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Ausprobiert: Dodge Charger R/T von De Agostini

Sie suchen ein mittelgroßes Projekt, sind autobegeistert und verfügen über Fingerspitzengefühl? Dann haben wir da vielleicht eine Idee: De Agostini hat das Modell des 1970er Dodge Charger R/T im ‚Fast & Furious‘-Trim neu aufgelegt. Und wir hatten die Gelegenheit, die ersten 20 Bausätze zu montieren. Ob der der Bausatz etwas taugt klären wir im folgenden Text. Wer Dodge gut findet, Modelle aber nicht, findet übrigens hier unseren Fahrbericht zum RAM 1500.


Das Original: Dodge Charger R/T

Berühmt wurde der Dodge Charger R/T als Vin Diesel alias Dominic „Dom“ Toretto damit 2001 im Film „Fast & Furious“ über die Leinwand bretterte. Gegner: Der inzwischen leider verstorbene Paul Walker alias Brian O’Conner in einem orangenen Toyota Supra Mk4.

Der Spielzeughersteller De Agostini hat nun ein Modell des Dodge Charger R/T im ‚Fast & Furious‘-Trim aufgelegt – hier geht’s zur Herstellerwebsite. Der Maßstab beträgt 1:8 und damit wird das Auto im finalen Zustand stolze 66 cm lang und 8,3 kg schwer. Der deutsche Vertrieb hat uns die Bausätze 1-20 zum Test zur Verfügung gestellt. Doch kann ein Modellbau-Laie, wie der Autor einer ist, dieses überhaupt zusammensetzen?

Zeichnung und Modell: Die 1:1 Abbildung vermittelt einen Eindruck, wie groß der Dodge Charger R/T im fertigen Zustand wird – der Motor ist schon montiert.

Die Verpackung

Da steht er nun, der Karton mit 19 feinsäuberlich verpackten Bausätzen. An dieser Stelle wollen wir auch gleich auf einen negativen Punkt eingehen: Die Verpackung besteht aus Unmengen von Plastik. Pro Bausatz zählen wir zwei Kunststoffbeutel und zusätzlich die eigentliche Verpackung der Einzelteile. Im Laufe unseres Montagefortschritts sammelt sich so ein riesiger Haufen Plastikabfall an. Das Thema Verpackung lässt sich sicherlich besser (und umweltfreundlicher) lösen.

Satz vier fehlt bei uns leider, doch dazu später mehr. Jeder Bausatz besteht grundsätzlich aus etwa 10-15 Einzelteilen, den zugehörigen Schrauben sowie einer detaillierten Anleitung. Dazu gibt es immer auch spannende Infos zu den Schauspielern aus dem Film oder dem Auto. Da unser Modell für den spanischen Markt geplant war ist leider auch die Anleitung in spanischer Sprache verfasst. Allerdings lassen sich die einzelnen Schritte des Aufbaus dank gut verständlicher Zeichnungen auch ohne diese Sprachkenntnissen nachvollziehen. Eine deutsche Version gibt es natürlich auch – uns liegen die ersten zehn Magazine digital vor.

Viel Plastikverpackung (rechts), sowohl Anleitung als auch Bauteile sind allerdings hochwertig gestaltet.

Die Montage des Dodge Charger R/T „Fast & Furious“

Los geht’s mit dem signifikanten Kompressor-Aufbau, in der Anleitung fälschlicherweise als Turbo bezeichnet. Zum Glück hat der Hersteller dann beim Modell seine Hausaufgaben gemacht. Die Karosserie, tragende Teile sowie der Motor sind aus Metall gefertigt, der Kompressor ist tadellos verchromt. Außerdem sind alle Teile exakt formschlüssig, Spaltmaße sind ein Fremdwort. Besonders erwähnenswert sind die vielen kleinen Details die bei der Montage immer wieder auffallen und dem Autofan – wie der Autor auch einer ist – ein Grinsen ins Gesicht zaubern. Sei es das kleine R/T-Label in der Frontschürze oder die Bremszange aus Metall – man spürt, dass die Entwickler mit viel Liebe zum Detail. gearbeitet haben.

