Traumkombi aus Riva & Abarth: Der 695 Rivale im Test

Als wir 2017 mit dem neuen Fiat 500 Riva am Gardasee unterwegs waren dachten wir, es könnte keinen besseren Cinquecento geben: Kurz danach zeigte der leistungsstarke Bruder Abarth den 695 Rivale. Er kombiniert mit seinen 180 PS Sportlichkeit mit dem Chic und der Tradition des italienischen Yachtbauers Riva und ist mit Abstand das beste 500-Derivat, das wir bisher gefahren sind.

Edizione limitada: Viel Ausstattung (z.B. Acrapovic Abgasanlage) für 30.000 €
Genau wie der normale Fiat 500 Riva bringt auch der Rivale zahlreiche, liebevoll gestaltete Details und ganz besondere Merkmale mit. So gibt es ihn nur in seiner ganz speziellen Bicolore Lackierung aus Riva Blau und Grau. Getrennt werden die Farben vom typischen Doppelstreifen in der Farbe Aquamarin, die sich an zahlreichen Riva Yachten und vor allem der Werft in Sarnico am Lago d’Iseo findet.17 Zoll Felgen sind serienmäßig an Bord, genau wie eine Brembo Bremsanlage und gelochte Bremsscheiben. Der 695 Rivale startet bei 28.000 €, wenn man, wie wir, das Cabrio haben möchte, werden ab 30.000 € fällig. Wie die serienmäßige Acrapovic Abgasanlage klingt, klären wir weiter unten, oder man schaut es sich direkt im Video an.

Serienmäßig: Hochwertige Ledersitze mit Logo-Stick

Carbon-Dashboard und legendär schöne Ledersitze
Im Gegensatz zum 500 Riva kommt das Dashboard aus Karbon, echtes Mahagoniholz kostet dagegen nochmal mehrere 790 € Aufpreis. Ein absolutes Highlight sind die (wenn auch hochempfindlichen) Fußmatten, die halb aus Stoff und halb aus blauem Leder gefertigt sind. Im blauen Leder aus der Manufaktur Paltrona sind auch die Integral-Sportsitze bespannt, die mit dem 695 Stick nicht nur unheimlich gut aussehen, sondern auch wesentlich mehr Seitenhalt bieten als gewöhnliche Cinquecento Sitze. Das Uconnect Infotainmentsystem kommt mit 7-Zoll Touchscreen, einer wunderschönen Abarth-Animation beim Start und DAB+. Die Navifunktion an sich kostet aber extra. Das Stoffdach wirkt vielleicht simpel, verschließt den Innenraum aber absolut dicht. Wir haben es in der Waschanlage und bei Starkregen geprüft: Keinerlei Luftzug hat da eine Chance. Gelungen und übersichtlich ist auch der serienmäßige, digitale Tacho.

Das Dach des Cabriolets lässt sich noch bis zum Abarth Logo nach unten fahren

180 PS und 1.080 Kilo Leergewicht einfach ein Traum
Während wir letztes Jahr mit dem 1.3 JTDM Diesel zwar unheimlich effizient, aber auch recht durchzugsschwach unterwegs waren, wirkt der Abarth 695 Rivale fahrerisch wie ein völlig anderes Auto. Der 1.4 Turbobenziner mit 180 PS ist nicht nur (v.a. in Anbetracht des 1.080 Kilo leichten Abarth) unheimlich kräftig, sondern Fahrwerk und Lenkung sind wirklich ein Traum in dieser Klasse. Die Lenkung ist zwar meist ähnlich leichtgängig wie im gewöhnlichen 500, allerdings ist sie ungemein direkter und das Feedback ist ein völlig anderes. So können Kurvenetappen präzise und mit viel Spaß gefahren werden. Das Fahrwerk ist deutlich straffer als beim 500, dafür sorgen Radaufhängungen von Koni und Federn von Eibach. So knüppelhart, dass der 600 Kilometer-Weg zum Gardasee anstrengend wird, ist der 695 Rivale aber bei weitem nicht. Von 0 auf 100 km/h beschleunigt der Rivale übrigens in 6,7 Sekunden, die Vmax gibt Abarth mit 225 km/h an.

Abarth-Animation im 7-Zoll Uconnect Infotainmentsystem

Krawall-Abgasanlage von Acrapovic immer Serie
Schom beim Kaltstart ist die Acrapovic Abgasanlage (immer Serie) ein Fest. Von Acrapovic kannten wir bisher nur den Sound des Golf R, der des 695 Rivale steht ihm in nichts nach. Zu beachten gilt es aber, dass der kernige Sound wirklich laut zu hören ist und nicht leiser, sondern mittels der Sport-Taste nur noch agressiver gestaltet werden kann. (Dann gibts auch eine noch bissigere Gasannahme). Insgesamt passt der Acrapovic Sound perfekt, zumal er bei langen Autobahnetappen im Gegensatz zum Klang mancher Achtzylinder nicht durch permanentes Brummen nervt. Die 5-Gang Schaltung steht ihm übrigens super, dass das optionale, automatisierte 5-Gang Schaltgetriebe Spaß machen soll, können wir uns kaum vorstellen. Viel Leistung verpufft auf der Vorderachse übrigens nicht. Wem die Räder bei heftigen Kurvenfahrten doch zu viel Schlupf bekommen, den sei das mechanische Sperrdifferenzial für 1.990 € Aufpreis empfohlen.

Wer gerne die Tradition und den Chic von italienischer Riva Yachten mit einem großartigen Motor & Fahrwerk sowie einer geringen Leisutng kombiniert, wird mit dem 695 Rivale sehr glücklich werden. Nur selten finden sich hochwertige Materialien, eine sehr gute Verarbeitung und so viele Details kombiniert mit einem so leistungsstarken Fahrzeug mit Acrapovic-Krawall. Der Nachteil: Der 695 Rivale startet bei satten 28.000 €. Außerdem wird er, wie der 500 Riva, als Sondermodell vermutlich nur noch kurze Zeit überhaupt bestellbar sein.

Abarth Rivale

Leistung/Drehmoment 132 kW (180 PS) / 250 Nm
Getriebe5-Gang
AntriebFront
0-100 km/h6,7 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit225 km/h
Leergewicht1.995 kg
Verbrauch angegeben6,0 Liter / 100 Km
Einstiegspreisca. 28.000 €
Testwagenpreisca. 30.000 €

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.


Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden .

Mehr aus dem Mercedes-Benz Netzwerk
Anzeige

* Weitere Informationen zum offiziellen Kraftstoffverbrauch und zu den offiziellen spezifischen CO2-Emissionen neuer Personenkraftwagen können dem „Leitfaden über den Kraftstoffverbrauch die CO2-Emissionen und den Stromverbrauch“ neuer Personenkraftwagen entnommen werden, der an allen Verkaufsstellen und bei der DAT Deutsche Automobil Treuhand GmbH (www.dat.de) unentgeltlich erhältlich ist.