Erste Eindrücke des Honda Insight

Mittlerweile bin ich seit 5 Tagen mit dem Honda Insight unterwegs und habe schon einige Eindrücke sammeln können. Häufig wird er als Konkurrent des Toyota Prius gehandelt, jedoch ist er in der Grundausstattung mit rund 20.000 Euro wesentlich günstiger und bringt auch schon einiges an Ausstattung mit. (Ausstattung & Preis meines Insight folgen) Auch vom Design her kann man ihn meiner Meinung nach nicht vergleichen: Er ist in meinen Augen der schönere Prius. Zwar kann man eine gewisse – aerodynamische – Ähnlichkeit an der Seite und am Heck nicht leugnen, insbesondere die flache Front sieht aber sehr sportlich und dynamisch aus. Der Vordermann würde beim Blick in den Rückspiegel sicherlich keinen gemütlichen Hybrid erwarten. Das LED Tagfahrlicht ist ein ganz einfaches kleines LED-Band, wertet die Frontschürze aber noch sehr auf. Bei meinem weißen Testwagen kommt eine weitere Design-Besonderheit schön zur Geltung: Die bläuliche Einfassung der Xenonscheinwerfer, die einen ungewöhnlichen Kontrast zur Wagenfarbe herstellt. Abgedunkelte Scheiben hinten und eine lang nach oben gezogene Heckscheibe runden die Design-Harmonie ab.

Von Fahrersitz aus möchte man meinen, man steuert ein kleines Raumschiff. Farbige Knöpfe und Bedienelemente sorgen für einen abwechslungsreichen Innenraum, man braucht aber ein paar Fahrten, bis man alle Details der Bedienung verstanden hat. Insbesondere mit dem Multifunktionslenkrad sollte sich der Honda-Laie erstmal etwas beschäftigen. Ein toller Einfall und zentrales Display ist die große Geschwindigkeitsanzeige, die wechselweise mit den Farben grün, lila und blau hinterlegt ist. Grün bedeutet eine energieeffiziente Fahrweise, blau eine verbesserungswürdige. Der Blick nach hinten ist etwas gewöhnungsbedürftig: Durch den Rückspiegel blickt man durch 2 geteilte Heckscheibenhälften, beim langsamen Rückwärtsfahren wird man aber zum Glück von einer Rückfahrkamera unterstützt. Die Sitzposition ist relativ hoch, die Übersicht nach vorne sehr großzügig.

40 Kilometer gefahren und schon 4 Bäumchen gepflanzt: Auch diese Anzeige soll zum sparsamen Fahren animieren.

 

Das spannendste am Insight ist – natürlich – die Motorisierung und das CVT Automatikgetriebe. Ein 1.3 Liter 88 PS Benziner und ein 14 PS Elektromotor bilden Hondas sogananntes IMA.Motorsystem. Der Insight ist ein Auto, das moderat gefahren werden will. Das zeigt schon das im Stadtverkehr extrem ruhige Motorgeräusch und die weiche Federung, fast immer ein Gefühl des „Segelns“ (eigentlich der Begriff für rein elektrisches Fahren) erzeugen. Ruft man bei Überholen die maximale Leistung ab kann es aber auch etwas lauter werden – dem Benziner reicht dann die Unterstützung des Elektromotors nicht mehr und dreht sehr hoch. Sehr beeindruckt hat mich das Automatikgetriebe, das, trotz des günstigen Fahrzeugpreises, ziemlich schnell reagiert und immer angenehm arbeitet. Insgesamt ist die Leistung in Stadt & Land völlig ausreichend. Meine bisher eingefahrenen Verbrauchswerte können sich sehen lassen, in den nächsten Tagen werde ich aber intensiv versuchen ihn noch weiter zu drücken. Technik-Gimmicks wie Regensensor, Multifunktionsanzeige und Co arbeiten übrigens sehr komfortabel und machen manchen Premium-Kollegen der Klasse Konkurrenz. Ich bin gespannt auf die nächsten Tage – dann folgen Updates mit ausführlichen Infos zu Motor und Verbrauch!

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