Autonomes Fahren: Mobileye und VW kooperieren

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Mobileye ist mit Sicherheit einer der unscheinbarsten Zulieferer: In Deutschland hört man kaum etwas vom jungen, israelischen Unternehmen. Allerdings steckt Mobileye in fast jedem neuen Fahrzeug mit Assistenzsystemen, wenn diese auf einer Monokamera basieren. Zur CES 2016 hat Mobileye angekündigt, mit einer neuen, hochpräzisen Kartentechnologie den Weg zum autonomen Fahren noch besser ebnen zu wollen. Als Partner wird u.a. Volkswagen genannt.

Das Kerngeschäft Mobileyes sind kostengünstige Fahrerassistenzsysteme, die auf einen Monokamera bestehen. Diese nimmt die Umgebung wahr und kann neben Abständen zu anderen Autos auch Fußgänger, Verkehrsschilder oder Fahrspuren erkennen. Mobileye haben wir derzeit als Nachrüst-Assistenzsystem im Test. In Zukunft will das Unternehmen seine Kameradaten auch anderen Fahren zur Verfügung stellen. Mobileyes System namens „Road Experience Management“ sammelt in Echtzeit präzise Streckendaten. Besonders interessant im Gegensatz zu ähnlichen Lösungen dürfte hierbei sein, dass die Daten stark komprimiert werden und deshalb über eine Online-Schnittstelle während der Fahrt auch aus Regionen übertragen werden können, in denen etwa nur eine EDGE- bzw. schlechte Internetverfügbarkeit besteht.

Der Ansatz über diese „Schwarmdaten-Technologie“ ist deshalb so interessant, da Mobileyes Kameras, bzw. ihre Software, ohnehin schon in etlichen Neuwagen zahlreicher Hersteller (Deutsche sowie Importeure) steckt. Für fast alle aktuellen Assistenzfunktionen wird zudem ohnehin zumindest eine Monokamera benötigt. Mit General Motors gibt es bereits einen Partner für dieses Vorhaben. Auf der CES 2016 wurde verkündet, dass auch mit Volkswagen eine Kooperation geplant ist. Ziel der für Europa exklusiven Zusammenarbeit ist es, dem digitalen Wandel in der Automobilindustrie zu begegnen und intelligente Umfelderkennungstechnologien zu entwickeln. Ein weiterer Partner soll im Laufe dieses Jahres bekannt gegeben werden. In Konkurrenz hierzu dürfte die Continental Road Database stehen, die wir bereits vor einigen Monaten vorgestellt haben.

Foto: Volkswagen

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