Crafter2Craftsmen: Mit dem neuen Crafter auf Island

Beim symbolischen Kilometerstand „0“ haben wir den Tourstart von Crafter2Craftsmen in der Heimatstadt von Volkswagen Nutzfahrzeuge, Hannover, begleitet. 3 Monate und 25.000 Kilometer später freuen wir uns über ein Wiedesehen auf Island. Dort besuchte das Roadtrip-Team  die Künstler des Íshús Hafnarfjarðar bei Reykjavík. Anschließend ging es über die traumhaften Straßen des winterlichen Islands.

Der Crafter (der seit Tourbeginn Anfang November 2016 selbstverständlich nicht getauscht wurde) war per Fähre bereits ein paar Tage vor uns und anderen Medienvertretern angekommen und hatte die Insel im Nordatlantik bereits von Westen aus halb umrundet. Matthias Göttenauer und Melina Lindenblatt von der Experience GmbH, die die Tour für VW durchführt, trafen wir am Flughafen Keflavik. In den Sortimo-Fächer auf der Ladefläche sind zahlreiche Geschenke der besuchten Craftsmen hinzugekommen.

Mittlerweile über 25.000 km auf Tour, 15 besuchte Craftsmen & Länder
In den letzten Monaten hatte der Crafter neben der Hannoverschen Kaffeemanufaktur unter anderem den Weihnachtsmann (Finnland), eine Axtmanufaktur (Schweden), eine Werkstatt, die Bentleys restauriert (England), einen Dudelsackhersteller (Schottland) und 10 weitere Craftsmen und Länder besucht. Für Island fiel die Wahl auf die besonderen Craftspeople des Íshús Hafnarfjarðar. Es handelt sich dabei um einen Zusammenschluss von Künstlern, die in der  ehemaligen Eisfabrik in Hafnarfjörður direkt neben Reykjavik zusammen arbeiten. Diese kreative Community schafft modernes isländisches Design und wurde vom Ehepaar Anna María und Olí Karlsdóttir 2014 gegründet. Im alten Fabrikgebäude direkt am Hafen wurde bis vor einigen Jahren das Eis produziert („Íshús“ = „Eishaus“), das für den Fischfang benötigt wurde. Im Erdgeschoss und einer großen Halle befinden sich Werkstätten fürs „Grobe“, den ersten Stock haben Anna María und Olí in zahlreiche Arbeitsplätze für das eher feinere Handwerk aufgeteilt: Hier wird viel getöpfert, bemalt und lackiert. Verwendet werden neben klassischem Ton auch die bekannten Vulkangesteine Islands.

Mink Camper: Polarlichter beobachten im mobilen Schalzimmer
Trotz aufwändigen Handwerks ist ein ganz simples Teil der Bestseller: Ein kleines Stück Leder (teilweise aus extrem robuster Thunfischhaut), das mit einem Knopf als Halterung für aufgerollte Smartphone-Ladekabel dient. Insgesamt haben im Íshús Hafnarfjarðar momentan 45 Craftsmen ihre eigene kleine Werkstatt gemietet Das Ziel: Gemeinsam arbeiten und Werkzeuge nutzen, um effizient und kostengünstig produzieren zu können. Automobilzubehör darf natürlich nicht zu kurz kommen: Oli präsentiert stolz den Mink Camper. Einen kompakten Anhänger, in dem sich ein Panoramabett befindet. Ihn kann man sich mieten, damit in den Wald oder der unbesiedelten Landschaft fahren, sich das Bett gemütlich machen und im besten Fall durch das Glasdach die Polarlichter beobachten.

Frontgetrieben über winterliche Traumstraßen Islands
Anschließend geht es mit unserem Konvoi offroad: In eisiges, unbesiedeltes Gebiet südlich von Reykjavik. Unsere Gruppe folgt dem Crafter in einem T5 Caravelle 4Motion und zwei Skoda Octavia Kombi 4×4. Mit unserem erfahrenen Tourguide befahren wir hauptsächlich die sog. „Impassable Roads“. Sie sind nicht geräumt aber auch nicht gesperrt, es wird aber deutlich darauf hingewiesen, dass man hier mit hohen Bergungskosten rechnen muss, wenn man sein Fahrzeug nicht unter Kontrolle hat. Die wenig befahrenen Schotterstraßen sind momentan mit einer dünnen Schneeschicht bedeckt. Auch mit Frontantrieb kann man sie absolut sicher fahren, solange plötzlich kein starker Schneefall einsetzt. Dank der Damm-Bauweise der Straßen wird der meiste Schnee ohnehin vom Winter über die Fahrbahn geweht. Der Crafter ist derzeit nur frontgetrieben verfügbar. Unser Tour-Crafter ist mit Nokian Winterreifen ausgestattet und gerät auch bei wirklich dynamisch gefahrenen, vereisten Teilen der Strecke nicht aus der Spur. (Der Crafter 4Motion folgt im Laufe dieses Jahres.). Nachdem gegen 12 Uhr endlich richtiges Tageslicht angebrochen ist, nutzen wir erste Stopps für Fotos. Island ist im Winter wirklich ein Traum!

