Fahrerassistenz-Innovationen von Bosch zur IAA

bosch ausweichassistent

Bosch präsentiert auf der diesjährigen IAA zahlreiche Innovationen aus dem Geschäftsfeld Mobility Solutions. Fortschrittliche Neuerungen, die in Zukunft in etlichen Fahrzeugen zu finden sein werden, stellen die Stuttgarter in den Bereichen Diesel und Benziner, Vernetzter Antrieb, Elektrifizierung und Assistenzsysteme vor. Darunter finden sich z.B. ein Ausweichassistent und ein Autobahnpilot.

Gezeigt wird unter anderem ein Ausweichassistent. Diese Form der Unfallvermeidung hat Motoreport schon beim diesjährigen Motopressekolloquium auf Boschs hauseigener Teststrecke in Boxberg testen können. Der Ausweichassistent funktionierte bereits in dieser Vorserienversion extrem zuverlässig und überraschend exakt. Bei diesem System erkennen und vermessen Radar- und Videosensoren das Hindernis. Mit einem gezielten Lenkeingriff unterstützt der Assistent auch ungeübte Fahrer beim Ausweichen.

Boschs Ausweichassistent in der Erprobung

Boschs Ausweichassistent in der Erprobung

Besonders fortschrittlich sind die ebenfalls gezeigten Assistenten für Autobahnfahrten, nämlich der Stau-Assistent und der Autobahnpilot. Gerade Langstreckenfahrten sind es, bei denen radar- und kKameragestützte Fahrhilfen besonders komfortabel sind – gerade wenn man regelmäßig viele Kilometer zurücklegt. Selbst günstigen Mittelklassefahrzeugen wie dem Seat Leon oder dem Skoda Octavia ist es derzeit möglich, halb-autonom unterwegs zu sein. Allerdings muss der Fahrer zumindest seine Hände dabei am Lenkrad behalten. Boschs Stau-Assistent widmet sich der besonders unangenehmen und langweiligen Situation des stockenden Verkehrs: Bis Tempo 60 folgt das System in dichtem Verkehr selbstständig dem vorausfahrenden Fahrzeug – der Fahrer überwacht nur noch. Näherungsweise erreichen derzeit z.B. die bereits 2013 vorgestellte Mercedes Benz E-Klasse oder der neue Volvo XC90 diesen recht hohen Grad der Teilautomatisierung.

bosch autobahnpilot

Die Wiener Straßenverkehrskonvention verhindert es momentan rechtlich, dass Fahrzeuge zu einem hohen Grad autonom fahren dürften. Laut der über 40 Jahre alten Konvention muss der Fahrer jederzeit die Kontrolle über das Fahrzeug behalten. Das ist auch der Grund, wieso aktive Lenkassistenten nach 10-20 Sekunden um die Hände des Fahrers am Lenkrad bitten. Mit dem Autobahnpilot erforscht Bosch aktuell wohl eines der spannendsten Assistenzfeatures, denn er ermöglicht das voll-autonome Fahren auf Autobahnen – von der Auffahrt bis zur Abfahrt übernimmt gänzlich die Fahrzeugelektronik. Voraussetzungen dafür sind unter anderem eine zuverlässige Erfassung des kompletten Fahrzeugumfelds über Sensoren, hochgenaue und aktuelle Kartendaten sowie leistungsfähige, miteinander vernetzte Steuergeräte.

Ein weiteres, bereits live-getestetes Gadget ist der Anhänger-Rückfahr-Assistent oder auch „Smart Trailer Parking“. Selten sieht man so eine einfache Lösung für ein unter Umständen so komplexes Fahrmanöver: Das Rückwärts-Einparken eines großen Anhängers. Mit Boschs Smart Trailer Parking steigt man einfach aus und steuert das Gespann mit einer App vom Smartphone aus.

bosch trailer parking

Einparken eines Gespanns fahrerlos und per Smartphone

Bosch am Stand A03 in Halle 8 ist damit auf jeden Fall eines der Highlights für Autofans, die sich für Fortschrittliche Technologien interessieren. Viele Fahrzeuge von Herstellen wären nur halb so interessant, wenn es nicht Zulieferer wie Bosch gäbe, die die Forschungsarbeit hierfür zu einem großen Teil leisten.

Fotos: Motoreport, Bosch

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