Abarth Day 2016 & Erster Test Abarth 124 spider

abarth day nürburgring

Wo kann man einen Roadster besser Probe fahren als unter zahlreichen Fans der Marke und auf der Rennstrecke? Gut, vielleicht auf den herbstlichen Landstraßen der Eifel. Am 29.9.2016 fand zum ersten Mal der Abarth Day statt – eine Fan-Veranstaltung für alle Freunde der italienischen Marke mit dem Skorpion. Aus miesestem Regenwetter wurde Sonnenschein – und die Runden mit dem neuen 124 spider immer dynamischer. Ein kurzes Rendez-Vous mit drei Sportlern aus dem Fiatkonzern.

abart 595 nürburgring

Abarth Day zeitgleich auf vier europäischen Rennstrecken mit 1.100 Abarth
Driver-Package, Mitfahrer, School of Racing… im Vorfeld konnten Abarth-begeisterte zu humanen Preisen verschiedene Eintritts-Tickets kaufen um dann von FCA mitgebrachte Modelle auszuprobieren oder ihre eigenen Abarth zur Schau zu stellen oder sie durch den Handlingparcours zu scheuchen. Über 700 Teilnehmer in 350 Abarth ließen es sich auch nicht entgehen, ein paar Runden auf der GP-Strecke des Nürburgrings zu drehen, die einen kompletten Tag zur Verfügung stand. FCA hatte zudem für eine Carrera Bahn nur mit Abarth Modellen und eine Kart-Bahn gesorgt. Ein Highlight waren auch die Mitfahrten in einem Abarth 695 Biposto (190 PS) an der Seite eines Rennfahrers. Nicht fehlen durften ein paar hochpreisige, historische Fahrzeuge, Pizza, Pasta und Espresso. Der erste Abarth Day überhaupt fand gleichzeitig auf vier europäischen Rennstrecken statt: Neben dem Nürburgring auch in Silverstone in Großbritannien, Navarra in Spanien und Tazio Nuvolari in Italien.

abart 124 spider

Bissige Kriegsbemalung: Der neue Abarth 124 spider beim ersten Abarth Day am Nürburgring

Kurz gefahren: Abarth 124 spider – 170 PS und nur 1.060 Kilo Leergewicht
Der 124 spider erinnert beim ersten, tiefen Platz nehmen sofort an italienischen Rennsport. Die Zahlen im Tacho sehen schon (fast) ein bisschen aus wie im Ferrari – der auf dem Lenkrad prangende Skorpion symbolisiert unmissverständlich das Bissige, Gefährliche am kleinen Roadster. Die dezente Tricolore am kleinen Gepäckfach zwischen den Sitzen versetzt dich auch bei 5 Grad und Nieselregen an Nürburgring auf die Gardesana. Infotainment oder Tachoeinheit dürften eingefleischten Abart- oder Fiat Fans neu sein: Sie stammen von einer fernöstlichen Roadster-Legende: Dem Mazda MX-5, der nunmal im Abart 124 spider steckt. Italienisches Interior Design und ein japanisches Bedienkonzept: Das passt ganz gut zusammen. Der 124 spider ist kein Luxusroadster – deshalb bekommt man innen auch relativ viel von Fahrbahn und Umgebung mit. Dafür kann man das Verdeck manuell innerhalb von Sekunden öffnen.

Record Monza Abgasanlage serienmäßig
Für den meisten Spaß im Abarth 124 spider sorgt neben der immer Krawall machenden Auspuffanlage zweifelsfrei die Leistung in Relation zum Gewicht. Gerade einmal 1.060 Kilo wiegt der 170 PS starke Roadster mit 1.4 Turbobenziner mit MultiAir Technologie. Das entspricht einem Leistungsgewicht von 6,2 PS / kg. Mit seinen 250 Nm sprintet der spider aus dem Stand in 6,8 Sekunden auf Tempo 100. Dabei hören sich 250 Nm nach nicht so viel an, wirken aber aufgrund des Gewichts ganz anders als von vielen schwereren Konkurrenten gewohnt. Geschaltet wird serienmäßig 6-Gang manuell – was mit einem knackigen Einrast-Feedback und vor allem sehr kurzen Schaltwegen überzeugt. Alternativ bietet Abarth die Esseesse Automatik an. Immer serienmäßig ist auch die Record Monza Abgasanlage mit Dual-Mode-System: Sie modifiziert den Abgasweg abhängig vom Drehmomentsverlauf und lässt den spider tief, kernig und aus einigen Metern Entfernung noch viel giftiger und stärker klingen, als er ist. Ein absolut gelungenes Soundkonzept.

