Google Maps App: Das beste Navi überhaupt?

google maps navi

Bisher fanden wir auf unsereren zahlreichen Roadtrips immer, dass die „großen“ Infotainmentsysteme innerhalb der VAG auch die besten Navigationssysteme wären. Onboard, mit großem Touchscreen und superklarer Sprachausgabe. In letzter Zeit greifen wir aber statt der oft mehrere tausend Euro teueren Systeme immer öfter auf die kostenlose Google Navigation zurück: Ihre Stau- und Verkehrsdaten sind letztenendlich immer die aktuellsten.

Das Problem: Veraltete Staudaten über TMC und TMCpro
Die teuren Navis, sei es das Composition Media bei VW oder das Columbus bei Skoda, greifen in der Regel auf TMC oder TMCpro, also Staumeldungen aus dem Radio zurück. Diese sind häufig stark verzögert oder einfach mehrere Stunden alt, weshalb Staus umfahren werden, die schon gar nicht mehr existieren oder eben in eine Unfallstelle gelotst wird, die noch nicht in den Radio-Staudaten vorliegt. Zwar können fast alle hochwertigen Onboard um Online-Konnektivität ergänzt werden (sie ziehen dann ihre Staudaten eben auch aus dem Internet), das setzt allerdings eine SIM-Karte im Infotainmentsystem und einen (roamingfähigen) Datentarif voraus.

Google Maps App: Schnell, kompakt, übersichtlich
Die Google Maps App läuft auf dem iPhone so schnell und schlank wie kaum andere Navigationsapps. Immer, wenn wir Widersprüche der aktuellen Verkehrslage mit dem Onboard-Navi entdeckt hatten lautete die Lösung dann: Navigieren wir lieber einfach per Google Maps. Seit einiger Zeit kann man in der Routenplanung sogar Mautstraßen ausnehmen und Zwischenstopps einfügen. Ist das Smartphone mit dem Infotainmentsystem per Bluetooth gekoppelt, kann man Navi-Ansagen per BT über die Auto-Lautsprecher ausgeben lassen. Die Verkehrslage wird in den farben grün, gelb und rot, wenn es ganz schlimm kommt auch dunkelrot, ausgegeben. Zudem die aktuellen Verzögerungszeiten.

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Extrem genaue Stauprognose und simple, effiziente Navigationsansagen
Die Google-Stimme gibt regelmäßig durch, ob man sich noch auf der schnellsten (oder eben der „besten“) Route befindet, wie hoch der aktuelle Zeitverlust ist oder ob man sich die vorgeschlagene Umfahrung ansehen möchte, um X Minuten zu sparen. Die Stauprognose ist bei Google unserer Meinung nach so exakt wie sonst nirgends: Als Quelle dienen schließlich etliche Android-Smartphones von Autofahren, die ihre Bewegungsdaten permanent anonymisiert an Google senden. Im Gegensatz zu TMC hatten wir mit der Google-Navigation noch nie einen Stau vorhergesagt, den es am Ende gar nicht gab.

Google Maps Navigation: Im Ausland mobile Daten benötigt
Eine Voraussetzung hat die Google App natürlich: In der Regel lädt sie Stau und v.a. Kartendaten dynamisch aus dem Internet. Mit ca. einem Gigabyte Datenvolumen pro Monat sind aber einige Reisen kein Problem, die Google-Karten laden mittlerweile (im Gegensatzu zu vor 8 Jahren) wirklich schnell und dateneffizient. Für die Navigation im Ausland empfiehlt sich einen gute Roaming-Option fürs mobile Internet.
Wenn man grob absehen kann, in welchen Regionen man unterwegs sein wird, kann man mittlerweile aber Google Karten auch zur Offline-Nutzung direkt auf dem Gerät speichern. Dieses Google Support Doc erklärt, wie es geht.

Download: Google Maps App fürs iOS (kostenlos) und Android (kostenlos).

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