Statistik: Sicherheit deutscher Straßen

Sensorik (Radar, Lidar, Kamera) rund um das Fahrzeug

Trotz immer mehr Sicherheitssystemen in modernen Autos gibt es eigentlich noch zu viele Unfälle. Grund dafür sind neben den Fahrern als Schwachstelle auch schlechte Witterungsbedingungen. Wie haben sich die Unfallzahlen in den letzten beiden Jahren entwickelt und wie kann die Technik zu noch mehr Sicherheit beitragen?

Ein großer Online-Versicherungsvergleich hat eine ausführliche Grafik mit den wichtigsten Facts rund um die Entwicklung der Unfallzahlen veröffentlicht. (Unten) An einigen Stellen ist die Darstellung auf den ersten Blick vielleicht etwas missverständlich: Dass es im Jahr 2013 247% mehr Unfälle als 1960 gab ist nicht verwunderlich, da auch die Anzahl der Fahrzeuge auf deutschen Straßen immens zugenommen hat. Da hierzu aber alle Unfälle zählen ist es umso erfreulicher, dass sich die Zahl der Verkehrstoten in den letzten 50 Jahren von 14.000 auf 3.300 gesunken ist. Dafür verantwortlich sind sicherere Straßen und vor allem zahlreiche technische Innovationen wie z.B. das ESP. Dass im ersten Halbjahr 2014 knapp 10% mehr Menschen im Straßenverkehr gestorben sind als 2013 ist tatsächlich auf das gute Wetter im Frühjahr und eine erhöhte Anzahl an Motorradunglücken zurückzuführen.
Eine missachtete Vorfahrt, nicht angepasste Geschwindigkeit oder zu wenig Abstand sind nach wie vor die „Klassiker“ unter den Unfallursachen.

Wie viele Assistenzsysteme braucht das Auto?
Natürlich kann man sagen, dass man weder einen adaptiven Tempomaten noch das Kaffeetassensymbol als Müdigkeitswarner braucht, um von A nach B zu kommen. Die Antwort sollte aber eigentlich heißen: So viele wie möglich. Denn abschalten konnte man sie bisher alle. Gerade um die Meldung der Freigabe der A9 für Tests zum pilotierten Fahren ist es nett, interviewte Passanten mit Statements wie „Wo bleibt der Fahrspaß?“ zu hören. Wenn man da an den Technikträger des RS7 denkt, der eine Rennstrecke sowohl komplett autonom als sicherlich auch gänzlich manuell gesteuert befahren kann, sollte das dann wirklich kein Problem sein. Außerdem schwingt bei der Vorstellung von Assistenzsystemen bei einigen Fahrern die Angst einer Art Kontrollverlust mit. Da unterstützende Systeme wie autonome Lenkeingriffe oder Notbremsassistenten aber eine entscheidende Vorstufe zum pilotierten Fahren – der Zukunft – sind, wird man sich der Technik kaum verschließen können. Und das ist gut so. Die technischen Helferlein haben sich eben in den letzten Jahren nicht nur als Komfort-, sondern auch Sicherheitsplus bewährt.

Wie sicher sind Deutschlands Straßen? Eine Infografik von TopTarif.de.
Foto: Continental

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