abarth 124 spider

Beim nächsten Mal italiensiche Alpen statt Rennstrecke
Serienmäßig ist im 124 spider auch ein mechanisches Sperrdifferenzial, das zusammen mit dem niedrigen Schwerpunkt auf den kurvigen Landstraßen um den Ring jede Menge Spaß macht. Damit geht es mit dem Skorpion nicht nur schnell und stabil in die Kurve, sondern auch dynamsich und traktionsstark wieder raus. Auch auf der nassen GP Strecke des Nürburgrings traut man sich als Rennstrecken-Anfänger mit jeder Runde etwas mehr zu und wird schnell eins mit den Fahreigenschaften des heckgetriebenen spider. Mit ihm über wie für ihn gemachte Passstraßen der Alpen nach Italien? Ein Traum, auch wenn die Bilstein-Dämpfer und Sportfedern bei der Autobahn-Anreise natürlich ein relativ klares Abbild des momentanen Untergrunds an Fahrer und Beifahrer weitergeben. Im Rahmen der Fahrerassistenzsysteme nennt die Broschüre des 124 spider vor allem ABS und ESP. Viel mehr braucht man ein einem authentischen Roadster mit Hommage an den Fiat 124 spider von 1966 auch nicht. Das Mazda-Infotainmentsystem steckt allerdings optional voller Technik, wie etwa DAB-Radioempfang. Auf Wunsch gibt es sogar Voll-LED-Scheinwerfer.

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Mehr italienische Krawallbrüder: Abarth 595 und 695 Biposto
Ein paar kurze Runden haben wir während des Abarth Day auch noch mit dem Klassiker Cinquecento im Abarth-Stil und in maximaler Eskalationsstufe gedreht: als Abart 695 Biposto. Der Abarth 595 leistet aus einem T-JET Motor mit 1.4 Litern Hubraum je nach Trimline 145 oder 165 PS und lässt mit einem Drehmoment von 206 oder 230 Nm seine Gummis an der Vorderachse hart arbeiten. Noch ein ganzes Stück mehr geht in der höchsten Ausstattungsvariante Competizione, in der der 1.4 Turbo ganze 180 PS schafft. Ganz und gar nicht mehr nach gemütlichem Cruisen an den Lago d’Iseo mit dem 500 Riva, sondern vielmehr nach Nürburgring klingt auch der Abart 595 dank der Record Monza Abgasanlage. Die neuen „Granturismo“ Felgen in 17 Zoll sind beim Abarth 595 Turismo serienmäßig montiert und leichter als ihre Vorgänger. Coole Uni-, Metallic- und Bicolore-Lackierungen stehen selbstverständlich für die Abarth-Fans zur Wahl.

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Maximale Cinquecento-Eskalationsstufe: Abart 695 Biposto

Den Abarth 695 Biposto darf man zwar auf der Straße fahren, wirklich freilassen kann man ihn aber nur auf der Rennstrecke. Das maximale Kraftpaket des sonst so gut erzogenen Cinquecento unterscheidet zwar nur die 6 im Namen, der Biposto darf aus dem 1.4 T-JET aber ganze 190 PS leisten. Zum Biposto machen ihn dabei nicht unbedingt die 10 PS mehr, sondern etwa die hintere Sitzbank, die man durch ein Titangestänge ersetzt hat. Das sorgt für eine höhere Verwindungssteifigkeit und lässt den Biposto ein Gewicht von gerade einmal 997 kg (!) auf die Waage bringen. In nur 5,9 Sekunden beschleunigt er auf Tempo 100 km/h. Der Top Speed liegt bei 230 km/h. Ein widerstandsfähiges, Fünf-Gang-Dogring-Getriebe ist auf etliche Runden auf der Rennstrecke ausgelegt. Ein Koni Sportfahrwerk, zahlreiche weitere Optimierungen und das serienmäßige Sperrdifferenzial vorne (beim 595 nur optional) sollen die Kraft optimal auf den Asphalt bringen. Im Biposto steckt jahrelange Rennsporterfahrung der Abarth-Ingenieure.

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