Je neuer ein Fahrzeug, desto komplizierter die Reparatur. Gilt meistens, allerdings gibt es natürlich auch hier Ausnahmen. Wo einige Fahrer tatsächlich schon zum Auffüllen des Wischwassers in die Werkstatt fahren, können doch relativ viele selbst die z.B. Reifen oder auch Bremsen wechseln.
Glaubt man Portalen wie http://www.tuningsuche.de/, gibt es noch immer zahllose Autoliebhaber in Deutschland, die ihre Wagen in liebevoller Kleinarbeit verschönern, mit Sonderzubehör ergänzen und natürlich auch reparieren können. Dabei handelt es sich jedoch scheinbar um eine immer kleiner werdende Minderheit, denn die meisten Menschen geben offen zu, dass sie nicht mal mehr einen Reifen wechseln können. Da helfen kann auch keine Tipps zum Reifenwechsel im Internet mehr: Bei einer Reifenpanne wird der ADAC geholt und beim jährlichen Wechsel auf Sommer- oder Winterreifen machen Autowerkstätten im ganzen Land ein ordentliches Geschäft.
Woher kommt dieses sinkende Interesse am Auto, das so lange des Deutschen liebstes Kind war? Ist es die zunehmende Zahl der Großstädter, die glaubt, dass sich ein Auto nicht mehr lohnt und die sich keine Gedanken darüber macht, dass auch beim geliehenen Carsharing-Auto einmal der Reifen den Geist aufgeben könnte? Vielleicht liegt es aber auch daran, dass die Väter kein Interesse mehr daran haben, ihre Kenntnisse an eine Generation weiterzugeben, die lieber vor der Spielkonsole sitzt als samstags ölverschmiert unter dem Auto zu liegen.
Autos werden “komplitzierter”
Schuld sind jedoch auch die Autobauer selbst: Früher gehörte schließlich nicht viel dazu, selbst den Ölfilter zu wechseln, Kühlwasser nachzufüllen oder eben einen abgefahrenen Reifen zu montieren. Dadurch, dass Autos immer komplizierter geworden sind und so mancher Fahrersitz allmählich dem Cockpit eines Airbus gleicht, traut sich niemand mehr zu, selbst mit dem Auto fertig zu werden. Schade eigentlich. Vielleicht wäre allen geholfen, wenn Autos wieder einfacher konstruiert würden und junge Leute wieder mehr Interesse daran hätten, ihren fahrbaren Untersatz selbst in Schuss zu halten.