BMW Fahrberichte

BMW X5 (G65) Test: Neue Technik, Automatiktüren und alle Antriebe im Überblick

Mit der fünften Generation des BMW X5 schlägt BMW ein neues Kapitel für sein großes SUV auf. Der neue BMW X5 (G65) bringt zahlreiche technische Neuerungen mit, setzt auf ein vollständig überarbeitetes Cockpit und bietet gleichzeitig eine außergewöhnlich große Auswahl an Antrieben. Vom klassischen Reihensechszylinder-Benziner über den Diesel und Plug-in-Hybrid bis hin zum vollelektrischen iX5 sowie einer später geplanten Wasserstoff-Version ist nahezu jede Antriebsart vertreten. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die wichtigsten Neuerungen rund um Design, Innenraum und Technik.


Neues Frontdesign mit variabler Lichtsignatur

Optisch geht der neue BMW X5 einen eigenständigen Weg. Serienmäßig besitzt jedes Modell die beleuchtete BMW-Niere („Iconic Glow“) sowie die neue Frontgestaltung mit einer variablen Lichtsignatur. Besonders auffällig ist das neue X-förmige Tagfahrlicht. Wer dieses Design nicht bevorzugt, kann im Infotainmentsystem alternativ die klassische Slash-Optik auswählen. Ein wichtiger Unterschied zwischen den Antriebsvarianten zeigt sich lediglich im unteren Bereich der Front. Während Elektro- und Plug-in-Hybridmodelle nahezu identisch aussehen, erhält der Sechszylinder-Diesel aufgrund seines höheren Kühlbedarfs größere Lufteinlässe. Insgesamt bleibt die Designsprache jedoch unabhängig vom gewählten Antrieb nahezu identisch. Bei den Scheinwerfern setzt BMW weiterhin auf Matrix-LED-Technik. Laserlicht gibt es nicht. Wie sich das blendfreie Fernlicht in der Praxis schlägt, wird sich erst bei späteren Nachtfahrten zeigen.

Größer geworden und neue Automatiktüren

Der neue BMW X5 wächst gegenüber seinem Vorgänger um rund sieben Zentimeter auf 4,99 Meter Länge. Gleichzeitig legt auch der Radstand um sechs Zentimeter zu. Eine der größten technischen Neuerungen sind die optionalen Automatiktüren. Sie gehören allerdings nicht zur Serienausstattung. Ohne dieses Extra lassen sich die Türen wie gewohnt manuell bedienen. Wer sich für die Automatik entscheidet, kann die Türen per Tastendruck elektrisch öffnen und schließen. Dabei arbeitet die zweite Generation der Automatiktüren mit zahlreichen versteckt verbauten Sensoren. Die Türen erkennen Hindernisse, passen ihre Bewegung entsprechend an und bleiben beispielsweise auch an Steigungen kontrolliert stehen. Trotz der Elektronik können sie weiterhin jederzeit manuell geöffnet oder geschlossen werden.

Praktisch: Die serienmäßige Zuziehhilfe bleibt unabhängig von der gewählten Türvariante erhalten. Zusätzlich lassen sich die Automatiktüren mit dem Smartphone-Schlüssel oder individuell belegbaren Fahrzeugfunktionen kombinieren.

Kofferraum und Platzangebot

Das Kofferraumvolumen beträgt 650 Liter und bleibt sowohl bei den Verbrennern als auch beim vollelektrischen Modell identisch. Lediglich der Plug-in-Hybrid bietet aufgrund der Batterie etwas weniger Ladevolumen. Eine Änderung dürfte einige Interessenten überraschen: Eine dritte Sitzreihe wird künftig nicht mehr angeboten. Wer sieben Sitzplätze benötigt, muss künftig zum BMW X7 greifen. Obwohl der Radstand gewachsen ist, fällt das Platzangebot im Fond subjektiv ähnlich großzügig aus wie bisher. Neu ist eine stärker verstellbare Lehnenneigung der Rückbank. Ebenfalls positiv fällt auf, dass BMW weiterhin klassische Luftausströmer an der B-Säule verbaut und zahlreiche Komfortdetails beibehält. Bereits serienmäßig an Bord sind außerdem das große Panorama-Glasdach sowie eine induktive Ladeschale.