Feedback zum Crafter von der Roadtrip-Crew
Bevor sich das Tageslicht gleich wieder  verabschiedet, machen wir uns über malerische, enge Straßen auf den Weg noch weiter weg von der Zivilisation zum Nationalpark Thingvellir. Hier treffen die amerikanische und eurasische Kontinentalplatte aufeinader. Der Nationalpark bietet mit der symbolischen Brücke als Trennung der Kontinente einen einmaligen Fotospot. Der nächste Tag steht im Gegensatz zum sonnigen Roadtrip-Beginn im Zeichen von starkem Wind und Schneefall. Wir brechen bereits um 9 Uhr in der Dunkelheit auf. Es geht wieder über Nebenstraßen, Abkürzungen, die Matthias scheinbar alle auswendig kennt: Das Navi kommt nicht zum Einsatz. Während wir nahezu alleine auf der Straße durch den typischen Schneefall-Tunnel fahren, sprechen wir über die technischen Gadgets im neuen Crafter. Natürlich fahre er mit Tempomat oder eben ACC, möchte die Funktionen auf der Langstreckenungern missen. Vom Komfort des Interieur ist er auch nach mehreren Tausend Kilometern noch beeindruckt. Bein Crafter, dem noch 17.000 Kilometer auf dieser Tour bevorstehen, handelt es sich um den 2.0 TDI mit 130 kW / 170 PS und manueller 6-Gang Schaltung. Die üppige Ausstattung lernt Matthias Göttenauer auf solchen Roadtrips erst zu schätzen:

„Hier auf Islands schneebedecken Schotterstraßen nutzen wir die sonst so komfortable ACC oder den Lane Assist zwar nicht, sehr hilfreich sind aber die LED-Scheinwerfer und der Fernlichtassistent. Er funktioniert wirklich zuverlässig und die Scheinwerfer sorgen für eine perfekte Ausleuchtung hier in der Dunkelheit. Schließlich haben wir im Januar auf Island nur von 11 bis etwa 16 Uhr ordentliches Tageslicht.“

Nach einer zweistündigen Fahrt erreichen wir den Strokkur Geysir. Diese heiße Quelle, die in jedem Touri-Führer für Island ganz weit vorne steht, stößt in Abständen von etwa 5-10 Minuten eine Wasserfontäne aus. Minus 2 Grad Außentemperatur und Schneefall treffen auf bis zu 90 Grad heißes Wasser, das nach jedem Ausbruch in kleinen Strömen über das Geothermalfeld abfließt. Neben dem Geysir gibt es im Nirgendwo ein kleines Hotel und einen gewaltigen Touristenshop mit Wikingerhelmen oder auch „echter isländischer Luft“ in Dosen… Gleich um die Ecke liegt der Wasserfall Gulfoss, der mittlerweile auch im Januar Unmengen von Touristen anzieht. Über die Blaue Lagune im Südwesten geht es zurück zum Flughafen Keflavik. Während es für uns nach Deutschland zurück geht, stehen beim Crafter noch einige Stopps auf dem Plan – demnächst geht es nach Budapest, Norditalien und Griechenland. Am Ende der Belastungstour sollen etwa 42.000 km auf der Uhr stehen, was in etwa einer Erdumrundung entspricht.

Der Crafter für die #C2C Tour: 2.0 TDI mit 130 kW (170 PS) und manueller 6-Gang Schaltung

Neuer Crafter: Mehr Komfort und Fahrerassistenz
Gebaut wird der Crafter im nagelneuen, vor kurzem eröffneten Werk in Wrzesnia, Polen. Er wurde nicht nur zum „Van of the Year 2017“ gewählt, sondern bringt gegenüber dem Vorgängermodell etliche Neuerungen mit. Alle seine 69 Derivate (verschiedenen Höhen, Längen und Bauformen) werden im selben Werk gefertigt. Zahlreiche Gadgets wie Ablagen an ganz bestimmten Stellen gehen auf Kundenwünsche zurück, die Volkswagen Nutzfahrzeuge in die Entwicklung mit einfließen ließ. Im harten Arbeitsalltag spart die neue, schnellere Schiebetür nun etwa 3 Sekunden pro Schließvorgang und es sind für den täglichen Langstreckenverkehr wesentlich bequemere Schwingsitze mit AGR-Siegel („Aktion gesunder Rücken“) und sogar Massagefunktion verfügbar. Generell fühlt sich das Fahren im neuen Crafter wesentlich mehr wie in einem Pkw an. In der Volkswagen Kategorie findet man alles zum neuen Crafter und hier unseren Fahrbericht des Crafter 2.0 TDI mit 170 PS.

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  1. Pingback: Mit dem VW Crafter in Budapest auf den Spuren der europäischen Handwerkskunst @ AUTOmativ.de - Das Auto Magazin

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