Kurz gefahren: VW high up! 1.0 TSI (90 PS)

volkswagen high up yellow

Den up! einfach nur als kleinsten Volkswagen zu bezeichnen passt, je nach Ausstattung, gar nicht. In der höchsten Trimline „high up!“ und mit dem 90 PS Turbo-Dreizylinder geht es ziemlich flott voran. Außerdem gibt es immer mehr Komfort und Technik  auch im up!.

Hoher Coolnessfaktor: Der high up in Honey Yellow Metallic Black
Die Unterschiede zwischen den Ausstattungsoptionen des up! sind mittlerweile gewaltig. Man kann einerseits ein grundsolides Pizzalieferdienst-Fahrzeug für die City konfigurieren, andererseits ein absolut lifestyliges, technisch vollgepacktes Alltagsauto. Die Trimline „high up!“ bringt, ähnlich der Highline in anderen Volkswagen, schon jede Menge Ausstattung mit. Inklusive sind immerhin schon 15-Zoll Alus, das coolere Armaturenbrett in Pixel-Optik, ein Multifunktionslenkrad und eine Ambientebeleuchtung. Den schönsten Look derzeit für den up! trägt wohl unser Testwagen in der Lackierung Honey Yellow Metallic Black, wobei das Dach eben als Zweit- und Kontrastfarbe schwarz ist. Knapp 900 Euro kosten die auf dem up! gewaltig wirkenden 17-Zoll Alufelgen namens „Polygon“. Sie stammen aus dem VW R-Fundus und sorgen für die maximale Coolness des Stadtflitzers.

Kontraststarkes Interieur
Wie einfach die Sitze aus einem Stück eigentlich hergestellt sind, fällt im richtigen Styling eigentlich gar nicht mehr auf. Die Innenausstattung „Beam“ ist die Entsprechung zum Außendesign und überzeugt vor allem bei den Sitzen mit ihren schicken, gelben Lederelementen rund um die Sitzfläche. Wer regelmäßig Langstrecken fährt dürfte zwar den Komfort z.B. aus dem Golf vermissen, für kurze Ausflüge und natürlich die City sind die Basic-Sitze mehr als ausreichend. Das „pixelige“ Dashoard im Pianolack-Design sieht nicht nur gut aus, auf ihm fallen außerdem Fingerabdrücke und -Schmierer kaum auf, die bei hochglänzenden Materialien sonst immer hässlich ins Auge stechen. Das Infotainmentsystem „composition phone“ ist sozusagen eine Miniversion der üblichen Composition-Systeme mit Touchbedienung. Auf dem kleinen Farbdisplay werden alle Menüs oder auch die Rückfahrkamera  gestochen scharf angezeigt. Bedient wird es über mehrere Navigationstasten unterhalb des Displays, was absolut einfach funktioniert. Das optionale Soundsystem „Beats“ klingt besser als so manches teures Premium-Soundsystem in höheren Klassen und lohnt sich damit wirklich für alle, die gerne viel Musik im Auto hören.

vw up 2017

Spritziges Fahrgefühl mit dem Dreizylinder Benziner mit 90 PS
Der 1.0 TSI ist der stärkste Motor im up! und das merkt man. Im Gegensatz zum schon im Jahr 2013 gefahrenen Bruder Skoda Citigo mit 75 PS wirkt der up! doch deutlich agiler. Den gewissen Durchzug gibt es beim 1.0 TSI mit 90 PS schon bei niedrigen Drehzahlen, wobei der 75-PS Citigo schon immer ordentlich auf Drehzahl gehalten werden musste, wenn es mal etwas schneller vorangehen sollte. Bei dynamischen Fahrten ist der Dreizylinder klanglich sicherlich kein Fest, das gleichen aber die Fahrleistungen von z.B. 0-100 km/h in 9,9 Sekunden und eine Maximalgeschwindigkeit von immerhin 185 km/h wieder aus. Wendig ist der up! dank seiner Größe sowieso, auch die Servolenkung kommt im Fahrgefühl den aufwändigeren Modellen wie z.B. Polo oder Golf sehr nahe und lässt kein bisschen Komfort vermissen. Den angegebenen kombinierten Verbrauch von 4,4 Liter einzuhalten dürfte schwierig werden. Realistisch sind im hektischen Stadtalltag wohl 6 Liter, bei unserer dynamischen Fahrt durch entlang der Weinberge des Rheins waren es knapp 8 Liter im Mittel.

vw high up

City-Notbremsassistent, Rückfahrkamera und Smartphone-Konnektivität
Eine der spannendsten Optionen in dieser Fahrzeugklasse ist der City-Notbremsassistent. Das System kann bei Geschwindigkeiten zwischen 5 und 30 km/h automatisch eine Vollbremsung einleiten, wenn der up! sich dem Vordermann oder einem Hindernis zu schnell nähert und ein Aufprall droht. Das System funktioniert wie schon 2013 beim Citigo nach wie vor nur lasergestützt. Außerdem gibt es im Citigo im Rahmen des „drive pack plus“ Funktionen wie das Coming-Home Licht, einen Regensensor und Tempomat. Absolut sinnvoll gerade auch für Fahranfänger ist die Park Distance Control (Park Pilot) fürs Heck. In Verbindung mit dem Infotainmentsystem composition phone und der Rückfahrkamera kann beim Einparken dann wirklich nichts mehr schief gehen, wobei man sich die Kamera bei den Abmessungen und der guten Übersichtlichkeit des up! wirklich sparen kann. Navigiert wird übrigens über die Volkswagen eigene „maps + More“ App, die auf dem eigenen Smartphone läuft. Das Telefon ist über das maps + more dock mit dem composition phone verbunden, über das auch die Sprachausgabe erfolgt.

Technische Daten VW high up! Blue Motion Technology 1.0 TSI
3-Zylinder Ottomotor
Leistung/Drehmoment: 66 kW / 90 PS / 160 Nm
Getriebe: 5-Gang
Antrieb: Frontantrieb
0-100 km/h: 9,9 Sekunden
Höchstgeschwindigkeit: 185 km/h
Leergewicht:  1.000-1.111 kg
Verbrauch angegeben: 5,2 Liter / 100 Km (Kombiniert)
Testwagenpreis: 17.405 EUR

Text & Fotos: Matthias Luft

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