Modernes Cockpit mit Panoramic iDrive

Im Innenraum hält die neue BMW-Bediengeneration Einzug. Das Herzstück bildet das neue Panoramic iDrive mit einem 17,9 Zoll großen Zentraldisplay und der BMW Panoramic Vision, bei der Informationen über die gesamte Breite der Frontscheibe projiziert werden. Trotz der starken Digitalisierung bleiben einige klassische Bedienelemente erhalten. Lautstärkeregler, Gangwahlschalter und verschiedene Direktzugriffe erleichtern weiterhin die Bedienung im Alltag. Optional ist erstmals auch ein Passenger Display erhältlich. Dieses ermöglicht dem Beifahrer während der Fahrt beispielsweise Medieninhalte zu nutzen, bleibt für den Fahrer jedoch ausgeblendet. Hochwertige Materialien wie Merino-Leder, Alcantara oder Dekorelemente aus echtem Stein und Glas unterstreichen den Premiumanspruch des neuen X5.

Bedienung überzeugt trotz Touch-Fokus

Obwohl viele Funktionen nun über den Touchscreen erreichbar sind, gelingt BMW eine vergleichsweise intuitive Bedienung. Über Schnellzugriffe lassen sich beispielsweise Sitz- oder Lichtfunktionen direkt aufrufen, ohne lange durch Untermenüs navigieren zu müssen. Auch das neue Hauptmenü passt sich den Nutzungsgewohnheiten des Fahrers an. Häufig verwendete Anwendungen wie Navigation oder Spotify rücken automatisch weiter nach oben. Besonders interessant sind die neuen Routinen. So lässt sich beispielsweise festlegen, dass beim Fahrtbeginn automatisch die Sitzheizung aktiviert und die Tempolimit-Warnung deaktiviert wird. Die Klimatisierung erfolgt ebenfalls vollständig digital. Luftstrom, Intensität und Ausrichtung können individuell angepasst werden.

Neue Projektion statt klassischem Head-up-Display

Die BMW Panoramic Vision gehört zu den spannendsten Neuerungen des X5. Statt eines klassischen Displays werden Informationen direkt auf einen schwarzen Bereich am unteren Rand der Frontscheibe projiziert.Der Fahrer kann zahlreiche Inhalte individuell konfigurieren – von Navigationskarten über Fahrdaten bis hin zur Batterietemperatur. Aus Sicht des Videos bietet dieses System inzwischen einen so großen Informationsumfang, dass das optionale Head-up-Display kaum noch einen entscheidenden Mehrwert liefert.

Große Auswahl bei den Antrieben

Besonders interessant ist das umfangreiche Motorenangebot. Zum Marktstart stehen zunächst die klassischen Reihensechszylinder-Benziner und -Diesel zur Verfügung. Danach folgen Plug-in-Hybridmodelle sowie der vollelektrische iX5, der später Reichweiten von bis zu rund 800 Kilometern ermöglichen soll. Langfristig plant BMW zusätzlich eine Wasserstoffvariante.

Der große Vorteil: Unabhängig vom gewählten Antrieb bleibt das äußere Erscheinungsbild nahezu identisch.

Moderne Assistenzsysteme

Auch bei den Fahrerassistenzsystemen legt BMW deutlich nach. Bereits serienmäßig stehen zahlreiche Assistenzfunktionen zur Verfügung.Optional gibt es den Driving Assistant Professional mit Highway Assistant. Dieser ermöglicht auf geeigneten Autobahnen Hands-off-Fahren bis 130 km/h, wobei lediglich die Aufmerksamkeit des Fahrers überwacht wird. Zu einem späteren Zeitpunkt soll außerdem ein City Assistant folgen, der das unterstützte Fahren im Stadtverkehr weiter ausbaut.

Fazit

Der neue BMW X5 der fünften Generation entwickelt das bekannte SUV-Konzept konsequent weiter. Besonders die Kombination aus moderner Bedienung, Panoramic iDrive, optionalen Automatiktüren und der großen Auswahl unterschiedlicher Antriebe macht das Fahrzeug spannend. BMW verzichtet dabei bewusst nicht vollständig auf klassische Bedienelemente und schafft eine gute Balance zwischen Digitalisierung und Alltagstauglichkeit. Gleichzeitig profitieren Käufer davon, dass sie unabhängig vom gewünschten Antrieb nahezu das gleiche Design erhalten. Gerade die Vielzahl neuer Technikfunktionen macht den BMW X5 zu einem der interessantesten Premium-SUVs des Modelljahres 2026.

YouTube-Video:

 

Dieser Text ist auf der Basis unseres YouTube Videos mit einer automatischen Transkription entstanden.

Über den Autor

Matthias Luft

Autor Matthias Luft faszinieren effiziente Motoren, moderne Designs und die neusten Fahrerassistenzsysteme.

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