Mit dem Fiat 500 1.3 JTD 7 Tage durch Sizilien

Eigentlich sollte der Lanca Ypsilon 1.3 JTD unser Mietwagen für den Sizilienurlaub sein, er wurde aber wegen einer Reifenpanne nach nur 20 Kilometern wieder bei Hertz getauscht. Neuer Begleiter war dann ein Fiat 500 1.3 JTD (75PS). Ein richtiger Glücksgriff, wenn man bedenkt, dass man für einen Preis von 169 EUR für 7 Tage inkl. Vollkasko ohne Selbstbehalt und aller Gebühren als Ferienmietwagen regelmäßig mit 1.2 Benzinern abgespeist wird. Das günstigste Angebot für einen Leihwagen haben wir bei Hertz gefunden, über die Ferienmietwagensuche vom ADAC.

Der Fiat 500 als Q & A

Was ist der Fiat 500?
Ein kleiner Italiener, der hierzulande relativ selten zu sehen ist und auf Sizilien fast von jedem gefahren wird.

Wie fühlt er sich an?
Der Innenraum ist robust. Die Sitze sind zwar unbequem und ohne SeitenHalt, Pianolack soweit das Auge reicht, eine ordentliche Verarbeitung und gute Materialien sorgen für ein schönes Ambiente. Ein einzeiliger Mini-Bordcomputer zeigt alles an, was man wissen möchte und lässt sich unkompliziert bedienen. Unser Mietwagen war außerdem mit einem schicken (nicht zu öffnenden) Panoramadach ausgestattet.

Der Motor
… 1.3 JTD mit 75 PS ist eine Maschine,  die sich nicht oft in der Flotte der Ferienmietwägen findet. Im kleinen 500 sorgt er für ausreichend Kraft, auch auf den sizilianischen Gebirgspässen. Permanentes Gasgeben und Bremsen wird nicht, wie beim 1.2 Benziner, zur Last. Leider ist er furchtbar laut und klingt mehr nach einem italienischen Traktor als zeitgemäßen Diesel. 

Der Verbrauch
Auf 1.500 Kilometern durch Sizilien haben wir im Durchschnitt (berechnet) 5.8 Liter / 100km verbraucht. Meine Fahrweise war für mich aufgrund fast permanenter Passstraßen außergewöhnlich uneffizient, weshalb mich der Verbrauch sehr positiv überrascht hat.

Technik an Bord?
Start&Stop System sind wie eine Menge Airbags Serie. Auf Wunsch sind Berganfahrassistent und u.a. das sog. „Blue&Me“ Navi erhältlich. Das System konnte MP3 CDs lesen und auch ein USB Anschluss war dabei. Darüber lies sich in Sekundenschnelle das iPhone konnektieren und die darauf befindliche Musik mit Titelanzeige abspielen. Ein echtes Highlight in dieser Fahrzeugklasse. Das Multifunktionslenkrad erleichtert den Alltag ungemein und ist für einen geringen Aufpreis erhältlich. Mit einem Tastendruck lässt sich die City-Funktion aktivieren (Serie), mit ihr ist die Servolenkung noch leichtgängiger.

Auch hier fühlt sich der Fiat 500 als 1.3 JTD wohl: Auf der Autostrada. Vorausgesetzt, man fährt nicht in eines der 8-10 cm tiefen Schlaglöcher…

Was stört?
Die schwammige Schaltung und die etwas klein geratenen Pedale, bei denen man auch nach ein paar Tagen noch mit dem Fuß „zielen“ muss. Größtes Manko war der ungewohnt große Wendekreis, der dafür sorgte, dass wir teilweise sogar auf schmalen Passstraßen nochmal zurückstoßen mussten. In den engen Gassen Gioiosa Mareas, unserem Ausgangspunkt für alle Ausflüge, war der 9,3 Meter große Wendekreis ebenfalls nichts, womit sich der vermeintliche „Stadtflitzer“ schmücken konnte.

Aber insgesamt
…mein Wunsch für einen Urlaubsmietwagen. Geringer Verbrauch, zeitgemäße Technik und keinerlei Probleme auch bei permanenten Pass-Qualen.

Cinquecento?
Ist das italienische Wort für fünfhundert.

Ja TomTom, wir möchten unbefestigte Straßen vermeiden! Aufgrund der extremem Steigung der Schotterpiste ging in diesem Fall mitten im Nirgendwo nichts mehr und wir mussten gut 30 Kilometer zurückfahren / -rollen.

Hier fahren überhaupt keine Autos: Auf Panarea, der kleinsten der 7 äolischen Inseln sind nur Elektro-Golffahrzeuge unterwegs.

 

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