So schrauben wir in den ersten 11 Bausätzen fröhlich den Vorderwagen zusammen, inklusive funktionierender Lenkung und orginalgetreuer Radaufhängung, inklusive Federung. Leider rächt sich dann der fehlende Bausatz Nummer 4, eine der vorderen Radaufhängungen. Deswegen können wir dann gegen Ende des Turns nicht den Stabilisator und die Lenkung montieren, da eine spätere Montage aufgrund der dann verdeckten Schraublöcher nicht mehr möglich ist.

Motor des Dodge Charger R/T im Detail

Im Detail: Zündverteiler (Beige, Mitte) mit Zündleitungen (Blau). Außerdem zu sehen: Lichtmaschine (silber) mit Keilriemen. Orange: Motorblock aus Metall.

Highlight: Der Bau des Motors

Ab Set zwölf folgt dann ein echtes Highlight, wir bauen den V8-Motor des Dodge Charger R/T zusammen. Dieser ist – wie das ganze Modell – sehr detailreich gestaltet, bis hin zum achtpoligen Zündverteiler. Bis hierher erforderte der Zusammenbau vor allem Kraft (die Schrauben drehen sich nicht von alleine in die Metallteile), Konzentration (wir zählen 14 unterschiedliche Schraubentypen) und Fingerspitzengefühl – doch wer ein IKEA-Regal zusammenbauen kann sollte mit dem Modell keine Probleme haben. Der Hersteller empfiehlt den Bausatz übrigens für Jugendliche ab 14 Jahren.

Kompliziert wird die Sache dann allerdings bei den acht Einspritzdüsen samt Leitungen, welche am Lufteinlass montiert werden. Diese werden nur gesteckt und auch nach über einer Stunde geduldigem Probieren wollen sie nicht an Ort und Stelle bleiben. Abhilfe schaffen letztlich einige gut platzierte Tropfen Sekundenkleber. Auch die Montage der 8-in-2 Abgasanlage fordert viel Fingerspitzengefühl, lässt sich dann aber doch bewältigen. Die anschließende Hochzeit von Vorderwagen und Motor lässt sich auf Grund des fehlenden Sets Nummer 4 leider noch nicht vollziehen.

Damit endet nach etwa 8 Stunden mangels weiterer Teile das Projekt Dodge Charger R/T vorerst. Doch der Autor hat Blut geleckt und hofft auf weitere Bausätze des Herstellers. Ausgehend vom Fortschritt nach den zwanzig Bausätzen würden wir insgesamt etwa 100 erwarten. Die Website des Herstellers spricht von 110 Bausätzen bis zur Fertigstellung, dann leuchten auch die Frontscheinwerfer und Seitenlichter, außerdem lassen sich Türen und Motorhaube öffnen.

Leeres Kompressorgehäuse des Dodge Charger R/T

Jedes Modell hat seine Grenzen – beim Dodge Charger R/T bleibt das Kompressorgehäuse (Foto) leer. Zylinder, Kurbelwelle oder Getriebezahnräder sucht man ebenfalls vergeblich.

Kosten und Bauzeit

Doch was kostet der Spaß? Das Modell des Dodge Charger R/T gibt es aktuell nur als Abo. Das erste Set kostet einen Euro, dann steigt der Preis schnell auf 12€ pro Bausatz. Macht grob kalkuliert gut über 1300€ – ein ziemlich stolzer Preis. Immerhin legt De Agostini noch regelmäßig Extras wie eine Powerbank oder (bei Bestellung bis Ende Januar) ein „Fast & Furious“-T-Shirt bei. Und für einen Euro Aufpreis pro Ausgabe gibt es eine Vitrine um das fertige Fahrzeug vor Staub zu schützen. Der Versand der Bausätze erfolgt übrigens alle vier Wochen, dann mit jeweils vier Bausätzen. Entsprechend sollte man mit einer Bauzeit von etwa zwei Jahren rechnen.

Sofern es noch Updates zu unserem Modell gibt, werden wir sie natürlich hier veröffentlichten.

Über den Autor

Jonas Braunersreuther

Autor Jonas Braunersreuther interessiert sich von Kindesbeinen an für sportliche Autos und Zweiräder sowie neue Entwicklungen auf dem Automobilmarkt.

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