 Prozent der Käufer sollen Erstkunden bei Elektroautos sein. Der durchschnittliche Spring-Kunde fährt laut Dacia rund 34 Kilometer am Tag und mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 34 km/h. Damit wird deutlich, für welchen Einsatzzweck der Spring konzipiert ist. Es geht nicht darum, möglichst schnell hunderte Kilometer auf der Autobahn zurückzulegen. Der Spring soll im Alltag kurze Strecken möglichst günstig und unkompliziert elektrisch zurücklegen.

Für wen lohnt sich der Dacia Spring?

Beim Antrieb bleibt es laut den Angaben aus dem Video bei 80 PS und einer 27,5-kWh-Batterie. Die WLTP-Reichweite soll bei rund 250 Kilometern liegen. Für den Alltag werden im Video ungefähr 200 Kilometer als realistische Größenordnung genannt. Damit eignet sich der Spring insbesondere als Zweitwagen. Wer zu Hause laden kann und hauptsächlich in der Stadt unterwegs ist, benötigt keinen großen Akku. Der Spring kann für den täglichen Weg zur Arbeit, zum Einkaufen oder für andere kurze Strecken vollkommen ausreichend sein. Natürlich müssen Käufer dafür bei Komfort und Ausstattung Abstriche machen. Das gehört allerdings zum Konzept des Spring. Dacia versucht nicht, ein günstiges Elektroauto mit möglichst vielen Extras auszustatten, sondern konzentriert sich auf das Wesentliche.

Günstiger Einstieg in die Elektromobilität

Interessant ist der Dacia Spring vor allem deshalb, weil er ein Elektroauto bereits für unter 18.000 Euro ohne Förderung ermöglichen soll. In der Journey-Ausstattung bleibt der Preis laut den Angaben aus dem Video ebenfalls unter 20.000 Euro. Damit positioniert sich Dacia genau in einem Bereich, in dem günstige Elektroautos bislang nicht besonders stark vertreten sind. Im Video wird als möglicher zukünftiger Wettbewerber unter anderem ein entsprechendes Volkswagen-Modell genannt. Während Volkswagen in dieser Kategorie noch nicht so weit ist, kann Dacia bereits ein entsprechendes Modell anbieten. Hinzu kommt, dass der Spring in Europa gebaut wird. Das Fahrzeug entsteht in der Slowakei und basiert auf einer Renault-Plattform. Damit handelt es sich nicht um ein chinesisches Elektroauto, sondern um ein in Europa produziertes Einstiegsmodell.

Fazit zum Dacia Spring Test

Der neue Dacia Spring bleibt seinem Grundgedanken treu: möglichst wenig Schnickschnack, dafür ein niedriger Preis und eine klare Ausrichtung auf den Stadtverkehr. Mit 3,85 Metern Länge, 27,5 kWh Batteriekapazität und einer im Video genannten Reichweite von rund 250 Kilometern nach WLTP ist er vor allem für kurze und mittlere Strecken interessant. Besonders gut vorstellbar ist der Spring deshalb als Zweitfahrzeug. Wer zu Hause laden kann, benötigt keinen besonders großen Akku und kann mit dem kleinen Elektroauto entspannt von A nach B kommen. Die hohe Wendigkeit passt ebenfalls gut zum Einsatzgebiet. Auf Komfortfeatures muss man teilweise verzichten. Dafür bleibt der Preis niedrig. Gerade deshalb könnte der Dacia Spring für Menschen interessant sein, die erstmals auf ein Elektroauto umsteigen möchten und im Alltag überwiegend kurze Strecken fahren. Der erste Eindruck ist damit durchaus positiv: Dacia bietet ein einfaches, kompaktes und vergleichsweise günstiges Elektroauto an, das sich auf seine wesentlichen Aufgaben konzentriert. Wie sich der neue Spring tatsächlich fährt, bleibt allerdings noch offen. Eine ausführliche Probefahrt soll zu einem späteren Zeitpunkt folgen.

 

Dieser Text ist auf der Basis unseres YouTube Videos mit einer automatischen Transkription entstanden.

Über den Autor

Matthias Luft

Autor Matthias Luft faszinieren effiziente Motoren, moderne Designs und die neusten Fahrerassistenzsysteme.

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