Mit Continental im CUbE fahrerlos mitgefahren

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Continental nennt den CUbE ein Shared Mobility Concept: Das selbstfahrende E-Fahrzeug für die Stadt soll per App angefordert werden können. Es hält, öffnet die Türen wie ein Stadtbus, lässt Passagiere einsteigen und befördert sie zum vorab gebuchten Ziel. CUbE steht dabei für Continental Urban Mobility Experience. Wir sind im Werksverkehr bei Continental in Rödelheim bei Frankfurt mitgefahren.

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Wie autonom fährt ein Fahrzeug momentan wirklich?
Während es auf Autobahnen und Schnellstraßen eher einfach für (teil-)autonom fahrende Autos ist, sich zurechtzufinden, wird es in der Stadt umso komplizierter. Auf der Autobahn gibt es klare, immer gleiche Linien, Schilder und deutlich zu „lesende“ Tempolimits. In der Stadt verschwimmen diese Vorgaben an vielen Stellen. Es geht schon damit los, dass im Innenstadtverkehr oft keine Fahrspuren eingezeichnet sind. Das heißt: Dem CUbE bleiben ausschließlich seine eigenen Fähigkeiten, die Umgebung zu erkennen.

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Echo-Karte: Der CUbE „merkt“ sich bereits erkannte Hindernisse

Zahlreiche Sensoren zur Erstellung einer exakten Umgebungskarte
Das gilt in der City vor allem für Fußgänger. Auf einer virtuellen Karte zeigt der CUbE (momentan noch) seinen Test-Passagieren, was er wo erkannt hat – und welche Hindernisse o.Ä. er von letzten Fahrten auf dieser Strecke gespeichert hat. Für die Erkennung nutzt er so ziemlich alles, was momentan technisch verfügbar ist: Radar– und Lidarsensoren sowie Kameras. Dank GPS-Ortung, momentaner und gespeicherter Radardaten kann sich der CUbE sehr genau selbst orten. Funksender am Streckenrand sorgen für eine noch genauere Eigenortung. Nur wenn die einzelnen Sensoren bis ins Detail miteinander fusioniert werden, bereitet das den Weg für ein sicheres, autonomes Fahren. Besonders spannend: Im Foto unten sieht man, wie der CUbE Fußgänger als solche erkennt und visualisiert. Die eigentliche Herausforderung für das System ist aber, ihre Bewegungen richtig zu interpretieren. Mittels Car-to-X Kommunikation soll der CUbE z.B.mit Ampelanlagen kommunizieren können, um die Schaltphasen optimal zu nutzen.

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Die roten Punkte im linken Screen visualisieren Fußgänger

Momentan noch max. 8 km/h und äußerst höflich am Zebrastreifen
Die Mitfahrt selbst fühlt sich momentan natürlich noch sehr sanft und sicher an: Der CUbE fährt maximal 8 km/h. Auf derm Werksgelände bei Continental in Frankfurt ist es dazu noch recht eng, zwischen den Gebäude sind gerade mittags viel Fußgänger unterwegs. Das bedeutet: Höchste Konzentration für Sensorik und Steuergeräte. Der CUbE ist darauf getrimmt, extrem vorsichtig zu fahren. Wenn nur ein Passat am Rande eines Zebrastreifens stehen bleiben zu scheint, wird gebremst und der Fußgänger höflichst über die Straße gelassen. Queren anderen Fußgänger rücksichtslos die gedachte Strecke des CUbE, wird ebenfalls gebremst. Meist aber noch so rechtzeitig, dass die stehenden Passagiere nicht einfach umfallen. Kurven sind ebenfalls kein Problem für das Fahrzeug, wenn sie auch noch nicht perfekt elegant sondern manchmal etwas ruckartig gefahren werden.

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An den „Ecken“ des CUbE deutlich erkennbar: Radarsensoren

Momentan ist der CUbE eher eine Entwicklungsplattform für die Abstimmung zahlreicher Continental Technologien. Wir können es aber kaum erwarten, in ein paar Jahren bei ihm statt bei einem schlecht gelaunten Taxifahrer mitzufahren!

Fotos: Continental, Motoreport

 

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